Falschberatung durch Anwalt

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Elyss
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Re: Falschberatung durch Anwalt

Beitrag von Elyss » 29.03.15, 11:50

Meine Frage hat nichts mit es Gespräch beim Anwalt zu tun! Nicht nur der eventuelle Fehler des Anwalts sondern auch der dadurch entstandene Schaden muss nachgewiesen werden
Grüßle

Elyss

SusanneBerlin
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Re: Falschberatung durch Anwalt

Beitrag von SusanneBerlin » 29.03.15, 12:28

Elyss hat geschrieben:Meine Frage hat nichts mit es Gespräch beim Anwalt zu tun! Nicht nur der eventuelle Fehler des Anwalts sondern auch der dadurch entstandene Schaden muss nachgewiesen werden
Das heißt, dass Sie beweisen müssten, dass Sie im Falle der richtigen Anwaltsauskunft sich gegen Ihren Bruder durchgesetzt hätten und die preiswerteste Bestattung beauftragt worden wäre.

Welches Sparpotential hätten Sie denn gerne realisiert?
Ok man kann das preiswerteste Bestattungsunternehmen beauftragen, auch online, und einen preiswerten Sarg bzw. Einäscherung und Urnengrab.

Hätten Sie auch auf den Beerdingungsgottesdienst verzichten wollen und auf jeglichen Blumenschmuck in der Aussegnungshalle und am Grab?

Mehr Sparpotential gibt es da nicht, da die Durchführung der Bestattung durch einen zertifizierten Bestatter gesetzlich vorgeschrieben ist.
Grüße, Susanne

Tangom
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Re: Falschberatung durch Anwalt

Beitrag von Tangom » 29.03.15, 13:39

Ja, hätte ich!

Für alle anderen "Extra-Wünsche" hätte dann mein Bruder selber aufkommen müssen.

Elyss
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Re: Falschberatung durch Anwalt

Beitrag von Elyss » 29.03.15, 13:45

Und wie wird der Nachweis geführt, dass man sich gegen den Bruder durchgesetzt hätte?
Grüßle

Elyss

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Re: Falschberatung durch Anwalt

Beitrag von Tangom » 29.03.15, 13:48

Ich hätte da einfach auf Stur geschaltet.

Möglich wäre es auch gewesen, ein Schreiben abzugeben, wonach ich nur mit der billigsten Variante einverstanden bin.

Elyss
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Re: Falschberatung durch Anwalt

Beitrag von Elyss » 29.03.15, 13:51

So funktioniert das aber nicht! Die Kosten für eine angemessene Beerdigung sind zu übernehmen

In welchert "Funktion" haftet man denn hier für die Kosten der Beerdigung? Als Erbe?
Grüßle

Elyss

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Re: Falschberatung durch Anwalt

Beitrag von Tangom » 29.03.15, 13:53

Nein, ich glaube in der Funktion als Unterhaltsverpflichteter.

SusanneBerlin
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Re: Falschberatung durch Anwalt

Beitrag von SusanneBerlin » 29.03.15, 14:15

Tangom hat geschrieben:Nein, ich glaube in der Funktion als Unterhaltsverpflichteter.
Die Unterhaltspflicht ist mit dem Tod des Unterhaltsberechtigten hinfällig.

Zutreffend dürfte vielmehr sein, dass nach dem Bestattungsgesetz die Angehörigen zur Bestattung und deren Kostentragung verpflichtet sind. Jedes Bundesland hat ein eigenes Bestattungsgesetz, meist ist die erste Verpflichtete die Ehefrau, nachfolgend die Kinder des Verstorbenen. In manchen BL ist auch der oder die Lebensgefährte/in in der Reihenfolge.
Grüße, Susanne

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Re: Falschberatung durch Anwalt

Beitrag von Tangom » 29.03.15, 14:19

Was passiert, wenn kein oder zu wenig Vermögen beim Bestattungspflichtigen vorhanden ist?
Muss er sich dann verschulden??

SusanneBerlin
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Re: Falschberatung durch Anwalt

Beitrag von SusanneBerlin » 29.03.15, 14:52

Der Fordernde der anteiligen Bestattungskosten ist ja wohl der Bruder. Man könnte dem Bruder sagen, dass man das Geld nicht hat, und/oder eine Vereinbarung treffen, den Anteil später oder in Raten zu bezahlen.

Man kann auch einen Antrag auf Übernahme der Bestattungskosten beim Sozialamt stellen. Wenn es jedoch einen weiteren, leistungsfähigen Bestattungspflichtigen gibt, könnte das Sozialamt den Antrag ablehnen, insbesondere wenn die Rechnung durch diesen bereits bezahlt worden ist.
Zuletzt geändert von SusanneBerlin am 29.03.15, 14:55, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße, Susanne

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Re: Falschberatung durch Anwalt

Beitrag von Tangom » 29.03.15, 14:54

Heißt das dann, dass ich nichts bezahlen muss?

SusanneBerlin
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Re: Falschberatung durch Anwalt

Beitrag von SusanneBerlin » 29.03.15, 15:00

Nein es heißt, dass Ihr Bruder einen zivilrechtlichen Erstattungsanspruch gegen Sie hat, den er aber solange nicht wird eintreiben können, wie Sie weder Vermögen noch Einkommen oberhalb der Pfändungsgrenze haben.
Grüße, Susanne

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Re: Falschberatung durch Anwalt

Beitrag von Tangom » 29.03.15, 15:04

Wo liegt die Pfändungsgrenze?

SusanneBerlin
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Re: Falschberatung durch Anwalt

Beitrag von SusanneBerlin » 29.03.15, 15:17

Die Pfändungsgrenze ist abhängig vom Einkommen. Sie liegt in jedem Fall oberhalb des Existenzminimums, so dass bei Hartz4-Beziehern ohne Sparguthaben nichts pfändbar ist.

Einfach "Pfändungstabelle 2015" in die Suchmaschinen Ihrer Wahl eingeben. Die meisten angezeigten Seiten enthalten auch Erläuterungen, wie diese zu handhaben ist.
Grüße, Susanne

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Re: Falschberatung durch Anwalt

Beitrag von Tangom » 29.03.15, 15:19

Zur Zeit habe ich kein Einkommen

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