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Re: SChweigepficht

Verfasst: 14.01.16, 07:11
von Marie-Luise
cmd.dea hat geschrieben:
Marie-Luise hat geschrieben:Einen Anwalt zu finden, der sich auf Anwaltshaftung spezialisiert hat, wird schwierig
Entspricht diese Behauptung haltbaren Fakten? Wo und wie haben Sie das denn recherchiert?

Wodurch meinen Sie, cmd.dea, sei Ihr Nachhaken gerechtfertigt?

Sofern Sie allerdings über gegenteilige Erfahrungen, Fakten und Quellen verfügen:
Gern. Niemand hält sie ab, den Gegenbeweis (gegen eine Behauptung) anzutreten:).

Re: SChweigepficht

Verfasst: 14.01.16, 09:06
von cmd.dea
Marie-Luise hat geschrieben:Wodurch meinen Sie, cmd.dea, sei Ihr Nachhaken gerechtfertigt?
Seit wann muss man sich denn in einer Diskussion dafür rechtfertigen, dass man nachfragt, woher jemand die Kenntnisse hat, die seiner Behauptung zugrunde liegen?

Sie haben etwas behauptet, ich frage nach, woher Sie das wissen. Ganz einfach.
Sofern Sie allerdings über gegenteilige Erfahrungen, Fakten und Quellen verfügen:
Gern. Niemand hält sie ab, den Gegenbeweis (gegen eine Behauptung) anzutreten:).
Netter Versuch. Allerdings muss der, der etwas behauptet, dieses beweisen und nicht umgekehrt.

Ich entnehme Ihrem Beitrag aber, dass Sie offenbar über keinerlei konkrete Kenntnisse und Belege verfügen, die Ihre Behauptung begründen.

Re: SChweigepficht

Verfasst: 14.01.16, 09:49
von freemont
chremus hat geschrieben:ein Mahnverfahren wurde nun vom Amtsgericht entschieden.
Danach ist die Klage zulässig wurde aber abgewiesen.
Nun hat der Kläger Berufung eingelegt, habe heute das Schreiben vom Landgericht erhalten.

Bis zu welcher Instanz kann den so ein Mahnverfahren gehen, auch über das Landgericht hinaus, oder wird irgendwann mal ein endgültiges Urteil gesprochen?

Dann brauchen Sie, wenn Sie sich wehren wollen, jetzt einen Anwalt, vor dem LG herrscht Anwaltszwang.

Eine Revision ist realistisch nur durchsetzbar, wenn der Streitwert über 20.000 EUR liegt oder wenn es ganz grundsätzliche Rechtsfragen zu klären gibt.

Re: SChweigepficht

Verfasst: 14.01.16, 11:12
von chremus
freemont hat geschrieben:
chremus hat geschrieben:ein Mahnverfahren wurde nun vom Amtsgericht entschieden.
Danach ist die Klage zulässig wurde aber abgewiesen.
Nun hat der Kläger Berufung eingelegt, habe heute das Schreiben vom Landgericht erhalten.

Bis zu welcher Instanz kann den so ein Mahnverfahren gehen, auch über das Landgericht hinaus, oder wird irgendwann mal ein endgültiges Urteil gesprochen?

Dann brauchen Sie, wenn Sie sich wehren wollen, jetzt einen Anwalt, vor dem LG herrscht Anwaltszwang.

Eine Revision ist realistisch nur durchsetzbar, wenn der Streitwert über 20.000 EUR liegt oder wenn es ganz grundsätzliche Rechtsfragen zu klären gibt.

vielen dank für Ihre Antwort.
Es gibt um eine Rechnung über ca. 800 Euro.

An einem Tag hat mein damaliger Anwalt 2 Vergleiche vor dem Arbeitsgericht geschlossen und 2 mal abgerechnet.
Die Versicherung hat abgelehnt und ich hatte ich nicht beauftragt.
Ich hatte zum ersten Vergleich eine Frage, daraufhin ist er zum Richter gerannt und der Vergleich wurde modifiziert.
Hatte ich aber nicht verlangt.
Das Amtsgericht sagte ganz klar, das sei nicht möglich

Re: SChweigepficht

Verfasst: 14.01.16, 11:43
von freemont
chremus hat geschrieben:...
Das Amtsgericht sagte ganz klar, das sei nicht möglich

Mehr können Sie dann im Moment nicht von der Justiz verlangen, ich bin immer froh, wenn mal Jemand "Recht" bekommt.

Aber die Berufung ist ab 600 EUR Streitwert gutes Recht. Merkwürdigerweise liegen Gebührenforderungn von Anwälten überproportional oft über 600 EUR. Mir ist es kürzlich so ergangen, da wurden zuerst 450 EUR gefordert, nachdem ich das nicht bezahlt habe, waren es dann plötzlich mit neuer Rechnung 650 EUR, die wurden dann (mit Berufungsmöglichkeit) eingeklagt.

Das ist schon merkwürdig, der RA kann sich ja selbst vertreten und seine Gebühren abrechnen, wenn er sich durchsetzt.

Aber das hilft jetzt alles nichts, Sie brauchen einen Anwalt, wenn Sie gegenhalten wollen.

Re: SChweigepficht

Verfasst: 14.01.16, 23:02
von chremus
die Berufung findet ja vor dam Landgericht statt, das bedeutet ich benötige einen Anwalt. Was passiert wenn ich keinen Anwalt finde?
Gibt es den Anwaltszwang denn noch?

