Vertrieb & Werkstatt??

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gjg-cash
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Vertrieb & Werkstatt??

Beitrag von gjg-cash »

Guten Abend,
ich wende mich mit folgender Frage an euch da ich wirklich keine Ahnung habe.
Ich arbeitete in einer als Vertrieb für Elektrogeräte/ Maschinen deklarierten Unternehmen.
Neben dem Vertrieb von Maschinen werden in den gleichen Räumen auch Maschinen instand gesetzt. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Garanatiereparaturen als auch um Lohnreparaturen.
Welche Anforderungen Versicherungstechnisch müssen hinsichtlich der Haftung erfüllt sein? Muss für die Reparaturarbeiten ein verantwortlicher Mitarbeiter die Voraussetzungen Meister/ Techniker/ Ing. erfüllen oder reicht eine einfache Elektrofachkraft? Welche Vorschriften sind ggf. noch zu beachten??
Wo oder wer kann verbindfliche Informationen geben, Ihk HK ??
Vorab schon herzlchen Dank!
G.G.

Zafilutsche
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Beitrag von Zafilutsche »

Na, da bis heute noch niemand geantwortet hat, versuche ich es mal.
Zuerst: Haftbar gemacht wird zuerst der "Geschäftsführer" von einem "Vertrieb" bzw "Hersteller".
Jetzt müßte man die einzelnen Geschäftsprozesse "auseinander klamüsern".
Eine Maschine kommt zur Umarbeitung. Hier soll ein Motor z.B. durch einen stärkeren Motor ersetzt/modifiziert werden.Schwup haben wir keine "Reparatur" mehr, sondern eine neu zu bewertende Maschine/Anlage. Das hat erhebliche Haftungsrelevante Folgen (Konformitätserklärungen einschl CE-Kennzeichnung, Gefahrenbewertungen, Dokumentationen Prüfungen usw.)
Erfolgt keine ich sage es mal umgangssprachlich "Leistungssteigerung" ist die Sache wesentlich einfacher.
Mit dem Instand setzen einer Maschine ist es auch so eine Sache: Wird eine überarbeitete Maschine (z.B. werden einige Teile gereinigt und andere Verschlissene Teile durch neue ersetzt), so ist diese Maschine, wenn Sie in den Verkehr gebracht wird niemals eine "neue" Maschine. Bestenfalls eine neue gebrauchte Maschine oder eine neuwertige. Behandelt wird Sie aber genauso wie eine nagelneue Maschine. Das gilt eben auch für das Gewährleistungsrecht. Allerdings können gebrauchte Maschinen in der Gewährleistungszeit auf 12 Monate reduziert werden, wenn es Vertraglich zwischen beiden Parteien vereinbart wird. Sehr Umfangreich können die Anforderungen an Maschinen sein, die weitergehende Anforderungen erfüllen sollen die über die MaschRL hinausgehen können. (Stichworte: ATEX, EMV, Druckgeräte, Niederspannung u.s.w) Hier sind die Kenntnisse der für die jeweilige Maschine anzuwendenen Richtlinie(n) unverzichtbar.
Um das Thema Verantwortung noch aufzugreifen: Ja, ein GF kann eine gewisse Verantwortung nach unten deligieren. Er muß hierzu sicherstellen und nachweisen können, das die entsprechenden Mitarbeiter über die Kompetenzen und Befugnisse verfügen. Hierzu wird dieser i.d.R. Nachweise führen müssen. (z.B. Regelmäßige Schulungsnachweise, Unterweisungsnachweise, Protokolle usw.)
Aber ich glaube auf diesen Gebieten, kann man sich so richtig austoben. :oops:
Ich hoffe trotzdem, das ich ein bisschen weiterhelfen konnte.
Gruß
Zafilutsche

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