Heckklappe fällt auf den Kopf - wer haftet?

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hfsz762
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Heckklappe fällt auf den Kopf - wer haftet?

Beitrag von hfsz762 »

Hallo!
Folgende fiktive Situation interessiert mich:
Am einem Auto sind die sogenannten Gasdruckfedern der Heckklappe defekt. Das sind die Federn, die die Heckklappe heben und halten. Der Besitzer kauft neue Gasfedern bei einem Ersatzteiilhändler und wechselt diese aus. Nach ca. 6 monaten bricht eine Feder am Gelenk (Materialfehler), Während der Besitzer unter der Klappe steht. Die Klappe fällt den Besitzer auf den Kopf. Er verletzt sich am Kopf. Außerdem wird das Kfz beschädigt durch die abgebrochene Gasfeder (Beule und Kratzer).
Meine Fragen:
- Wer haftet für den Personenschaden?
- wer Haftet für den Sachschaden?
- Kann der Besitzer Schmerzensgeld fordern?
- Was sollte der Besitzer tun?
Vielen Dank für Ihre Einschätzung.

Tastenspitz
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Beitrag von Tastenspitz »

Ca. 6 Monate sind mehr oder weniger als 6 Monate?
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

hfsz762
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Beitrag von hfsz762 »

Sorry - Schreibfehler - es sollte 16 Monate heißen.

SeeD
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Beitrag von SeeD »

Dann sollte geprüft werden ob es ggf. eine freiwillige Herstellergarantie gibt, oder ob auf Kulanz etwas zu machen ist.

Der Alternative Weg wäre ja, durch einen Sachverständigen prüfen zu lassen, ob die Ware bereits beim Verkauf an den Kunden den Mangel hatte, welcher später zum Bruch geführt hat. Da dies wohl in den meisten Fällen v.a. nach 16 Monaten nahezu unmöglich ist, wird da nicht viel zu holen sein. Sollte es dennoch machbar sein, können Ihnen die Experten hier sicher sagen, was für Ansprüche sich dadurch ergeben würden (auf jeden Fall natürlich der Anspruch auf Nachbesserung)

bye

I-user
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Beitrag von I-user »

Wenn ich richtig verstanden habe, geht es hier weniger um Gewährleistungs-, sondern eher um Schadenersatzansprüche.
Falls der Materialfehler nachgewiesen werden kann, kommt u.a. die Produkthaftung in Betracht. Bei Sachschäden gibt es allerdings einen Abzug bis zu 500 Euro. Vom Ersatzteilhändler wäre m.E. kein Schadenersatz zu holen, wenn er den Materialfehler nicht kannte und nicht kennen musste.
"My English is not the yellow from egg, but I can German!"

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