Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

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cherokee
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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von cherokee » 03.05.19, 09:16

Welche Frage meinen Sie, die ich nicht beantwortet habe? Auf meine Frage haben sie auch nur nachgefragt, ob ich wirklich einen Antwort erwarte! Sehr konstruktiv ;-)

Evariste
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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von Evariste » 03.05.19, 09:38

windalf hat geschrieben:
Aber dazu müsste man dazu übergehen Lösungen zu sehen, anstatt Probleme!
Es werden da ja Lösungen gesehen. Die gefallen nur vielen nicht, weil die ordentlich am status quo kratzen...
Genau. Es fehlt gar nicht an Lösungen, aber sie werden nicht umgesetzt, weil der politische Wille fehlt. Hier leistet eine Aktion wie die Fridays for Future einen Beitrag dazu, das zu ändern.

Übrigens können die "Mächtigen" der Wirtschaft hieran auch wenig ändern. Sobald sie nämlich etwas zu ändern versuchen, was zu Lasten des Gewinns geht, riskieren sie, von ihren Aktionären abgesetzt zuwerden. Will man das Verhalten der Unternehmen ändern, dann muss man die Gesetzeslage (z. B. Höchstgrenzen für CO2-Produktion, Abgaben und so weiter) oder die Marktsituation (alle Verbraucher kaufen nur noch Elektroautos, niemand fliegt mehr in den Urlaub) ändern.

Tastenspitz
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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von Tastenspitz » 03.05.19, 09:40

Welche? Suchen sie sich eine aus.
Tastenspitz hat geschrieben:Sie sind also für passives und aktives Wahlrecht ab....14 oder so?
Tastenspitz hat geschrieben:Und die Vorwürfe sind doch nicht unberechtigt, oder?
evariste hat geschrieben:Andererseits, was heißt "eigenes aktives Handeln"?
cherokee hat geschrieben:Auf meine Frage haben sie auch nur nachgefragt, ob ich wirklich einen Antwort erwarte! Sehr konstruktiv ;-)
Wenn sie denn eine auf die Messer 3 Frage möchten - ja. Es hat sich was verändert. Allerdings erst Ansätzen in den Köpfen einiger weniger. Um evt. Auswirkungen auf das Ziel (Klima) messen zu können resp. konkret auf die Forderungen befarf es viel Zeit. Insofern wird diese Antwort eine Wiedervorlage 2040 oder später erfordern.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von Tastenspitz » 03.05.19, 09:51

Evariste hat geschrieben:Sobald sie nämlich etwas zu ändern versuchen, was zu Lasten des Gewinns geht, riskieren sie, von ihren Aktionären abgesetzt zuwerden.
Richtig. Insofern muss Klimaschutz ein wirtschaftlich lohnendes Ziel werden. Problem dabei ist nur, dass ein einzelner Staat hier nicht viel bewegen kann. In dem Fall zieht die Produktion eben in den nächsten Staat. Blöderweise kennt Klima aber keine Ländergrenzen.
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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von cherokee » 03.05.19, 10:14

Sorry, auf die Fragen hatte ich geantwortet, zwar nicht mit ja oder Nein, sondern mit Vorschlägen.
Jugendliche können sich doch jetzt schon politisch engagieren auch ohne Wahlrecht.
Vorwürfe sind super. Besser ist es aber, selber etwas zu unternehmen, als anderen ihre schlechte Arbeit vorzuwerfen.
Eigens aktives handeln heißt für mich, konkret etwas zu verbessern bei mir, bei meiner Handlungsweise und nicht nur andere dazu aufzufordern etwas besser zu machen und mich dazu zu verpflichten etwas anders machen zu müssen, wenn ich mal groß bin.

Welches von den Kindern die da demonstrieren, lebt denn nach den Vorgaben, für die sie demonstrieren? Gehen alle zu Fuß zur Schule oder fahren ausschließlich Fahrrad? Kaufen alle nur im Laden um die Ecke oder wird auch fleißig bei großen Onlinehändlern mit riesigen LKW- und Flugzeugflotten eingekauft? Geht's im Sommer auf den Zeltplatz an die Ostsee oder darf es doch ein All In im entferntesten Land der Welt sein?

