WfbM Eingliederungshilfe

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Moderator: FDR-Team

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Hotte Trotte
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WfbM Eingliederungshilfe

Beitrag von Hotte Trotte »

Hallo

Ein guter Freund erzählte mir vor kurzem folgende Geschichte:

Mein Freund lebt in einem kleinen Ort auf dem Land. Zum nächst größeren Ort
sind es ca. 10 km wo es dann u.a. auch eine Wfbm gibt.
Der Fall zieht sich inzwischen seit Mai 2022, der Fall wurde vor kurzem seitens der
Kreisverwaltung beendet.
Mein Freund bekam von der Kreisverwaltung das Angebot, für halbe Tage in der
Werkstatt zu arbeiten. U.a. hat mein Freund einen Hund, den er nicht den ganzen Tag
alleine lassen kann usw. Freunde, Bekannte o.ä. die evtl. mal nach dem Hund schauen
würden gibt es leider nicht.
Die Mitarbeiter werden vom internen Fahrdienst zur WfbM transportiert (vor Arbeitsbeginn,
nach Feierabend). Die tägliche Route führt direkt an der Wohnung meines Freundes vorbei.
Wohl ist mein Freund der einzigste Mitarbeiter, der nur halbe Tage arbeiten würde, und
Alleine auf weiter Flur steht, der Mittags einen Transport benötigen würde.
Eine wichtige Info, mein Freund ist an (schweren) Depressionen, sowie einer Angststörung
erkrankt. Es liegt ein ärztliches Attest vor, daß mein Freund aufgrund seiner Angst, Probleme
mit dem ÖPNV hat. Mein Freund nutzt zwangsläufig 1x wöchentlich den Bus, um seine Einkäufe
zu erledigen usw.!
Jetzt kommt es zu dem Problem, wie das Problem mit der Fahrerei gelöst wird. Im späteren
Verlauf wurde der Eingliederungsantrag für die WfbM genehmigt.
Es geben 2 Arten für den Transport. Entweder der interne Fahrdienst oder den ÖPNV, der angeblich
bezahlt/finanziert wird. Nur, beim ÖPNV gibt es ja die Probleme mit der Angst.
Da der Wohnort sehr ländlich liegt, lässt der ÖPNV zu wünschen übrig. Die Busse fahren unregelmäßig.
Nicht jede Haltestelle wird angefahren.
Mein Freund müsste 2x täglich ca. 2,5km bis zur Werkstatt laufen (bei Wind und Wetter).
Nach genau 7 Monaten Hin und Her wurde jetzt Anfang Dezember der Fall WfbM geschlossen.
Weil mein Freund sich (berechtigt)dagegen wehrt, den ÖPNV zu nutzen!
Weil die Kreisverwaltung das Attest nich akzeptiert!
Hilfe beim Einkaufen bekommt mein Freund auch nicht!
Ich habe mal gegoogelt, und erfahren das es doch Möglichkeiten gibt.
Was kann mein Freund machen?

H.
blackylein
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Re: WfbM Eingliederungshilfe

Beitrag von blackylein »

Wie wäre es, erstmal eine Therapie zu machen, um die Ängste und Depressionen in den Griff zu bekommen?

Sonst wird das weiterhin alles nur Drehtürcharakter haben.
Hotte Trotte
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Re: WfbM Eingliederungshilfe

Beitrag von Hotte Trotte »

Hallo

Mein Freund ist z.Zt. in ambulanter Therapie, und die
WfbM wird vom Therapeuten sogar als
Belastungserprobung usw. empfohlen!

H.
Oktavia
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Re: WfbM Eingliederungshilfe

Beitrag von Oktavia »

Dein Freund könnte sich, ggf mit deiner Hilfe an einen Sozialverband wenden, dort Mitglied werden und sich beraten und ggf. vertreten lassen (Widerspruch/Gericht).
Eine Werkstatt kann der richtige Ort sein um sich zu stabilisieren und zu erproben. Dein Freund kann sich auch an die Eingliederungshilfe wenden, die gehören zum Sozialamt.
Du bist glaube ich mit den Entfernungen durcheinander gekommen, oder? Erst waren es 10 km dann nur noch 2,5 km...
3 km gelten übrigens für Kinder (ab10 Jahren) als Schulweg Fussläufig i.O.. Da wird unter 3 km keine Fahrkarte finanziert.
"Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft."
George Bernard Shaw

#WIRSINDMEHR
Hotte Trotte
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Re: WfbM Eingliederungshilfe

Beitrag von Hotte Trotte »

Guten Morgen

Sorry, daß Ich erst jetzt antworte.
Mein Freund könnte mit dem internen Fahrdienst zur
WfbM fahren, der Transport fährt direkt an der Wohnung
vorbei.
Das Problem ist die Heimfahrt.
Da mein Freund belegen kann, da Er alleine ist der nur
halbe Tage arbeitet.
Zwar ist direkt eine Haltestelle an der Wohnung meines Freundes,
und fußläufig eine Haltestelle in unmittelbarar Nähe der WfbM.
Mein Freund würde es ja ggf. Versuchen, mit dem Bus zu fahren.
Das Problem ist aber, daß die Haltestelle an der WfbM nur unregelmäßig
angefahren wird.
Wenn mein Freund vor der Arbeit den Bus nehmen würde, müsste
noch eine Strecke von ca. 2,5 km zurück gelegt werden. Bei Wind und
Wetter, im Regen.
Die Werkstatt wurde über die Kreisverwaltung und die Eingliederungshilfe
vorgeschlagen und genehmigt! Die Betonung liegt darauf, daß die Sache
schon genehmigt war!
Die Sache wurde eingestellt, da mein Freund den ÖPNV nicht nutzen kann.
Die KV sagt sich, daß der ÖPNV zum Einkaufen genutzt wird.
Meinem Freund bleibt keine andere Wahl, als sich 1x wöchentlich in den
Bus zu setzten.
Es wäre ja auch die Möglichkeit des ambulant betreuten Wohnen, kurz BeWo.
So, daß mein Freund Jemanden hat der mit Ihm zum Einkaufen fährt.
Es wurde das BeWo von der KV eingerichtet.
Ja, daß stimmt.
Mein Freund hat einen potentiellen Betreuer kennen gelernt.
Leider hat die Chemie zwischen den Beiden nicht gestimmt, was an der
Erkrankung meines Freundes liegt.
Auch das BeWo wurde von der KV sofort wieder eingestelt!

H.
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