Gemeinsames Lernen (Inklusion) in NRW

Moderator: FDR-Team

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Mieter_NRW
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Gemeinsames Lernen (Inklusion) in NRW

Beitrag von Mieter_NRW »

Hallo.

Person A möchte sein Kind an einer Grundschule anmelden. Das Kind hat Autismus. Der Rektor (der Grundschule) versucht Person A dazu zu drängen, dass Kind an einer Förderschule anzumelden. Person A lenkt ein und schaut sich alle Optionen an und kommt (nach Monaten) zum Schluss, dass er sein Kind immer noch an der Grundschule anmelden möchte. Der Rektor lässt nicht locker und macht a) Druck (Vorwürfe) und den Eindruck, dass das Kind nicht erwünscht ist. Er spricht es nicht direkt aus, aber es kommt genau das bei raus, wenn man zuhört.

Wie ist die Rechtslage? Muss Person A sich für seine Entscheidung rechtfertigen? Für jedes Argument (Pro Grundschule / Contra Förderschule) werden 10 neue Argumente aus dem Hut gezaubert.

Altbauer
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Re: Gemeinsames Lernen (Inklusion) in NRW

Beitrag von Altbauer »

Mieter_NRW hat geschrieben:
06.05.20, 03:48
Person A möchte sein Kind an einer Grundschule anmelden
Mieter_NRW hat geschrieben:
06.05.20, 03:48
Für jedes Argument (Pro Grundschule / Contra Förderschule) werden 10 neue Argumente aus dem Hut gezaubert.
Gibt es irgendwelche Gutachten (Psychologin/Psychologe z.B. ) über die Beschulbarkeit des Kindes?

Tastenspitz
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Re: Gemeinsames Lernen (Inklusion) in NRW

Beitrag von Tastenspitz »

Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

Kurt Knitz
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Re: Gemeinsames Lernen (Inklusion) in NRW

Beitrag von Kurt Knitz »

Mieter_NRW hat geschrieben:
06.05.20, 03:48
Person A möchte sein Kind an einer Grundschule anmelden. Das Kind hat Autismus.
(...)
Wie ist die Rechtslage? Muss Person A sich für seine Entscheidung rechtfertigen?
Mir scheint, in NRW entscheidet die Schulbehörde, in welche Schule das Kind aufgenommen werden wird.

Wie war denn die Situation im Kindergartenalter?
Gab es schon eine Feststellung von sonderpädagogischem Förderbedarf?
https://www.schulministerium.nrw.de/doc ... index.html

Waren die Eltern mit dem Kind schon einmal zur Beratung in einem Sozialpädiatrischen Zentrum SPZ?
https://www.dgspj.de/institution/sozial ... e-zentren/

Kennen die Eltern andere Eltern von Autismus-Kindern, die die Einschulung an einer Grundschule angestrebt haben?

Gruß
Kurt
Die Schulgesetze der einzelnen Bundesländer und vieles mehr kann man finden über den Deutschen Bildungsserver:
https://www.bildungsserver.de/Schulrecht-72-de.html#Schulrecht_der_Laender

Mieter_NRW
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Re: Gemeinsames Lernen (Inklusion) in NRW

Beitrag von Mieter_NRW »

Hallo.

Danke für die Antworten.

Die Autismus-Diagnose ist vom SPZ (gesicherte Diagnose). Es wurde auch kürzlich ein Gutachten gemacht, was wohl bei allen Behinderten Kindern (in NRW) gemacht wird. Als dann die Frage kam, was Person A sich wünscht, hat dieser sich für die Grundschule entschieden.

Wie ich es verstanden habe, können Eltern selbst entscheiden, an welcher Schulform das Kind beschult werden soll. Das Problem ist der Rektor, der hier Druck (Stress) auf die Eltern ausübt und das Kind offensichtlich nicht an seiner Schule haben möchte. Der ältere Bruder ist übrigens auch auf dieser Schule (4. Klasse).

Altbauer
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Re: Gemeinsames Lernen (Inklusion) in NRW

Beitrag von Altbauer »

Mieter_NRW hat geschrieben:
06.05.20, 17:54
s wurde auch kürzlich ein Gutachten gemacht, was wohl bei allen Behinderten Kindern (in NRW) gemacht wird. Als dann die Frage kam, was Person A sich wünscht, hat dieser sich für die Grundschule entschieden.
War in dem Gutachten kein Rat bzgl. der Wahl der Schulart enthalten?

Mieter_NRW
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Re: Gemeinsames Lernen (Inklusion) in NRW

Beitrag von Mieter_NRW »

Person A hat das Gutachten nicht mit eigenen Augen gesehen. Der Gutachter ist selbst Lehrer an eben dieser Förderschule. Das Kind wurde nur einmal für eine Stunde begutachtet. Danach kam halt die Corona-Kriese und dann lief alles via Telefon.

Der Gutachtet möchte das Kind an seiner Schule haben, was aber klar war.

Kurt Knitz
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Re: Gemeinsames Lernen (Inklusion) in NRW

Beitrag von Kurt Knitz »

Mieter_NRW hat geschrieben:Es wurde auch kürzlich ein Gutachten gemacht, was wohl bei allen Behinderten Kindern (in NRW) gemacht wird.
Das ist dann wohl das Gutachten nach § 13 der Verordnung über die sonderpädagogische Förderung AO-SF.
Wie ich es verstanden habe, können Eltern selbst entscheiden, an welcher Schulform das Kind beschult werden soll.
Haben Sie irgendwelche schriftlichen Quellen, die diese Rechtsauffassung stützen können?
Person A hat das Gutachten nicht mit eigenen Augen gesehen.
Warum nicht?
Die Schulgesetze der einzelnen Bundesländer und vieles mehr kann man finden über den Deutschen Bildungsserver:
https://www.bildungsserver.de/Schulrecht-72-de.html#Schulrecht_der_Laender

Tastenspitz
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Re: Gemeinsames Lernen (Inklusion) in NRW

Beitrag von Tastenspitz »

Mieter_NRW hat geschrieben:
06.05.20, 18:26
Person A hat das Gutachten nicht mit eigenen Augen gesehen.
Das sollte man nachholen. Bald.
Mieter_NRW hat geschrieben:
06.05.20, 18:26
Der Gutachtet möchte das Kind an seiner Schule haben, was aber klar war.
Klar warum?
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

Mieter_NRW
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Re: Gemeinsames Lernen (Inklusion) in NRW

Beitrag von Mieter_NRW »

Person A hat mit dem Schulamt gesprochen. Laut Schulamt hat Person A das Recht, dass Kind in der Grundschule beschulen zu lassen. Der Rektor hat darüber nicht zu entscheiden und keinerlei Mitspracherecht.

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