Streitwertfeststellung

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Nordlicht777
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Streitwertfeststellung

Beitrag von Nordlicht777 »

Hallo,

wenn ein Prozess gewonnen wurde, der Streitwert vom Gericht festgesetzt wurde (hier Euro 2.500,--)und der Gegenseite die Kosten auferlegt wurden, vorher aber bereits auf
der Basis eines Streitwertes von Euro 4.000,-- Vorauszahlungen erfolgt sind, hat der Mandant dann Anspruch auf Rückerstattung der überzahlten Gebühren?

Bleibt man als Gewinner des Rechtsstreits auf Fahrtkosten sitzen, wenn man einen
Anwalt aus der ca. 10 km entfernten Kreisstadt beauftragt und dieser drei mal zu vom Gericht anberaumten Ortsterminen anreisen muss?

Wenn das betreffende Anwaltsbüro der Ansicht ist, der Streitwert wäre vom Gericht zu niedrig angesetzt worden, ist das dann ein Problem des Mandanten?

Kann man hierzu eine Einschätzung der Rechtlage erhalten?

Mit freundl. Gruessen

Michael A. Schaffrath
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Re: Streitwertfeststellung

Beitrag von Michael A. Schaffrath »

Nordlicht777 hat geschrieben:hat der Mandant dann Anspruch auf Rückerstattung der überzahlten Gebühren?
IMO ja.
Nordlicht777 hat geschrieben:Wenn das betreffende Anwaltsbüro der Ansicht ist, der Streitwert wäre vom Gericht zu niedrig angesetzt worden, ist das dann ein Problem des Mandanten?
IMO nein.
DefPimp: Mein Gott
Biber: Nö, war nur M.A.S. Aber hier im Forum ist das schon ziemlich dicht dran.

Chabos wissen, wer der M.A.S. ist.

juggernaut
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Re: Streitwertfeststellung

Beitrag von juggernaut »

Nordlicht777 hat geschrieben:Wenn das betreffende Anwaltsbüro der Ansicht ist, der Streitwert wäre vom Gericht zu niedrig angesetzt worden, ist das dann ein Problem des Mandanten?
gegen die streitwertfestsetzung kann das anwaltsbüro beschwerde einlegen - im namen des mandanten, wenn der streitwert zu hoch angesetzt ist (weil dann der mandant mit höheren gebühren belastet ist), aber auch in eigenem namen, wenn der streitwert zu niedrig angesetzt ist (weil dann der anwalt mit zu niedrigen gebühren belastet ist).

sollte der anwalt das tun und erfolg haben, so schuldet der mandant dem anwalt die gebühren aus dem höheren streitwert. zwar hat nach dem tenor der prozeßgegner die kosten zu tragen, aber dazu muss er geld haben ... und insofern kann das schon das problem des mandanten werden.
juggernaut
Redfox hat geschrieben:Das ist ein Irrtum. Beamte arbeiten nicht. Sondern ... machen sonstwas. Aber arbeiten tun sie nicht.

Nordlicht777
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Beitrag von Nordlicht777 »

Herzlichen Dank für die schnelle Beantwortung.

Wie ich heute erfahren habe, ist man im angesprochenen Fall in sich gegangen
und hat die Erstattung des Differenzbetrages angekündigt.javascript:emoticon(':D')

Nochmals danke und meine Anerkennung für dieses wirklich sehr gut gemanagte
Forum.

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