Brennende Elektroautos

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Zafilutsche
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Brennende Elektroautos

Beitrag von Zafilutsche » 21.03.19, 14:37

Dem politischen "Hype" folgend mit dem Ziel die Anzahl von Elektrofahrzeugen auf unseren Strassen unbedingt erhöhen zu wollen,
sehe ich gleichzeitig das steigende Potential der abfackelnden
Ungetüme!
Müssen diesbezüglich nicht zeitgleich Möglichkeiten geschaffen werden, diese Akkus/Fahrzeuge löschen zu können?
Ich denke man wird wesentlich mehr an dezentralen Orten Löschmittel bereitstellen müssen?
Dürfen E-Fahrzeuge überhaupt in Tiefgaragen einfahren?
Ich habe schon immer riesigen Respekt vor unseren großen Elektrobussen, mit ihren gewaltig dimensionierten Kondensatoren.
Wann da mal die Lutzi abgeht, wird wahrscheinlich eh nur abbrennen lassen die einzigste Wahl sein.

zimtrecht
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Re: Brennende Elektroautos

Beitrag von zimtrecht » 21.03.19, 15:29

Wird wohl so ähnlich laufen wie mit der Ablösung der Pferdefuhrwerke durch die Verbrenner-Automobile. Auch da gab es Sprit zunächst nur in der Apotheke und das Versorgungsnetz war dürftig. Auf Unfälle mit erheblich höherer Geschwindigkeit war man nicht vorbereitet und auch auslaufender oder brennender Treibstoff ist was anderes als etwas Blut aus den gestürzten Pferd.

Zur rechtlichen Frage - so etwas sollte im Feuerwehrgesetz des Landes stehen, im BayFwG:
Art. 1
Aufgaben der Gemeinden
(1) Die Gemeinden haben als Pflichtaufgabe im eigenen Wirkungskreis dafür zu sorgen, daß drohende Brand- oder Explosionsgefahren beseitigt und Brände wirksam bekämpft werden (abwehrender Brandschutz) sowie ausreichende technische Hilfe bei sonstigen Unglücksfällen oder Notständen im öffentlichen Interesse geleistet wird (technischer Hilfsdienst).
(2) 1Zur Erfüllung dieser Aufgaben haben die Gemeinden in den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gemeindliche Feuerwehren (Art. 4 Abs. 1) aufzustellen, auszurüsten und zu unterhalten. 2Sie haben in diesen Grenzen außerdem die notwendigen Löschwasserversorgungsanlagen bereitzustellen und zu unterhalten.
Da ändert man "Löschwasser..." zu "Löschmittel..." und schon werden auch nicht mit Wasser löschbare Brandherde abgedeckt ;-)

Zafilutsche
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Re: Brennende Elektroautos

Beitrag von Zafilutsche » 22.03.19, 09:12

Aus den Beobachtungen, dass Akkus (nicht nur bei E-Autos sondern auch Lapptop, Smartphones, Tablets) dermaßen in Rauch und Asche aufgegangen sind, ist ein Herstellungsfehler sehr wahrscheinlich nicht mehr nachweisbar. Bedeutet: Der Hersteller der Akkus ist bei lückenhaften Nachweisführungen raus. Kommt dann evtl. die Haftpflichtversicherung in Frage? Wenn ja (bei geleasten Akkus) die der Leasingfirma? Oder haftet die Haftpflicht vom E-Auto Besitzer? Was wenn z.B. der Gemeinschaftscarport abfackelt? Und was wenn unklar ist, ob ein Fehler am Ladegerät/Ladekabel/Ladestecker/Laderegler/Akku den Brand auslöst?
Wer ist in der Pflicht den Nachweis zu erbringen und wer kommt für den Schaden auf?
Ich frage mich auch noch, wenn mehrere Nachbarn nun gleichzeitig ein E-Auto sich anschaffen, ob das vorhandene Stromnetz in der Wohnsiedlung überhaupt in der Lage wäre diese "Kapazitäten" (das gleichzeitige Laden zum Feierabend von z.B. 20 E-Autos) zu bewältigen?
Irgendwie beschleicht sich das Gefühl das da weniger geplant wird, aber lieber ein Aktionismus betrieben wird, wie mehr Fahrzeuge an den Mann gebracht werden können. Ausbaden werden die künftigen "Dramen" wahrscheinlich (so wie aktuell die Dieselfahrer mit den Fahrverboten) die Käufer von E-Fahrzeugen. Die dann an mehreren Fronten selber wieder kämpfen müssen. Der Gesetzgeber und die Hersteller halten sich dann vornehm zurück und die Versicherungsbranche öffnet schon den Schampus. Schöne neue E-Welt.

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Re: Brennende Elektroautos

Beitrag von windalf » 22.03.19, 09:17

Die Frage ist so ähnlich wie Flugzeuge könnten abstürzen und auf Häuser fallen. Sollten wir das Fliegen verbieten...
...fleißig wie zwei Weißbrote
0x2B | ~0x2B
Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

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Re: Brennende Elektroautos

Beitrag von Zafilutsche » 22.03.19, 09:20

@windalf Deswegen gibt's Flugverbotszonen (z.B. über Atomkraftwerke). Da wartet man ja auch nicht ab, bis der Absturz eingetroffen ist, um dann ein Überflug Verbot auszusprechen. :oops:

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Re: Brennende Elektroautos

Beitrag von Tastenspitz » 23.03.19, 07:31

Zafilutsche hat geschrieben:Ich denke man wird wesentlich mehr an dezentralen Orten Löschmittel bereitstellen müssen?
Und was soll das nutzen? Ein Löschmittel ist nur so gut wie derjenige, der es einsetzt. Wenn überhaupt würde nur ein Automatismus im Fahrzeug Sinn machen. Vergleichbar mit dem Airbag. Beim Aufprall wird die Batterie getrennt zB..
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

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Re: Brennende Elektroautos

Beitrag von FM » 23.03.19, 08:12

Zafilutsche hat geschrieben: Ich frage mich auch noch, wenn mehrere Nachbarn nun gleichzeitig ein E-Auto sich anschaffen, ob das vorhandene Stromnetz in der Wohnsiedlung überhaupt in der Lage wäre diese "Kapazitäten" (das gleichzeitige Laden zum Feierabend von z.B. 20 E-Autos) zu bewältigen?
Wenn es denn nur 20 wären. In einer Wohnsiedlung eher einige 100, in ganz Deutschland zig Millionen jede Nacht und oft auch tagsüber, wenn die Hoffnungen sich erfüllen. Gleichzeitig werden viele Kraftwerke abgeschaltet und nachts hilft auch Solarstrom nicht viel.

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Re: Brennende Elektroautos

Beitrag von Zafilutsche » 11.06.19, 10:52

Hier haben die Entscheidungsträger die Lösungssuche ihrer Problem Entscheidungen auf die Feuerwehr abgewälzt.
Das finde ich immer so toll, dass der Gesetzgeber/Entscheidungsträger selbst auf ein Risikomanagement drängt und jeden "Furz" normen und dokumentieren lässt, aber wenn's an die eigene Nase gehen soll, ist das alles ja ganz anders.

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