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recht.de • Thema anzeigen - Jetzt amtlich: Moscheebesuch für deutsche Schüler Pflicht
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BeitragVerfasst: 21.06.17, 23:48 
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shz.de hat geschrieben:
Mit dem Besuch der Moschee im Rahmen des Geographie-Unterrichts entspreche die Schule dem grundlegenden pädagogischen Ziel des Schulgesetzes von Schleswig-Holstein: „Die Schule soll die Offenheit des jungen Menschen gegenüber kultureller und religiöser Vielfalt, den Willen zur Völkerverständigung und die Friedensfähigkeit fördern“, so der Behördensprecher. Der Moscheebesuch sei eine verpflichtende Unterrichtsveranstaltung.
Soll das nun heißen, Religionsfreiheit, einschließlich der negativen Religionsfreiheit, muss hinter der neuen "Volkserziehung" zum bunten Deutschen zurückstecken? Ist das nicht eine recht eigenwillige Auslegung unseres Grundgesetzes?

Wobei, die Durchsetzung des Bußgeldes auch vor Gericht scheint ja zu zeigen, dass es das Bildungsministerium genau so sieht. Und die Schule hat es natürlich ganz schlau gemacht. Geographie - ein harmloseres Fach kannte wohl keiner von uns in seiner Schulzeit. Wie kann diese harmlose Geographie ein Grundrecht aushöhlen, die tut doch nichts! Hat doch nichts mit Religion zu tun, diese Geographie. Und die Moschee auch nicht. Bezeichnend!

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BeitragVerfasst: 22.06.17, 08:11 
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Gegen einen Moscheebesuch spricht imho doch eigentlich nichts, so lange da niemand bekehrt werden soll oder anderweitig genötigt wird. Es muss halt nur bei einer Besichtung bleiben. Interessanter wird es doch eigentlich erst, wenn von den Schülern verlangt wird ein bestimmtes Verhalten an den Tag zu legen. Es dürfte viel interessanter sein zu diskutieren, ob zum Beispiel von den Mädchen verlangt werden darf sich die Haare mit einem Tuch zu verhüllen oder ob die halt so wie die sind die Moschee besichtigen dürfen...

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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.


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BeitragVerfasst: 22.06.17, 10:23 
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Bei uns war es ein Besuch des Doms im Zusammenhang mit dem Geschichtsunterrichts. Da sind wir auch alle hin, egal welche Konfession. Umgetauft wurde damal keiner :lol:


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BeitragVerfasst: 22.06.17, 10:41 
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Zitat:
Jetzt amtlich: Moscheebesuch für deutsche Schüler Pflicht

Das ist wieder eine der üblichen braun-säuerlichen Übertreibungen des Nordländers. Erinnert mich stark an die Schlagzeilen der 4-Buchstaben-Zeitung.
Viel Wind und nix dahinter.
windalf hat geschrieben:
Es dürfte viel interessanter sein zu diskutieren, ob zum Beispiel von den Mädchen verlangt werden darf sich die Haare mit einem Tuch zu verhüllen oder ob die halt so wie die sind die Moschee besichtigen dürfen...

Das ist Sache der Gastgeber. Als Gast macht man das dann halt oder bleibt eben draußen.

Edit: @Nordland. Eine Antwort brauche ich nicht/lese ich nicht. Ahoi.

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BeitragVerfasst: 22.06.17, 11:02 
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Nordland hat geschrieben:
... Soll das nun heißen, Religionsfreiheit, einschließlich der negativen Religionsfreiheit, muss hinter der neuen "Volkserziehung" zum bunten Deutschen zurückstecken? Ist das nicht eine recht eigenwillige Auslegung unseres Grundgesetzes?
...



Nein, im Gegenteil, die Schule erfüllt ihren gesetzlichen Auftrag. So oder so ähnlich steht das in allen SchulGen, hier SH:

Zitat:
§ 4
Pädagogische Ziele
...
(6) Die Schule soll die Offenheit des jungen Menschen gegenüber kultureller und religiöser Vielfalt, den Willen zur Völkerverständigung und die Friedensfähigkeit fördern. Sie soll den jungen Menschen befähigen, die besondere Verantwortung und Verpflichtung Deutschlands in einem gemeinsamen Europa sowie die Bedeutung einer gerechten Ordnung der Welt zu erfassen.


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BeitragVerfasst: 22.06.17, 12:21 
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Mag ja sicherlich nicht verkehrt sein sich so ein "Ding" auch mal anzugucken.

Sofern man jetzt aber die Sache verpflichtend macht, sollte man auch die Kirchenbesuche der Schulen als verpflichtenden Bestandteil einführen.

Hier wird es z.B. Muslimen grundsätzlich selbst überlassen ob sie die Kirche mit besuchen oder zu Hause bleiben.


