Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

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cherokee
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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von cherokee » 08.05.19, 07:21

Tastenspitz, worum geht es bei den FFF Demos, um Freiheit? Ich denke es geht hauptsächlich um Fragen des Umweltschutzes und der Wirtschaft. Das sind Themen, die eng mit unserem Konsum verknüpft sind. Ich sage auch nicht, dass man nicht demonstriere soll um Aufmerksamkeit hervorzurufen. Aber wenn das eigene Verhalten nicht zu den geforderten Zielen passt, wird es eben unglaubwürdig!

Natürlich entscheidet man mit dem Geldbeutel, womit denn sonst? Aber genau da setzt es an. Man muss sein Verhalten auch ändern, seinen eigenen Konsum an seine Möglichkeiten anpassen oder seine Möglichkeiten durch z.B. Bildung verbessern!

Der erste Schritt, wäre aus meiner Sicht aber nicht auf eine Demo zu gehen, sondern mein eigenes Verhalten zu überprüfen und zu verbessern, dann kann ich davon auch viel besser andere überzeugen!

windalf
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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von windalf » 08.05.19, 07:39

Der Konsument entscheidet meist nach dem Geldbeutel. Viele davon mittlerweile gezwungenermaßen, weil der Geldbeutel eben die lokal produzierte unverpackte Reformhauskost nicht hergibt.
Ein nicht unwesentlicher Grund dürfte sein, dass die Verpackung einen gewissen Qualitäts- und Haltbarkeitsstandard gewährleistet. Mal von irgendwelchen Hygienevorschriften abgesehen die einem da in die Quere kommen können behaupte ich gibt es sogar einige Menschen (so wie mich) die ggf. sogar für verpackte Waren mehr zahlen würden als für die unverpackten. Einfach weil es eben bequem ist und ich keinen Bock habe ständig einkaufen zu gehen. Mit verpackten Waren bekomme ich es hin nur einmal im Monat einen Großeinkauf zu machen.

Kauft man sich das "lokal produzierte Zeug", dann braucht man mindestens 2 Einkäufe die Woche (die man dann vermutlich mit dem von Tastenspitz erwähnten verbaucht 20 Liter Auto erledigt).
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

cherokee
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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von cherokee » 08.05.19, 07:50

Man kann auch täglich frisch auf dem Wochenmarkt vor der Arbeit einkaufen gehen! Das können nicht nur Rentner, aber dafür müsste man die Komfortzone verlassen!

Tastenspitz
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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von Tastenspitz » 08.05.19, 08:05

cherokee hat geschrieben:Der erste Schritt, wäre aus meiner Sicht aber nicht auf eine Demo zu gehen, sondern mein eigenes Verhalten zu überprüfen und zu verbessern, dann kann ich davon auch viel besser andere überzeugen!
cherokee hat geschrieben: wenn das eigene Verhalten nicht zu den geforderten Zielen passt, wird es eben unglaubwürdig!
Das mit dem anderen Verhalten ist bei vielen schon passiert und sei es eben nur in der jeweiligen Selbstwahrnehmung. Der zweite Schritt ist dann die Demo?
cherokee hat geschrieben:Tastenspitz, worum geht es bei den FFF Demos, um Freiheit? Ich denke es geht hauptsächlich um Fragen des Umweltschutzes und der Wirtschaft.
Im Kern geht es um die Zukunft der kommenden Generationen resp. unter welchen Bedingungen diese Leben können. Freiheit ist dabei eines der wesentlichen Kriterien welches aus den globalen Entwicklungen resultieren wird.
cherokee hat geschrieben:Man kann auch täglich frisch auf dem Wochenmarkt vor der Arbeit einkaufen gehen!
Täglich? Ach deswegen heißt das Wochenmarkt und ist bei uns nur am Freitag. :ironie:
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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von windalf » 08.05.19, 08:08

Man kann auch täglich frisch auf dem Wochenmarkt vor der Arbeit einkaufen gehen!
Es soll ja auch Leute geben die keinen 9to5 Job haben. Wenn ich um 4:30 Uhr im ICE sitze gibt es keinen Wochenmarkt und wenn ich um 23:00 Uhr wieder abends zurück bin auch nicht... Vielleicht sollte der Wochenmarkt für die Umwelt einfach 24h am Tag geöffnet haben. Da müssen die Wochenmarktverkäufer einfach nur mal die Komfortzone verlassen. (oder aber eben einen Stand im ICE eröffnen)
Das können nicht nur Rentner, aber dafür müsste man die Komfortzone verlassen!
Was heißt Komfortzone. Ich bin nur über den Preis und Zeit gesteuert. Ich optimiere mich entsprechend. Will mir jemand die Verpackungen madig machen, muss er schon anfangen mindestens 5 EUR für die Käsepackung nehmen sonst entscheide ich mich für die Zeitersparnis...

Aber mal anders gefragt. Angenommen ich fliege nicht in den Urlaub. Wieviele Käsepackungen darf ich dann guten gewissens kaufen?

