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Verhalten von Anwälten

Verfasst: 15.04.09, 00:25
von kunzemann
Hallo liebe Foren-Mitglieder,

ich möchte mal ganz vorsichtig fragen, was ihr von folgendem Verhalten haltet und ob man mit so einem Verhalten rechnen muss:

Meine Freundin hatte einen Streit mit einem Makler, der eine Provision einklagen wollte, obwohl "alle Anderen" keinen Anspruch darauf erkennen konnten.
Der Anwalt, zu dem meine Freundin gegangen ist, meinte zu dem Fall: Gar kein Problem, da musst Du nix zahlen. Das machen wir schon. Mach Dir keine Sorgen.
Als meine Freundin zwischendurch wissen wollte, ob alles "richtig" läuft, oder sie vielleicht doch lieber einen angebotenen Vergleich anstreben sollte, sagte ihr Anwalt wieder: Gar kein Problem, das gewinnen wir. Der bekommt schon kalte Füße und will einen Vergleich.
Dann hat meine Freundin verloren und muss die Provision doch zahlen. Anwalt sagt: Naja, war ja abzusehen, das wir das verlieren...

Kann man gegen so eine .... Behandlung etwas tun? Sollte man?

Dank und Gruß
Kunzemann

Verfasst: 15.04.09, 08:09
von Milo
Wenn man dem Anwalt die Falschberatung nachweisen kann, kann man ihn für die unnötigen Gerichtskosten und Anwaltskosten in Haftung nehmen, wenn man darlegt, dass man bei korrekter Beratung sofort die volle Maklerprovision bezahlt hätte, ohne eine Klage zu riskieren.

Verfasst: 15.04.09, 20:45
von kunzemann
Aber wie kann man das nachweisen?

Verfasst: 16.04.09, 00:32
von Milo
a) Zeugenbeweis

b) Sachverständigenbeweis

c) Augenscheinsbeweis

d) Urkundenbeweis


Aus meiner Sicht wird man aber ohne Anwalt keine realistische Einschätzung im Fall von Anwaltshaftung erlangen können.