Betrugskauf von "Geldersatz", wer haftet?

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Malgus
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Betrugskauf von "Geldersatz", wer haftet?

Beitrag von Malgus »

Hallo,

wenn ich die Rechtslage nach §§ 1007 und 823 BGB richtig verstanden habe, hat ein Bestohlener Anspruch auf Schadensersatz, wenn ihm Geld gestohlen wird.
Er hat aber keinen Anspruch darauf, dass ihm das selbe Geld erstattet wird.

Wenn man nun eine Art Geldersatz (=> Punkte) annimt, etwas, das mit echtem Geld gekauft wird und das nur dem Zweck dient, damit Leistungen zu bezahlen (es kann aber auch verschenkt/weitergegeben werden), wie sieht die Rechtslage dann aus?

Wenn A per Lastschriftbetrug diese Punkte bei Firma B "kauft" und sie dann an C weitergibt, ist Firma B berechtigt, die Punkte von C einzufordern?
Dabei ist sicher, dass die gestohlenen Punkte weitergeben wurde, da auf dem "virtuellen Konto" von A nur diese Punkte vorhanden waren und eine Ueberziehung unmoeglich ist.

Ich wuerde sagen, dass man die Punkte bzw. den entsprechenden Geldbetrag nur von A einfordern kann, da die Punkte ja als Geld funktionieren und nicht anders definiert werden.

Und noch ein Szenario dazu:

Da die Firma B die Moeglichkeit besitzt, diese Punkte auszugeben und einzusammeln (also die volle Kontrolle darueber hat), nimmt sie C die Punkte einfach wieder weg, um die Verluste zu decken.
Wie weiter gegen A vorgegangen wird, ist nicht bekannt.
Ist das Diebstahl? Oder ist B berechtigt, dsich die Puntke einfach zu nehmen, da es sicher die gestohlenen Punkte sind (soweit, wie man in einem solchen Fall bei virtuellen Punkten ueberhaupt von den selben Punkten reden kann)?



Ich bin nicht besonders bewandert in Sachen Recht, daher hoffe ich, dass kleine Unstimmigkeiten und groesseres Nicht-wissen einfach mal ignoriert werden und mir trotzdem geholfen wird ;-).

gruss
Malgus

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