Einschreiben mit Rückschein

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investmentclub
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Einschreiben mit Rückschein

Beitrag von investmentclub » 03.07.15, 09:49

Anwalt versendet Schreiben mit gewöhnlicher Post und verweist darin, dass er dasselbe Schreiben auch per Einschreiben mit Rückschein versandt hat.
Welchen Zweck verfolgt er damit?
Mit freundlichem Gruß
Hans-Jürgen

Tastenspitz
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Re: Einschreiben mit Rückschein

Beitrag von Tastenspitz » 03.07.15, 10:04

An den selben Adressaten am selben Tag?
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

FM
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Re: Einschreiben mit Rückschein

Beitrag von FM » 03.07.15, 10:20

Vielleicht hat der Anwalt die Hoffnung, dass gewöhnliche Sendungen trotz Streik eher zugestellt werden.

Kann dem Empfänger aber egal sein, wenn er ein Exemplar erhalten hat weiß er ja was der Anwalt ihm mitteilen will.

SusanneBerlin
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Re: Einschreiben mit Rückschein

Beitrag von SusanneBerlin » 03.07.15, 10:29

Des weiteren wird der gewöhnliche Brief zugestellt, auch dann wenn der Empfänger die Annahme des Einschreibebriefs verweigert oder nicht bei der Post abholt.
Grüße, Susanne

investmentclub
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Re: Einschreiben mit Rückschein

Beitrag von investmentclub » 03.07.15, 10:55

Tastenspitz hat geschrieben:An den selben Adressaten am selben Tag?
Ja, zu einem anderen Zeitpunkt würde ich ja verstehen.
Mit freundlichem Gruß
Hans-Jürgen

rabenthaus
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Re: Einschreiben mit Rückschein

Beitrag von rabenthaus » 03.07.15, 11:12

Hallo

ich denke der Anwalt will einfach nur klarstellen / aussagen: Kommen Sie bloß nicht auf den Gedanken das Schreiben in die Runde Ablage zu drücken mit dem Hintergedanken den Zugang zu bestreiten. Das kommt auch noch per Einschreiben und dann habe ichd en Beweis für den Zugang."

Ich würde ja Einwurf/Einschreiben bevorzugen.
Wir sind dafür, dass wir dagegen sind.

Roni
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Re: Einschreiben mit Rückschein

Beitrag von Roni » 03.07.15, 11:14

Ich würde ja Einwurf/Einschreiben bevorzugen.
ich auch, da es einfacher zugestllt werden kann.

PurpleRain
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Re: Einschreiben mit Rückschein

Beitrag von PurpleRain » 03.07.15, 11:41

Roni hat geschrieben:
Ich würde ja Einwurf/Einschreiben bevorzugen.
ich auch, da es einfacher zugestllt werden kann.
Die Option "mit Rückschein" beinhaltet aber eine vom Empfänger eigenhändig unterschriebene Empfangsurkunde :wink:
"Das ganze Problem mit der Welt ist, dass Dummköpfe und Fanatiker der Richtigkeit ihrer Sicht immer so sicher, weise Menschen aber so voller Zweifel sind." Bertrand Russel

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Re: Einschreiben mit Rückschein

Beitrag von investmentclub » 03.07.15, 14:17

Vielen Dank für die Hinweise.
Mit freundlichem Gruß
Hans-Jürgen

Nordlicht14
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Re: Einschreiben mit Rückschein

Beitrag von Nordlicht14 » 04.07.15, 15:06

Wenn man sicher zustellen will, Einwurf-Einschreiben.
Wenn man Risikobereitschaft hat, ggf Rückschein-Einschreiben, das nicht sicher ist (dauert lange und wenn es nicht von der Post abgeholt wird, ist es nicht zugestellt).
Wenn man total sicher zustellen will, Zustellung nur per Gerichtsvollzieher.

Ich habe ca 4 Einschreiben die Woche, die alle sicher zugestellt werden müssen wegen Fristen und Zustellnachweis. Daher ausnahmslos immer Einwurf-Einschreiben.

Nur derzeit funzt das nicht wegen des Poststreiks. Einschreiben werden einfach nicht bearbeitet. Es bleibt online in der Sendungsverfolgung auf Status "am 26.6. eingeliefert".

Daher stelle ich während des Poststreiks um und alles geht per Gerichtsvollzieherzustellung halt raus. Kostet zwar etwas mehr, ist aber sicher.

PurpleRain
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Re: Einschreiben mit Rückschein

Beitrag von PurpleRain » 04.07.15, 15:21

Nordlicht14 hat geschrieben:Daher stelle ich während des Poststreiks um und alles geht per Gerichtsvollzieherzustellung halt raus. Kostet zwar etwas mehr, ist aber sicher.
Sicher schon, aber mit welchen Zustellfristen? Meiner Erfahrung nach muss man da, je nach Zielort, schon mit einigen Wochen rechnen. Oder gibt es da ein Trick?
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FM
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Re: Einschreiben mit Rückschein

Beitrag von FM » 04.07.15, 15:24

Nordlicht14 hat geschrieben: Daher stelle ich während des Poststreiks um und alles geht per Gerichtsvollzieherzustellung halt raus. Kostet zwar etwas mehr, ist aber sicher.
Gerichtsvollzieher beauftragen sehr of die Post mit der Zustellung. "Sicher" ist dann zwar die Dokumentation, aber aus ihr kann sich ergeben: zu spät.

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Re: Einschreiben mit Rückschein

Beitrag von Nordlicht14 » 05.07.15, 15:42

Trick? Nein. Gerichtsvollzieher Zustellung dauert der Erfahrung nach 2-4 Tage ab dem Tag, wo es die Verteilerstelle hat u ihm rein legt. Wann er es hat, ist DERZEIT wieder eine Frage des Poststreik.
Einschreiben jedenfalls werden nach meiner Erfahrung derzeit im Streik kann nicht erst in die Verteilerzentralen gegeben und nicht zugestellt.

Ich habe Anfang des Jahres allerdings einmal eine Zustellung dem Gerichtsvollzieher direkt in die Hand gedrückt. Das war Zufall, da er gerade da war, als ich persönlich in der Verteilerstelle ankam in einem Gerichtsbezirk nur 70 km von hier.
Lohnte sich in dem Fall, da ich ein von mir gewonnenes eil-Verfügungsurteil zustellen musste und das halt fristgebunden ist.

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Re: Einschreiben mit Rückschein

Beitrag von Nordlicht14 » 05.07.15, 15:44

Das habe ich in 10 Jahren noch nie erlebt, dass Gerichtsvollzieher die Post beauftragen, bei einem ausdrücklichen Zustellauftrag, sondern immer höchstpersönlich dort zustellen.

Anders bei reinen Zwangsvollstreckungszustellungen, da stecken sie es einfach in die Post, nur eben hat man ne echte Zustellurkunde.

Roni
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Re: Einschreiben mit Rückschein

Beitrag von Roni » 05.07.15, 19:04

PurpleRain hat geschrieben:
Roni hat geschrieben:
Ich würde ja Einwurf/Einschreiben bevorzugen.
ich auch, da es einfacher zugestllt werden kann.
Die Option "mit Rückschein" beinhaltet aber eine vom Empfänger eigenhändig unterschriebene Empfangsurkunde :wink:
aber nur wenn er angstroffen wird.
Beim Einwurfeinschreiben dokumentiert der Zusteller die Zustellung mit Datum und unterschrift.
Bei einer PZU tut er das auch und der Empfänger unterschreibt da auch nicht.

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