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BeitragVerfasst: 22.06.17, 12:24 
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Rabenwiese hat geschrieben:
...
Hier wird es z.B. Muslimen grundsätzlich selbst überlassen ob sie die Kirche mit besuchen oder zu Hause bleiben.



Das geht allerdings nicht.

Wo ist das geschehen?


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BeitragVerfasst: 22.06.17, 12:41 
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freemont hat geschrieben:
Rabenwiese hat geschrieben:
...
Hier wird es z.B. Muslimen grundsätzlich selbst überlassen ob sie die Kirche mit besuchen oder zu Hause bleiben.



Das geht allerdings nicht.

Wo ist das geschehen?




In NRW


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BeitragVerfasst: 22.06.17, 12:50 
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Rabenwiese hat geschrieben:
...
In NRW



Und wo genau da?
Das ist klar rechtswidrig.

Zitat:
(7) Die Schule ist ein Raum religiöser wie weltanschaulicher Freiheit. Sie
wahrt Offenheit und Toleranz gegenüber den unterschiedlichen religiösen,
weltanschaulichen und politischen Überzeugungen und Wertvorstellungen.


Genau dasselbe Thema ist ja der Schwimmunterricht, Klassenfahrten usf.

Ich nehme mal an, dass die neue Landesregierung umsteuern wird, der Integration zuliebe


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BeitragVerfasst: 22.06.17, 13:02 
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Rabenwiese hat geschrieben:
... sollte man auch die Kirchenbesuche der Schulen als verpflichtenden Bestandteil einführen.
Hier wird es z.B. Muslimen grundsätzlich selbst überlassen ob sie die Kirche mit besuchen oder zu Hause bleiben.

Also Kirchenbesuch im Sinn von Kirchenbesichtigung/Führung ohne Gottesdienst? Naja, dann kündigt die Lehrkraft eben an, dass in der kommenden Woche eine Probe über bei der Führung gelernten Dinge geschrieben wird. Man kann sich natürlich freiwillig der Vorbereitung verweigern...


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BeitragVerfasst: 22.06.17, 13:39 
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Rabenwiese hat geschrieben:
Hier wird es z.B. Muslimen grundsätzlich selbst überlassen ob sie die Kirche mit besuchen oder zu Hause bleiben.

Man muss hier unterscheiden. Geht es um die einmalige Besichtigung eines Gebäudes aka "Kirche" oder um einen Gottesdienstbesuch.

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BeitragVerfasst: 22.06.17, 15:28 
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Tastenspitz hat geschrieben:
Zitat:
Jetzt amtlich: Moscheebesuch für deutsche Schüler Pflicht

Das ist wieder eine der üblichen braun-säuerlichen Übertreibungen des Nordländers. Erinnert mich stark an die Schlagzeilen der 4-Buchstaben-Zeitung.
Viel Wind und nix dahinter.
windalf hat geschrieben:
Es dürfte viel interessanter sein zu diskutieren, ob zum Beispiel von den Mädchen verlangt werden darf sich die Haare mit einem Tuch zu verhüllen oder ob die halt so wie die sind die Moschee besichtigen dürfen...

Das ist Sache der Gastgeber. Als Gast macht man das dann halt oder bleibt eben draußen.

Edit: @Nordland. Eine Antwort brauche ich nicht/lese ich nicht. Ahoi.

Und wie wird die Moschee dann besucht (was ja Pflicht sein soll) wenn man sich den Regeln des Gastgebers nicht unterwerfen möchte?

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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.


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BeitragVerfasst: 22.06.17, 18:27 
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Nordland hat geschrieben:
Soll das nun heißen, Religionsfreiheit, einschließlich der negativen Religionsfreiheit, muss hinter der neuen "Volkserziehung" zum bunten Deutschen zurückstecken? Ist das nicht eine recht eigenwillige Auslegung unseres Grundgesetzes?
Deine Suggestivfragen sprechen Bände, und zwar über dich. Wie wohl unschwer zu erkennen ist geht es um Bildung und nicht um die aktive Teilnahme an religiösen Aktivitäten. Der Besuch einer Kriegsgedenkstätte rüttelt ja auch nicht an Artikel 4 GG.

windalf hat geschrieben:
Und wie wird die Moschee dann besucht (was ja Pflicht sein soll) wenn man sich den Regeln des Gastgebers nicht unterwerfen möchte?
Wahrscheinlich in etwa so: https://www.google.de/search?q=schulkla ... s&tbm=isch


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BeitragVerfasst: 22.06.17, 20:40 
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Tastenspitz hat geschrieben:
Zitat:
Jetzt amtlich: Moscheebesuch für deutsche Schüler Pflicht
Das ist wieder eine der üblichen braun-säuerlichen Übertreibungen des Nordländers. Erinnert mich stark an die Schlagzeilen der 4-Buchstaben-Zeitung.
Leider nein. Du lebst wohl weiterhin in dem Wunsch, das Postfaktische möge Überhand nehmen, man dürfe also die Wahrheit nicht sagen, wenn es nicht ins Systemdenken passt. Richtig ist, dass eine Behörde, also ein Amt, Eltern dafür bestraft, weil sie einen Moscheebesuch als Pflichtveranstaltung betrachten. Die von dir zitierte Überschrift ist dementsprechend tadellos. Dass du sie dennoch kritisierst, zeigt deine bedenkliche Einstellung zu Fakten.

