Einspruch gegen Note auf dem Zeugnis ist der 11. Klasse ?!?!

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TuffiGeygel
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Einspruch gegen Note auf dem Zeugnis ist der 11. Klasse ?!?!

Beitrag von TuffiGeygel » 02.07.12, 15:46

hallo

ich mache im Moment mein Abi und bin in der 11. Klasse. Am Freitag gibt es Zeugnisse. Mein Problem ist jetzt, dass ich eine Nachprüfung in Mathe machen muss, weil ich die 5 in Mathe nicht mit der 4 in Deutsch und der 4 in Englisch ausgleichen kann. Da ich eine 5 mit einer 3 ausgleichen muss. Ich habe aber mich natürlich schon ein paar Wochen vor den Zeugnissen schon um meine Noten erkundigt. Das ich in Englisch eine 4 bekomme und in Mathe eine 5 war sicher. Aber ich habe auch mit meiner Deutschlehrerin gesprochen. Die hat mir gesagt in dem Gespräch das ich zwischen 3- und 4+ schwanke und Sie Zeugniskonferenz abwarten möchte. Sie hat dann gesagt das Sie mir keine Steine in den Weg legen möchte und Sie es mir ermöglichen möchte, dass ich in die 12. Klasse komme. Sie meinte wenn es auf Sie ankommt würde Sie mir die bessere Note also die 3 geben. Und da es auf Sie ankam wäre ich also versetzt. Also habe ich mein Urlaub bzw. meine Ferien natürlich so geplant das ich keine Nachprüfung machen muss. Und nun 3 Tage vor den Zeugnissen wurde mir gesagt das ich eine Nachprüfung machen muss, ohne jegliche Warnung. Meine Frage wäre jetzt ob ich irgendwie in Berufung gehen kann oder mich beschweren kann. Denn sowas finde ich absolut unfair und wirklich unverschämt mir ins Gesicht zu lügen. Abgesehen davon ist meine Deutschlehrerin eine Referendarin und sehr unerfahren. Neben der " Lüge " die mir erzählt wurde ist zum anderen die Note zwischen 3- und 4+ zu 100% falsch bewertet. Denn es zählen die letzten 2 Klausuren für die schriftliche Note und die habe ich beide 3 geschrieben. Also stehe ich schriftlich 3. Und mündlich bin ich einer der besten und werde von Ihr sogar nur gelobt. Also würde es heißen ich muss mündlich 5 stehen damit in der Endnote eine 4 rauskommt, denn die Endnote ergibt sich aus der mündlichen ("5") und schriftlichen (3) Note. Also 50/50.
Wie ist die Rechtslage??

Ich bin über jede Antwort dankbar.

Old Piper
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Re: Einspruch gegen Note auf dem Zeugnis ist der 11. Klasse

Beitrag von Old Piper » 02.07.12, 17:31

Hallo Tuffi,

du erwartest jetzt hier eine geschichtliche, philosophische oder theoretische Antwort? Oder hast du dich nur im Forum vertan?
MfG
Old Piper
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Behörden- und Gerichtsentscheidungen sind zwar oft recht mäßig, aber meistens rechtmäßig.

Roderik
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Re: Einspruch gegen Note auf dem Zeugnis ist der 11. Klasse

Beitrag von Roderik » 02.07.12, 19:06

Lieber TE,

Deine Ausführungen sind mit Sicherheit nicht ganz vollständig.

Einerseits planst Du Deinen Urlaub, weil Du mit einer 3- einverstanden wärst und damit ja versetzt wärst und denkst nicht über einen Fehler in der Notengebung nach.

Andererseits kommst Du jetzt, wo die 4+ statt der 3- gegeben wurde, auf die Idee, dass die Notengebung der Lehrkraft völlig ungerecht und unsachlich wäre.

Das halte ich für wenig glaubwürdig.

Halten wir folgende rechtliche Aspekte einmal fest:

Notengarantien oder -absprachen haben rechtlich keine bindende Wirkung.

Die Leistungen im Fach Deutsch von den Leistungen in anderen Fächern abhängig zu machen, ist eigentlich auch nicht rechtens, weil die sachliche Grundlage fehlt. Hier kann aber im Nachhinein der pädagogische Spielraum genutzt werden und die Note so begründet werden. In den meisten Konferenzen, die ich erlebt habe, wurde das zugunsten des Schülers getan - das heißt es wäre in vergleichbaren Fällen die 3- gegeben worden.

Die Lehramtsanwärterin ist von ihrem Rechtsstatus her für Dich wie eine "echte" Lehrerin anzusehen, wenn die Note im eigenverantwortlichen Unterricht erteilt wurde.

So, nun die Rückfragen:

Worum geht es Dir jetzt?

Geht es Dir um die nicht gegebene 3- oder geht es Dir um die ungerechte Benotung Deiner sonstigen Mitarbeit?
Und welche Note hast Du für die mündliche Mitarbeit im ersten bzw. im zweiten Quartal erhalten?

Damit ließen sich nämlich auch Deine Selbsteinschätzung und die Diskrepanz zwischen dem Loben und der angeblichen mündlichen fünf erklären.
Und gerade bei Letzterem sehe ich Deinerseits erheblichen Klärungsbedarf.

Gruß
Roderik

P.S. Und noch etwas: Du bleibst nicht wegen der Referendarin sitzen sondern wegen der 5 in Mathe. Hättest Du die nicht, wäre die Deutschnote, sofern sie nicht fünf gewesen wäre, egal.

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