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recht.de • Thema anzeigen - Mangelhafte Hygienezustände an Grundschule NRW
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BeitragVerfasst: 19.09.14, 23:39 
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Chavah hat geschrieben:
Hi,
was spricht eigentlich dagegen, dass die Eltern den Kindern einen kleinen Kulturbeutel mit Inhalt mitgeben?
Chavah

Dagegen spricht, dass es nicht die Aufgabe der Eltern ist, hygienische Mangelzustände an der Grundschule zu kompensieren.
Mal abgesehen davon, dass das durchaus eine temporäre Notlösung sein kann.
Allerdings kann ich mir nur schwerlich vorstellen, dass die Kinder in der Spielpause lieber ihren Kulturbeutel hüten, anstatt nach dem Toilettengang nur schnellstmöglich ihren Spieltrieb nachzugehen.
Chavah hat geschrieben:
@ bdirk: da sieht man mal, wie zeitig teilweise schon die Erziehzungsfähigkeit zu Hause nachgelassen hat. Meine Kids hätten nie einen kleinen Kulturbeutel verschlampt.
Chavah

Klosterschüler?
schneckenkorn hat geschrieben:
... In der Reinigung an Schulen legen sie ein Tempo vor welches alleine ca 6-8 Klassenräumen /h ( 1 Person ) entspricht.

Und alles, ohne das Wischwasser auch nur 1x zu wechseln und mit dem gleichen Lappen werden dann auch noch die Schulbänke der Kinder kontaminiert. Von den Türklinken ganz zu schweigen. Da passt bestimmt noch eine Toilettenraumreinigung dazwischen.

Leider sind den Schulen hohe Anmeldezahlen wichtiger, als aktiv etwas gegen die desolaten Hygienezustände zu unternehmen. Das darf man wohl für die allermeisten Schulen durch die Bank vermuten.

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BeitragVerfasst: 20.09.14, 07:18 
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Kommunen lassen Schulen verwahrlosen, weil Kinder nicht so wichtig sind.


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BeitragVerfasst: 20.09.14, 17:49 
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Nee, hier geht es doch gar nicht um die Bausubstanz der Schule. Es geht schlicht und ergreifend darum, dass gewisse Leistungen nicht mehr erbracht werden können. Die aber von den Eltern erbracht werden können. Ohne weiteres. Wobei ich mich frage, ob Handücher und Seife wirklich zum Rahmen dessen gehören, was der Staat zur Verfügung stellen muss.

Und, die Kinder sind dem Staat nicht einerlei. Wirklich nicht. Man schaue nur auf die Anstrengungen für Kitas. Auf Ausbildungsförderungen u.s.w.

Nur, je mehr der Staat tut, desto mehr ziehen sich die Eltern aus der Verantwortung zurück, die sie ja primär haben. Das ist keine Lösung.

Chavah


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BeitragVerfasst: 20.09.14, 18:50 
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karli hat geschrieben:
bdirk75 hat geschrieben:
Und wenn sie eine halbe Stunde benötigt, bekommt sie trotzdem 10 Minuten bezahlt!
Das halte ich Arbeitsrechtlich für ziemlich fragwürdig und würde es eher als Urban Legend abtun.


Über die arbeitsrechtliche Fragwürdigkeit braucht man glaube ich nicht viel zu sagen!

Tatsache ist, dass (zumindest im privatwirtschaftlichen Bereich) die Arbeitskräfte "nach Objekt" und mit "fester Zeitvorgabe" arbeiten (neutral ausgedrückt).

Was schlussendlich in der Praxis bedeutet, dass eben exakt diese Zeitvorgabe bezahlt wird. Ob diese Vorgaben realistisch sind, sei einmal dahingestellt. :wink:

Ansonsten darf ich versichern, dass es sich eben nicht um eine "urban legend" handelt, sondern um gängige Praxis!

Gruß


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BeitragVerfasst: 20.09.14, 19:13 
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Beiträge: 19404
karli hat geschrieben:
bdirk75 hat geschrieben:
Und wenn sie eine halbe Stunde benötigt, bekommt sie trotzdem 10 Minuten bezahlt!
Das halte ich Arbeitsrechtlich für ziemlich fragwürdig und würde es eher als Urban Legend abtun.
Arbeitsrechtlich ist der Akkordlohn zulässig. Putzt einer schneller, dann hat er eben früher Feierabend.

Da aber in den meisten Fällen die Leistung in der vorgegebenen Zeit nicht erbracht werden kann, verringert sich hier tatsächlich der Stundenlohn (meist sogar unter dem branchenüblichen Mindest(zeit)lohn).

bdirk75 hat geschrieben:
Ansonsten darf ich versichern, dass es sich eben nicht um eine "urban legend" handelt, sondern um gängige Praxis!
Dies sehe ich auch so. Frontal 21 geht genau auf diese Problematik ein.


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BeitragVerfasst: 20.09.14, 19:36 
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Beiträge: 1127
Zitat:
Arbeitsrechtlich ist der Akkordlohn zulässig. Putzt einer schneller, dann hat er eben früher Feierabend.


Auch nur Theorie, da er ja warten muss, bis er zum nächsten Objekt gebracht wird. Als "Feierabend" kann man das wohl eher nicht bezeichnen! :wink:

Zitat:
Da aber in den meisten Fällen die Leistung in der vorgegebenen Zeit nicht erbracht werden kann, verringert sich hier tatsächlich der Stundenlohn (meist sogar unter dem branchenüblichen Mindest(zeit)lohn).