Tastenspitz hat geschrieben:
windalf hat geschrieben:
Es dürfte viel interessanter sein zu diskutieren, ob zum Beispiel von den Mädchen verlangt werden darf sich die Haare mit einem Tuch zu verhüllen oder ob die halt so wie die sind die Moschee besichtigen dürfen...
Das ist Sache der Gastgeber. Als Gast macht man das dann halt oder bleibt eben draußen.
Nicht gelesen oder nicht verstanden? Die Eltern wollten gerade eben, dass ihr Kind nicht in die Moschee geht, und sollen dafür vor Gericht gezerrt werden. Und zwar genau deswegen, weil es die freie, vom Grundgesetz ausdrückliche Entscheidung eines jeden einzelnen ist, ohne religiöse Veranstaltungen zu leben.

Tastenspitz hat geschrieben:
Edit: @Nordland. Eine Antwort brauche ich nicht/lese ich nicht. Ahoi.
Zu spät, Taste. Das hast du wohl schnell noch per Edit nachgeschoben, weil du dich wieder mal selbst entlarvt hast, dass du meine Beiträge liest. Große Klappe, nichts dahinter. Auch das hier wirst du lesen.

Bringt mich eigentlich in eine recht komfortable Situation. Ich könnte jetzt alles mögliche schreiben, du liest es zwar, kannst es aber nicht zugeben. Soll ich dir mal mitteilen, was ich von solchen Bayern-Heinis wie dir halte?

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BeitragVerfasst: 22.06.17, 20:56 
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freemont hat geschrieben:
Nein, im Gegenteil, die Schule erfüllt ihren gesetzlichen Auftrag. So oder so ähnlich steht das in allen SchulGen
Vielleicht sollte man dich mal über das Thema Normenhierarchie aufklären, wenn du davon ausgehst, einfache Landesgesetze stünden über verfassungsmäßigen Rechten.

freemont hat geschrieben:
Die Schule soll die Offenheit des jungen Menschen gegenüber kultureller und religiöser Vielfalt, den Willen zur Völkerverständigung und die Friedensfähigkeit fördern.
Vielleicht sollte man dich auch mal über die rechtlich gebotene verfassungskonforme Auslegung aufklären. Es gibt ein Recht auf Meinungs- und Religionsfreiheit, ebenso wie eine staatliche Neutralitätspflicht. Die einfachgesetzlich geforderte "Offenheit für religiöse Vielfalt" heißt nicht, dass man den Islam toll finden muss. Oder dass man Zuwanderung befürworten muss. Diese falsche Auslegung, die offenbar nicht nur von dir, sondern auch von einem Ministerium (!) vertreten wird, zeigt ja gerade, warum meine Bedenken zutreffend sind. Es wird einfach pauschal davon ausgegangen, man müsse die Schule als Erziehungslager für eine bestimmte politische Richtung missbrauchen.

Den Beweis dafür liefert überdies der Umkehrschluss: Lernen die Schüler auch, wie es in vielen islamisch geprägten Ländern aussieht? Lernen sie, wie weit das Treiben der Schariapolizei in Indonesien geht? Lernen sie, dass das vom Koran gedeckt ist? Lernen sie, dass aus dem Koran hervorgeht, Juden seien mit Affen und Schweinen vergleichbar? Letzteres könnte den Berichten zufolge durchaus in der benannten Moschee gepredigt worden sein (siehe verlinkten Zeitungsartikel).

Das ist übrigens auch das widersprüchliche in euren Aussagen. Einerseits sagt ihr ganz offen, die Schüler sollen gezielt proislamisch und promigrantisch geprägt werden. Gleichzeitig jault ihr aber wie getroffene Hunde auf, wenn man ein Überschreiten der weltanschaulichen und parteilichen Neutralität beklagt. Was denn nun?

----------------
In diesem Zusammenhang @MOD: Wenn schon verschieben, dann richtig. Verfassungsrecht wäre noch okay gewesen. Wenngleich Recht und Politik schon richtig war, denn die Politik ist schließlich gefordert, die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, dass Grundrechte gewahrt bleiben.

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