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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von Evariste » 03.05.19, 10:30

cherokee hat geschrieben: Kaufen alle nur im Laden um die Ecke oder wird auch fleißig bei großen Onlinehändlern mit riesigen LKW- und Flugzeugflotten eingekauft?
Ist ein Seitenthema, aber ich frage mich, ob die großen Onlinehändler wirklich schädlicher für die Umwelt als der Laden um die Ecke sind. Die Fahrt in die Stadt, um dort z. B. einen neuen Fernseher kaufen, generiert sicher mehr CO2, als mein Anteil an dem CO2, was der Lieferwagen produziert, der mein Viertel beliefert. Und der Fernseher, das Handy oder die Kamera, die ich im Laden um die Ecke kaufe, kommt auch nicht gerade aus der Region.

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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von Tastenspitz » 03.05.19, 10:48

cherokee hat geschrieben:Jugendliche können sich doch jetzt schon politisch engagieren auch ohne Wahlrecht.
Vorwürfe sind super. Besser ist es aber, selber etwas zu unternehmen, als anderen ihre schlechte Arbeit vorzuwerfen.
Eigens aktives handeln heißt für mich, konkret etwas zu verbessern bei mir, bei meiner Handlungsweise und nicht nur andere dazu aufzufordern etwas besser zu machen und mich dazu zu verpflichten etwas anders machen zu müssen, wenn ich mal groß bin.
Na dann sind die Demos ja genau in Ihrem Sinn.
cherokee hat geschrieben:Welches von den Kindern die da demonstrieren, lebt denn nach den Vorgaben, für die sie demonstrieren? Gehen alle zu Fuß zur Schule oder fahren ausschließlich Fahrrad? Kaufen alle nur im Laden um die Ecke oder wird auch fleißig bei großen Onlinehändlern mit riesigen LKW- und Flugzeugflotten eingekauft? Geht's im Sommer auf den Zeltplatz an die Ostsee oder darf es doch ein All In im entferntesten Land der Welt sein?
Dasselbe Spiel wie schonmal. Vorwürfe versteckt in Fragen. Was erwarten sie sich hiervon?
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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von Tastenspitz » 03.05.19, 11:04

Evariste hat geschrieben:ich frage mich, ob die großen Onlinehändler wirklich schädlicher für die Umwelt als der Laden um die Ecke sind.
Der Laden um die Ecke existiert so gut wie gar nicht mehr. Es gibt Handelsketten mit entsprechender Logistik. Der Unterschied ist letztlich lediglich der sog. letzte Kilometer. Beim Onlinehändler übernimmt den der Spediteur (Paketdienst). Beim lokalen Händler der Kunde selber. Und das eben regelmäßig mit dem Auto. Große Vorteile bei letzterem wird es da kaum geben zumal der gelbe Paketlieferer bereits mit dem Elektrofahrzeug vorfährt.
Ganz tricky wird es dann, wenn man beim lokalen Händler online bestellt und sich beliefern läßt. :)
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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von Tastenspitz » 03.05.19, 11:16

Und - um mal BTT zu kommen - ich finde nichts mehr über Bußgelder jüngeren Datums. Weder über angedrohte noch über verhängte. Wie schon gesagt: Der Sturm im Wasserglas legt sich....
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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von windalf » 03.05.19, 14:57

Es fehlt gar nicht an Lösungen, aber sie werden nicht umgesetzt, weil der politische Wille fehlt.
Bevor man hier auf "den fehlenden politischen Willen" schimpft sollte man imho erstmal gucken, ob das ganze überhaupt mehrheitsfähig ist. Nur weil rund 20% der Wähler das toll finden können weiterhin 80% es besser finden lieber weiterhin auf Kosten der Folgegenerationen ihren status quo beizubehalten. Aus demokratischer Sicht wäre es dann doch gerade eher richtig nichts zu tun.

