§246 bzw. §266 StGb

Moderator: FDR-Team

Antworten
scottib
Topicstarter
FDR-Mitglied
Beiträge: 24
Registriert: 22.04.06, 12:07

§246 bzw. §266 StGb

Beitrag von scottib »

Hallo Forenmitglieder,
folgender Sachverhalt:
Rechtsanwalt erhält von der Versicherung seines Mandanten Geld und gibt es nicht weiter.
Mandant mahnt mehrmalig, aber keine Reaktion des RA. Mandant stellt Strafantrag und beantragt Mahnbescheid. Zwei Tage später stirbt der RA. Was passiert jetzt ?
Wie kann der Mandant noch an sein Geld kommen ? Es handelt sich um Treuhandgelder.
Eine Forderung von Anwaltseite bestand nicht.

Für Antworten bedanke ich mich jetzt schon.

Metzing
FDR-Moderator
Beiträge: 9506
Registriert: 29.01.06, 15:13
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von Metzing »

In solchen Fällen bestellt die zuständige Rechtsanwaltskammer einen Abwickler für die Kanzlei des verstorbenen Anwalts. Man sollte sich deshalb mit der zuständigen Rechtsanwaltskammer in Verbindung setzen und sich dort Namen, Anschrift etc. des zuständigen Abwicklers geben lassen und mit dem alles weitere regeln.

Sollte der verstorbene Anwalt allerdings das Geld ausgegeben haben, was durchaus vorkommen soll (obwohl es natürlich eigentlich nicht vorkommen dürfte), haftet der Abwickler allerdings nicht für den Betrag, in diesem Fall muß man sich an die Erben des verstorbenen Rechtsanwalts halten (und hoffen, daß er ihnen etwas hinterlassen hat).

Beste Grüße

Metzing
Τὸν ἥττω λόγον κρείττω ποιεῖν.

Antworten