"Am 01.12.2009 trat der Lissabon-Vertrag und mit ihm zusammen die Charta der Grundrechte der Europäischen Union in Kraft. Das bedeutet, dass gemäß Artkel 47 Abs. 3, Satz 2 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union vor deutschen Gerichten der Anwaltszwang endgültig zu verschwinden hat. Der Art. 47 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union lautet:"

Ich glaube mein derzeitiger Anwalt hat keine Lust mehr. Er verdient zu wenig.

Re: SChweigepficht

Verfasst: 15.01.16, 07:07
von Flowjob
chremus hat geschrieben:die Berufung findet ja vor dam Landgericht statt, das bedeutet ich benötige einen Anwalt. Was passiert wenn ich keinen Anwalt finde?
Gibt es den Anwaltszwang denn noch?

"Am 01.12.2009 trat der Lissabon-Vertrag und mit ihm zusammen die Charta der Grundrechte der Europäischen Union in Kraft. Das bedeutet, dass gemäß Artkel 47 Abs. 3, Satz 2 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union vor deutschen Gerichten der Anwaltszwang endgültig zu verschwinden hat. Der Art. 47 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union lautet:"
Das ist eine völlig falsche Interpretation des Artikels. Daher gibt es auch den Anwaltszwang noch.

Re: SChweigepficht

Verfasst: 15.01.16, 09:10
von chremus
ok, aber was ist wenn ich keinen finde.
einige Anwälte die ich angerufen habe, wollen nicht gegen einen Kollegen klagen.

Re: SChweigepficht

Verfasst: 15.01.16, 09:29
von cmd.dea
Es ist überhaupt kein Problem, einen Anwalt wegen Anwaltshaftung zu bekommen, man muss dann halt ggf. eine auswärigen nehmen. Sollte die Stadt groß genug sein, dann wird sich auch da einer finden. Ein grundsätzliches "ich klage nicht gegen Kollegen" gibt es in der Praxis nicht oder nur ganz vereinzelt, wenn ein Anwalt halt grundsätzlich keine Anwaltshaftungsfälle macht. Aber dann ist man bei dem ohnehin falsch, weil das eine gewisse Expertise wie in allen anderen Rechtsgebieten auch voraus setzt.

Man könnte daran denken, PKH zu beantragen und sich einen Anwalt beiordnen zu lassen. Ob das auch ohne pKH-Gewährung geht, falls die Finanzen des hergeben (da muss man aber schon sehr reich sein), weiß ich jetzt nicht.

Re: SChweigepficht

Verfasst: 15.01.16, 11:47
von Marie-Luise
cmd.dea schrieb:
Seit wann muss man sich denn in einer Diskussion dafür rechtfertigen, dass man nachfragt, woher jemand die Kenntnisse hat, die seiner Behauptung zugrunde liegen?

Seitdem ich dies verlange.

Sie haben etwas behauptet, ich frage nach, woher Sie das wissen. Ganz einfach.


Ja, das ist auch mein Eindruck: dass vieles aus ihrer Sicht 'ganz einfach' ist.

Re: SChweigepficht

Verfasst: 15.01.16, 12:01
von cmd.dea
Marie-Luise hat geschrieben:Seitdem ich dies verlange.
Was Sie verlangen, interessiert rein garnichts.

Aber Ihr Beitrag beantwortet meine Frage ohnehin ausreichend.

Re: SChweigepficht

Verfasst: 15.01.16, 12:15
von BäckerHD
Wer nicht mal mit der Zitatfunktion klarkommt, hat halt auch eigentümliche Ansichten darüber, was andere in Foren dürfen und was nicht.

Re: SChweigepficht

Verfasst: 15.01.16, 19:28
von chremus
kann auch das Gericht einen Anwalt ( Notanwalt) bestellen?
Die Berufung findet ja vor dem Landgericht statt.

"Zivilprozessordnung
§ 78b Notanwalt
(1) Insoweit eine Vertretung durch Anwälte geboten ist, hat das Prozessgericht einer Partei auf ihren Antrag durch Beschluss für den Rechtszug einen Rechtsanwalt zur Wahrnehmung ihrer Rechte beizuordnen, wenn sie einen zu ihrer Vertretung bereiten Rechtsanwalt nicht findet und die Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung nicht mutwillig oder aussichtslos erscheint."

Re: SChweigepficht

Verfasst: 15.01.16, 19:53
von freemont
chremus hat geschrieben:kann auch das Gericht einen Anwalt ( Notanwalt) bestellen?
Die Berufung findet ja vor dem Landgericht statt.

"Zivilprozessordnung
§ 78b Notanwalt
(1) Insoweit eine Vertretung durch Anwälte geboten ist, hat das Prozessgericht einer Partei auf ihren Antrag durch Beschluss für den Rechtszug einen Rechtsanwalt zur Wahrnehmung ihrer Rechte beizuordnen, wenn sie einen zu ihrer Vertretung bereiten Rechtsanwalt nicht findet und die Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung nicht mutwillig oder aussichtslos erscheint."
Das wird nicht funktionieren.

Wenn "Ihr" Anwalt Sie tatsächlich nicht in der Berufung vertreten will, bitten Sie ihn doch einen Kollegen zu benennen, der das übernimmt.

Das ist er Ihnen aus alter Freundschaft schuldig.

Und hochgradig schwierige Rechtsfragen sind nicht zu klären, das AG hat Ihnen Recht gegeben, es gibt schwierigere Konstellationen.

Re: SChweigepficht

Verfasst: 16.01.16, 21:26
von chremus
ich werde ohne anwalt erscheinen und dann das säuminsurteil akzeptieren, ich will ein ende finden.
anwälte ziehen nur alles in die länge. lieber zahle ich als das der gegener eine anzeige wegen prozessbetrug erstattet.