Das gibt es doch viel mehr andere Themen für die es eigentlich eine eher demokratische Mehrheit (bzw. ggf. keine Mehrheit für etwas aber ganz sicher eine Mehrheit dagegen wie es aktuell gelebt wird) gibt aber die Volksvertreter genau das Gegenteil wollen/machen/umsetzen/beschließen...
...fleißig wie zwei Weißbrote
0x2B | ~0x2B
Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von Nordland » 03.05.19, 19:23

Tastenspitz hat geschrieben:Und - um mal BTT zu kommen - ich finde nichts mehr über Bußgelder jüngeren Datums. Weder über angedrohte noch über verhängte.
Komisch. Im anderen Thread verteidigst du vehement das Bußgeld, das - trotz potenzieller Zulässigkeit einer Verweigerung der Eltern - für die Nichtteilnahme an einem Moscheebesuch, mit dem die Schüler auf die politisch korrekte Linie gebracht werden sollten, verhängt wurde. Und hier plötzlich begrüßt du diesen sogenannten Schülerstreik? Offenbar gehst du bei deinen rechtlichen Bewertungen allein nach der "richtigen" Gesinnung.

Zudem ist dein Vergleich mit streikenden Arbeitnehmern wahrlich lächerlich. Denn die Arbeitnehmer sind auf ihren Arbeitsplatz angewiesen und gehen ein gewisses Risiko ein, indem sie unmittelbar ihre Arbeitsleistung gegenüber dem Arbeitgeber verweigern. Bei den "streikenden" Schülern handelt es sich oftmals um Leute, die einen willkommenen Grund vorfinden, die Schule zu schwänzen. Und das Ganze mit Billigung der Gutmenschen, die die Schüler dann auch noch für ihre Linientreue bejubeln.
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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von ktown » 03.05.19, 19:49

Nordland: Werden die Schulkinder in diesem Thread hier, so wie bei ihrem Thema, von den Eltern vom Gang in die Schule abgehalten?
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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von Nordland » 03.05.19, 19:53

ktown hat geschrieben:Nordland: Werden die Schulkinder in diesem Thread hier, so wie bei ihrem Thema, von den Eltern vom Gang in die Schule abgehalten?
1. Oftmals ja.
2. Ist die Schulpflicht irrelevant, wenn die Eltern das Fernbleiben von der Schule nicht aktiv veranlassen, sondern sie von dem Schüler ausgeht?
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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von ktown » 03.05.19, 20:02

Nordland hat geschrieben:
ktown hat geschrieben:Nordland: Werden die Schulkinder in diesem Thread hier, so wie bei ihrem Thema, von den Eltern vom Gang in die Schule abgehalten?
1. Oftmals ja.
2. Ist die Schulpflicht irrelevant, wenn die Eltern das Fernbleiben von der Schule nicht aktiv veranlassen, sondern sie von dem Schüler ausgeht?
1. Aha....und woher kommt dieser Erkenntnis und woher wissen sie, dass da nicht auch gehandelt wird?
2. Hat das jemand behauptet?
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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von Nordland » 03.05.19, 22:17

ktown hat geschrieben:
Nordland hat geschrieben:
ktown hat geschrieben:Nordland: Werden die Schulkinder in diesem Thread hier, so wie bei ihrem Thema, von den Eltern vom Gang in die Schule abgehalten?
1. Oftmals ja.
2. Ist die Schulpflicht irrelevant, wenn die Eltern das Fernbleiben von der Schule nicht aktiv veranlassen, sondern sie von dem Schüler ausgeht?
1. Aha....und woher kommt dieser Erkenntnis und woher wissen sie, dass da nicht auch gehandelt wird?
2. Hat das jemand behauptet?
1. Ungefähr 48.900 Ergebnisse (0,30 Sekunden), zum Beispiel: Parents for Future - Eltern unterstützen Klimastreik. Und wo sind deine Quellen in Bezug auf Bußgelder, während man beim "geschwänzten" Moscheebesuch gleich mal 300 Tacken auferlegt hat?
2. Warum deutest du es dann an?
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