Steuerberater haftet???

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zeider
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Steuerberater haftet???

Beitrag von zeider »

Hallo.

Habe folgende Frage:

Person A wusste nicht ob seine Steuererklärung und ein paar umstrittenen Fragen richtig waren und beauftragte den Steuerberater B die Steuererklärung und die Fragen zu prüfen.

Der Steuerberater hat die Steuererklärung geprüft und stellte fest, diese sei richtig und Person A müsse vom Finanzamt die überzahlte Einkommenssteuer zurückerhalten. Denn dies war auch die Absicht der Person A: die Steuererklärung nur in dem Fall freiwillig einzureichen, wenn zu viel Steuern gezahlt wurden.

Wenige Monate Später, bekommt Person A Post vom Finanzamt mit der Aufforderung mehrere Hundert Euro nachzahlen zu müssen. Wie sich nun herausstellt, hat Steuerberater B falsch beraten.

FRAGE: Muss der Steuerberater den Schaden (in Höhe der Einkommenssteuer-Nachzahlung) ersetzen oder nicht?

Danke für eure Antworten.

Phönix3
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Beitrag von Phönix3 »

Ein Steuerberater haftet für Fehler, die er verursacht hat, jedoch ist diese Haftung begrenzt.
Siehe auch: http://bundesrecht.juris.de/stberg/__67a.html
Die Kammer hilft sicherlich gerne weiter und kann hier eine klärende Funktion haben in dieser Angelegenheit.
http://bundesrecht.juris.de/stberg/__73.html
Grüsse
von Phönix

mwjm
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Beitrag von mwjm »

Meiner Erfahrung nach sind die Kammern in solchen Fällen wenig hilfreich. Haftungsfragen ihrer Mitglieder gehören nicht zur Zuständigkeit.
Der Steuerberater haftet, wenn er falsch beraten hat und seine Beratung für den eingetretenen Schaden ursächlich war. Bei mehreren Hundert Euro Steuern dürfte die Haftungsbegrenzung nicht das große Problem sein. Allerdings haftet der Steuerberater nicht für einen falschen Bescheid. Insofern muß dessen Richtigkeit zunächst geprüft werden.
Falsche Urteile sind schlimm. Schlimmer sind Anwälte, die das nicht erkennen.

Phönix3
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Beitrag von Phönix3 »

mwjm hat geschrieben:Meiner Erfahrung nach sind die Kammern in solchen Fällen wenig hilfreich. Haftungsfragen ihrer Mitglieder gehören nicht zur Zuständigkeit
Ja, ist richtig. Ich habe es auch dahingehend gemeint, dass die Kammer dem Ratsuchenden weiterhelfen kann, welche Möglichkeiten ihm gegeben sind, zu seinem Recht zu kommen.
(Ohne Rechtsberatung natürlich) nur die rechtl. Möglichkeiten aufzeigend.
Gruss Phönix

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