Gibt es einen Anspruch auf Nachzahlung beim Arbeitslosengeld

Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II, Berufsgenossenschaften, Renten, Schwerbehinderung ,Kranken- und Pflegeversicherung

Moderator: FDR-Team

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Maribe
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Gibt es einen Anspruch auf Nachzahlung beim Arbeitslosengeld

Beitrag von Maribe »

Hallo,
"Streitfrage" unter Freunden: ich meine Nein und der Freund meint ja. Wer liegt richtig?
Annahme war, das jemand AG1 bezogen hat nach der Entlassung und gleichzeitig würde ein Prozess am Arbeitsgericht angestrebt mit dem vermutlichen Ergebnis der
Gehaltsnachzahlung. Was wäre wenn der Prozess aber erst nach dem Auslaufen des AG 1 endet, Die Gehaltsnachzahlung würde ja für den Zeitraum erfolgen in welchem der Arbeitnehmer
angestellt war. Müsste das AG 1 danach rückwirkend neu berechnet werden?
FM
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Re: Gibt es einen Anspruch auf Nachzahlung beim Arbeitslosengeld

Beitrag von FM »

Soweit für die Zeit der Gehaltsnachzahlung die Bundesagentur gezahlt hat (oder auch das Jobcenter), geht der Anspruch auf diese Stelle über. Der Arbeitnehmer selbst kann also nur die Differenz einfordern zwischen Sozialleistung und Gehalt.
ExDevil67
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Re: Gibt es einen Anspruch auf Nachzahlung beim Arbeitslosengeld

Beitrag von ExDevil67 »

Wie wo warum sollte es zu einer Neuberechnung kommen?
Ggf mal das ganze Beispiel mit fiktiven Zeiträumen unterlegen.

Das eine Klage vor'm Arbeitsgericht erfolgreich ist und der (Ex-)AN eine Gehaltsnachzahlung bekommt ist jetzt nicht so ungewöhnlich, daher hat der Gesetzgeber vorgesehen das der AG die Nachzahlung teilen muss. Nämlich an die Agentur für Arbeit ,der er das gezahlte ALG I ersetzen muss, und den Rest an den AN.
Evariste
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Re: Gibt es einen Anspruch auf Nachzahlung beim Arbeitslosengeld

Beitrag von Evariste »

Es geht wohl um den Fall, dass der AN auch weiterhin ALG1 bezieht bzw. beziehen will (laut Sachverhalt ist es ja bereits ausgelaufen).

Ich gehe davon aus, dass nach so einem Urteil der AN so gestellt wird, als wäre er erst ab dem endgültigen Ende des Arbeitsverhältnisses arbeitslos geworden, d. h. der Bezugszeitraum für das ALG beginnt von vorne. Andernfalls würde der AN de facto leer ausgehen und keinen Cent von der Arbeitslosenversicherung erhalten, trotz jahrelanger Einzahlung

Und die Höhe des gezahlten ALG1 sollte sich eigentlich auch ändern, wenn sich durch die Gehaltsnachzahlung (für die ja auch wieder Sozialversicherungsbeiträge fällig werden) die Höhe der Berechnungsgrundlage ändert, z. B. weil der Gekündigte kurz vor der Kündigung eine Gehaltserhöhung bekommen hat oder es während des Nachzahlungszeitraums eine Tariferhöhung gab.
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