Und genau so ist die Praxis! Wie auch sonst soll ein dem Kunden angebotener Stundensatz von 17,50 € möglich sein, wenn allein der tarifliche Lohn zwischen 9,31 und 12,33 €/h liegt? :shock:

Zitat:
Zitat:
bdirk75 hat geschrieben:
Ansonsten darf ich versichern, dass es sich eben nicht um eine "urban legend" handelt, sondern um gängige Praxis!

Dies sehe ich auch so. Frontal 21 geht genau auf diese Problematik ein.


Ich sehe das nicht nur so, sondern es ist mir zumindest von zwei lokalen Unternehmen bekannt.


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BeitragVerfasst: 23.09.14, 09:55 
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Chavah hat geschrieben:
.... Es geht schlicht und ergreifend darum, dass gewisse Leistungen nicht mehr erbracht werden können. Die aber von den Eltern erbracht werden können. Ohne weiteres. Wobei ich mich frage, ob Handücher und Seife wirklich zum Rahmen dessen gehören, was der Staat zur Verfügung stellen muss....
Chavah

Wobei ich mich frage, wo Sie leben und wie Sie recherchieren? Bitte teilen Sie doch mal Ihre Quellen mit uns.

Ich darf mal anfangen: VDI 6000, Blatt 6, Ausstattung von und mit Sanitärräumen Kindergärten, Kindertagesstätten, Schulen.
Unter Punkt 12 Hygiene-Anforderungen findet man:
Als Einrichtungen zum Händetrocknen sind Einmalhandtücher
aus Papier- oder Stoffhandtuchspendern
oder elektrische Warmlufthändetrockner geeignet.
Als Einmalhandtücher kommen z.B. in Frage:
Papierhandtücher, die aus einem Handtuchspender,
von einer Rolle oder einer Ablage entnommen
werden können
• Textilhandtuchautomaten....

Unter Punkt 13 Betrieb und Instandhaltung heißt es:
Zur Aufrechterhaltung eines bestimmungsgemäßen
Betriebes sind regelmäßig Kontrollen auf sichere
Funktion und Mängelfreiheit vorzunehmen. Die Voraussetzung
für einen störungsfreien Betrieb wird darüber
hinaus durch geeignete Maßnahmen, wie Inspektion
und Wartung, erreicht.

und:
Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass nicht nur die
offensichtlichen Verunreinigungen beseitigt werden.
Vor allem bei nachfolgenden Einrichtungen, die mit
Körperkontakt benutzt werden, ist eine besondere
Reinigung erforderlich:
• Klosettsitze
• Türdrücker
• Armaturen
• Stützgriffe
Seifenspender


Sie gehen also gerne da aufs Klo, wo Sie sich Seife und Handtuch selber mitbringen müssen? Bitte beachten Sie, dass Sie den selbst mitgebrachten Müll wieder mit nach Hause nehmen; aber Sie und Ihre Kleinen haben ja Ihren Kulturbeutel stets griffbereit :lachen:

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BeitragVerfasst: 26.09.14, 09:23 
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Ich entnehme der Verordnung nicht, dass der Träger die Auffüllung finanzieren muss.

Chavah


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BeitragVerfasst: 26.09.14, 11:25 
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Hallo,

http://www.umweltbundesamt.de/sites/def ... g/3689.pdf

und die DIN 77400

helfen wohl bei dieser Diskussion.


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BeitragVerfasst: 26.09.14, 13:36 
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Beiträge: 5258
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michael61s hat geschrieben:
Hallo,

http://www.umweltbundesamt.de/sites/def ... g/3689.pdf

und die DIN 77400

helfen wohl bei dieser Diskussion.

Hallo michael61s.
Herzlichen Dank für diesen "Link" zu diesem Leitfaden!
Zumindest kann man als Elternschaft/Förderverein mit solchen Leitfäden, RL und DIN Nummern aufzeigen was Stand der Technik ist. :D
Aber m.E. steckt der Fehler an Grundschulen im System und die Auswirkung dass die Sanitären Anlagen in einem desaströsen Zustand sich befinden, sind tatsächlich nur die Symptome einer schlecht arbeitenden Organisation. (Daher verstehe ich persönlich auch diese ewige Zurückhaltung von Schulleitern wenn es um solche Themen geht)
Bildung kostet Geld -Gar keine Frage
Kostet schlechte Bildung weniger Geld?
Es fehlt an den Grundschulen eine "Lobbyarbeit". Im modernen Management würde man von einer Kunden/ Lieferanten Beziehung sprechen.
Die Kunden wären die Schulkinder. Der Lieferant wäre die Grundschule.
Der Kunde möchte Rüstzeug für sein Leben bekommen (z.B. Wissen, Lerntechniken, Förderung von Talenten, Fertigkeiten ...) welches mittels Zeugnis Dokumentiert wird, um z.B. die Zugangs Voraussetzungen für die eine oder andere weiterführende Schule zu erfüllen.
Der Lieferant (Schule/Schulträger) liefert die notwendige "Infrastruktur" (Gebäude, Sanitäre Einrichtung, Heizung, Lehrer, Lehrpläne, Bewertungssysteme, ect. pp)
Tatsächlich fehlt (so beobachte ich es zumindest bei unserer Grundschule) die Eigenverantwortlichkeit. Alles muß irgendwo zeitaufwändig beantragt werden.
Stellen (jüngst wieder) können erst ausgeschrieben werden, wenn der Schulleiter oder Schulleiterin erst def. in den Ruhestand gegangen ist (Zeitverlust bis die Stelle neu besetzt ist) und dann die leider grottenschlechte Planung und Organisation.
Ich bekomme immer einen Fön, wenn die genannten Probleme regelmäßig abgeschüttelt oder ignoriert werden (Aber sehr viele sich darüber Aufregen dass nichts läuft oder wenn, dann sehr schwerfällig läuft. Ich sag nur "schlimmer geht immer"!


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