So lange man da keine Gesamtbetrachtung macht ist diese dämliche Fingerzeugnummer nur albern...
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von Tastenspitz » 08.05.19, 08:22

windalf hat geschrieben:Angenommen ich fliege nicht in den Urlaub. Wieviele Käsepackungen darf ich dann guten gewissens kaufen?
Das kommt drauf an wo genau du nicht hinfliegen willst. :P :lachen:
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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von cherokee » 08.05.19, 09:30

Wenn ich ein gutes Klima möchte und dafür auf die Straße gehe, kann ich doch nicht gleichzeitig Atomstrom beziehen, oder? Beißt sich das nicht? Klar kann ich nicht auf jeden Bereich Einfluss nehmen, aber in meinem Bereich schon.
Wenn ich als Schüler für ein Besseres Klima auf die FFF gehe, dann sollte ich mich fragen, was kann ich selber verbessern, und wenn es nur der täglich Weg zur Schule ist, den ich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit Öfis bewältige, statt Einzelverbringung durch den elterlichen Shuttelservice. Nur eine ganz kleine Möglichkeit um aktiv anzufangen, aber der erste Schritt zählt und das ist die innere Einstellung und Umsetzung.

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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von windalf » 08.05.19, 09:32

Tastenspitz hat geschrieben:
windalf hat geschrieben:Angenommen ich fliege nicht in den Urlaub. Wieviele Käsepackungen darf ich dann guten gewissens kaufen?
Das kommt drauf an wo genau du nicht hinfliegen willst. :P :lachen:
Da ich es mir leisten könnte überall hinzufliegen und es nicht tue habe ich dann also eine super Klima-Bilanz(vermutlich ist die fast schon negativ und ich habe auch noch für die Nachbarn mitgespart) und kann mir weiterhin guten Gewissens Käsepackungen kaufen :devil:
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von cherokee » 08.05.19, 09:48

Genau diese Denkweise führt zu den Problemen die wir haben.

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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von windalf » 08.05.19, 10:34

cherokee hat geschrieben:Genau diese Denkweise führt zu den Problemen die wir haben.
Ne wer eine andere Denkweise an den Tag legt handelt nicht objektiv.

Wenn man meint den ökoligischen Fußabdruck begrenzen zu wollen, dann legt man fest wieviel das sein soll. Entweder regelt man das dann nur über den Preis oder aber man gesteht jedem "Schädigungsrechte in Höhe von x" zu. Will man mehr schädigen muss er halt von anderen Schädigungsrechte abkaufen.

(Das Problem bei der Sache ist, dass man darüber halt den einen oder anderen, den Status quo wegnimmt aber genau das ist es was man eigentlich auch will, so man Klimaschutz möchte. Sonst ist das so ein "Wasch mich aber mach mich nicht nass"-Spielchen)

Dieses Bescheurte ich habe auf dem Wochenmarkt eingekauft und daher ein gutes Gewissen ist reines Affentheather. Wenn man das wirklich wollte könnte man das den Markt problemlos regeln lassen. Unsere Freunde die Wiedergewählt werden wollen wollen das aber nicht so richtig den Markt regeln lassen, weil dann bestenfalls noch 20% nicht AfD wählen...

Rauskommen wird ganz sicher dabei, man lässt es ganz langsam teurer werden, weil dann nicht alle (80%)-Wähler die das eigentlich nicht wollen direkt aufschreien...
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von cherokee » 08.05.19, 13:46

Nein, jeder muss so gut es geht das beste geben! Was nützt es wenn ich auf der einen Seite ökologisch handel, um auf der anderen Seite eine Umweltsau zu sein? Ich muss auf allen Seiten das Beste geben.
Also mit dem SUV zum Wochenmarkt ist Blödsinn im ökologischen Sinne.

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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von windalf » 08.05.19, 13:49

Nein, jeder muss so gut es geht das beste geben!
Und das soll gerecht sein. Gerecht ist es wenn jeder das gleiche Schädigungsrecht erhält. Ist das in Summe zu hoch muss man das Schädigugnsrecht halt absenken bzw. den Preis für die entsprechenden Güter soweit erhöhen, dass es in Summe erreicht wird. Dieser Blödsinn mit jeder soll mal auf dem Wochenmarkt einkaufen ist weder gerecht noch führt der zu was...
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von Evariste » 08.05.19, 15:57

cherokee hat geschrieben:Wenn ich ein gutes Klima möchte und dafür auf die Straße gehe, kann ich doch nicht gleichzeitig Atomstrom beziehen, oder?
Äh, wieso beißt sich das? Kernkraft produziert kein CO2.

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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von windalf » 08.05.19, 16:19

Evariste hat geschrieben:
cherokee hat geschrieben:Wenn ich ein gutes Klima möchte und dafür auf die Straße gehe, kann ich doch nicht gleichzeitig Atomstrom beziehen, oder?
Äh, wieso beißt sich das? Kernkraft produziert kein CO2.
Soweit ich weiß entsteht bei der Spaltung auch C14... Das legt den Schluss nahe, dass zumindest einige C14-Atome sich auch mit Sauerstoff verbinden könnten
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Re: Fridays for Future - Bußgeld für die Eltern?

Beitrag von Stan78 » 08.05.19, 18:23

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