Benotung Modulprüfung Erzieher an Fachschule

Moderator: FDR-Team

Antworten
Lucas1994
Topicstarter
noch neu hier
Beiträge: 2
Registriert: 04.06.19, 07:53

Benotung Modulprüfung Erzieher an Fachschule

Beitrag von Lucas1994 » 04.06.19, 08:35

Hallo zusammen,

meine Frau befindet sich derzeit in einer Ausbildung zur Erzieherin in RLP an einer Fachschule für Sozialpädagogik. Die Ausbildung basiert auf einem Modularen Systems, d.h. jedes Modul wird mit einer eigenen Prüfung angeschlossen.
Diese Ausbildung ist in der Fachschulverordnung für in modularer Organisationsform geführte Bildungsgänge im Fachbereich Sozialwesen RPL vom 2. Februar 2005 geregelt.

Nun unser Problem:
Meine Frau hat in einem Modul nun Ihrer Abschlussprüfung geschrieben und das Arithmetische Mittel aus der Vornote und der Schriftlichen Prüfung beträgt 2,5. Nun verlangt die Schule von meiner Frau eine Zusätzlich Mündliche Prüfung. Mit der Begründung, dass dies zur Verstellung der Endnote erforderlich ist (Rechtsgrundlage: § 7 Abs. 6 s. 2 Alt. 1 (FHSchulSozWV RP).

Ich frage mich nun wie diese Vorschrift zu verstehen ist, dort heißt es: "Eine mündliche Leistungsfeststellung muss stattfinden, wenn dies zur Feststellung des Ergebnisses erforderlich oder die Endnote schlechter als „ausreichend“ ist und die Schülerin oder der Schüler die mündliche Leistungsfeststellung beantragt."

Versteht sich dieses Vorschrift so, dass ein Antrag des Schülers bei beiden Alternativen erforderlich ist oder nur bei Alternative 2? D.h. bezieht sich das und im letzten Halbsatz auf beide Alternativen oder nur auf eine?

Ferner ist fraglich ob bei einer Gesamtnote von 2,5 nicht schon eine zweifelsfrei festgestellte Note ist oder ob dies noch einer näheren Feststellung bedarf.

Vielen Dank im Voraus

Gruß Lucas

SusanneBerlin
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 16199
Registriert: 05.11.12, 13:35

Re: Benotung Modulprüfung Erzieher an Fachschule

Beitrag von SusanneBerlin » 04.06.19, 08:55

Hallo,

wie waren denn die Einzelnoten? 2 und 3 oder 1 und 4?

Ich kenne es vom Abitur, dass wenn die beiden Noten (Vornote und Prüfungsnote) 2 ganze Notenstufen oder mehr, auseinanderliegen, eine zusätzliche mündliche Prüfung angesetzt wird um zu ermitteln welche Note der Leistung des Schülers am ehesten entpricht.
Grüße, Susanne

Lucas1994
Topicstarter
noch neu hier
Beiträge: 2
Registriert: 04.06.19, 07:53

Re: Benotung Modulprüfung Erzieher an Fachschule

Beitrag von Lucas1994 » 04.06.19, 09:05

Die Vornote war eine 1,3 und die Klausur eine 3,7 => (1,3+3,7)/2 = 2,5

Ich würde ja verstehen wenn die Mündliche Prüfung dem Zweck dient herauszufinden ob es eine 2 oder 3 wird, jedoch soll die mündliche Prüfung dasselbe Gewicht wie die anderen beiden Noten erhalten, d.h. es wäre theoretisch möglich auch auf eine 4 zu verschlechtern.

Das kann doch aber nicht sein, dass man sich so schlechter stellt als hätte man von vornherein ein 2,6 gehabt. Oder ?

Kurt Knitz
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 3691
Registriert: 16.10.05, 20:46
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: Benotung Modulprüfung Erzieher an Fachschule

Beitrag von Kurt Knitz » 05.06.19, 10:46

Hallo Lucas,
Lucas1994 hat geschrieben:Versteht sich diese Vorschrift so, dass ein Antrag des Schülers bei beiden Alternativen erforderlich ist oder nur bei Alternative 2?
Nur bei Alternative 2.
Die Schule kann auf der mündlichen Leistungsfeststellung bestehen, wenn das aus ihrer Sicht erforderlich ist.
Der/die Schüler/in kann auf der mündlichen Leistungsfeststellung bestehen, wenn die ursprüngliche Note schlechter als ausreichend ist und er/sie sich damit als zu schlecht bewertet ansieht.

Wann aus Sicht der Schule eine mündliche Leistungsfeststellung erforderlich ist, scheint eine Ermessensentscheidung zu sein. Ein großer Unterschied zwischen Vornoten und schriftlicher Prüfung könnte bedeutsam für die Ermessensentscheidung sein.

d.h. es wäre theoretisch möglich auch auf eine 4 zu verschlechtern.
Wie das?
Die Vornote war 1,3.
Die abschließende Leistungsfeststellung des Moduls war eine Klausur mit der Note 3,7.
Die vorläufige Gesamtnote war also 2,5.
Wenn die mündliche Leistungsfeststellung mit 6,0 bewertet werden würde (was nur bei völligem Nichtwissen oder Leistungsverweigerung vorkommen dürfte), wäre die Endnote als arithmetisches Mittel aus Vornote, abschließender Leistungsfeststellung und mündlicher Leistungsfeststellung nach meiner Rechnung (1,3 + 3,7 + 6,0) : 3 = 10:3 = 3,3.

Die Endnote wäre also schlimmstenfalls ein "befriedigend".

Arithmetische Grüße
Kurt

Rechtsgrundlage: FHSchulSozWV RP 2005
Die Schulgesetze der einzelnen Bundesländer und vieles mehr kann man finden über den Deutschen Bildungsserver:
https://www.bildungsserver.de/Schulrecht-72-de.html#Schulrecht_der_Laender

lottchen
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 2453
Registriert: 04.07.12, 13:01

Re: Benotung Modulprüfung Erzieher an Fachschule

Beitrag von lottchen » 05.06.19, 11:23

11 durch 3 (nicht 10 durch 3) = 3,67. Das wäre dann wohl eine 4.
Ich empfehle, Beiträge unserer Forentrolle BäckerHD, FelixSt und Dieter_Meisenkaiser konsequent zu ignorieren!

Kurt Knitz
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 3691
Registriert: 16.10.05, 20:46
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: Benotung Modulprüfung Erzieher an Fachschule

Beitrag von Kurt Knitz » 05.06.19, 14:16

Ok, mein Rechenfehler. Also müsste die mündliche Prüfung 5 minus = 5,25 oder besser sein, um mindestens ein "befriedigend" zu bekommen.

Antworten