Anwalt arbeitet nicht und sorgt für Probleme

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deerhunter
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Re: Anwalt arbeitet nicht und sorgt für Probleme

Beitrag von deerhunter » 12.08.15, 13:04

Name4711 hat geschrieben:Und was ist nun mit der Vergütung für die "Bemühungen" des Anwalts Nr.2 ?

Letztlich wird Anwalt Nr.3 jetzt exakt die gleichen Punkte wieder in Rechnung stellen!
Noch hat der Bekannte keine Rechnung bekommen!

Kann man den Fall den Rückabwickeln? Urteil ist ergangen vor MOnaten, Einspruchsfrist vorbei! >Viele Möglichkeiten gibt es da wohl nicht!
Gruß

Adam

Name4711
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Re: Anwalt arbeitet nicht und sorgt für Probleme

Beitrag von Name4711 » 12.08.15, 14:22

Viele Möglichkeiten gibt es da wohl nicht!
Naja, das ist ja das warum ich frage wie es mit dem Honororar des 2. Anwalts steht...

Der Mandant geht zum Anwalt sagt: Hilf mir mein Anwalt hat mich hängen lassen...

Der Anwalt wird tätig, Akteneinsicht , ausführliche Beratung usw.

...und sagt: Stimmt der Anwalt hat Mist gebaut - aber ich will nicht dagagen vorgehen...

Wie es so ist, ist mir schon klar das in Bundesrepublik der Mandant zahlen muss, da der anwalt ja leistungen erbracht hat usw.

Allerdings warte ich auf den Tag, dass ich den Gärtner bestelle, er soll mir den Garten mal schön machen - und der kommt an packt den Bagger , den Rasenmäher und 5 Mann aus. Kratzt sich am Kopf und läd wieder ein.

Bekomme ich dann die Rechnung für Anfahrt Abfahrt , Bagger und Lohn für fünf Mann?

Nee - ich wolte ja nicht die Belegschaft und den Bagger besichtigen sondern, dass mein Garten gemacht wird :mrgreen:


PS.: Der Gute hätte ja gleich zu Beginn ==sofort sagen können - ne, das Mandat nehme ich nicht an!

Kobayashi Maru
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Re: Anwalt arbeitet nicht und sorgt für Probleme

Beitrag von Kobayashi Maru » 12.08.15, 15:16

Name4711: Der Unterschied zwischen Dienst- und Werkvertrag ist bekannt?
SusanneBerlin hat geschrieben:Im Forum darf jeder seine unqualifizierte Meinung oder Erfahrungswerte schreiben.

Name4711
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Re: Anwalt arbeitet nicht und sorgt für Probleme

Beitrag von Name4711 » 12.08.15, 15:23

Kobayashi Maru hat geschrieben:Name4711: Der Unterschied zwischen Dienst- und Werkvertrag ist bekannt?
Natürlich:

Nur wenn ich den Erfolg bei Vertragsschluss gar nicht bewirken will...?

Ausserdem schrieb ich ja, das ich von einer Zahlungsverpflichtung zunächst mal ausgehen würde.

Ich fande es auch völlig ok, wenn der Anwalt zu beginn gesagt hätte : Ich prüfe die Rechtslage, bin aber nicht bereit gegen einen Kolleggen vorzugehen.

Vermutlich wird der Mandant aber dem Irrtum aufgesessen sein er hätte den Anealt gerade dzu beauftragt eben gegen jenen Anwalt vorzugehen :idea:

deerhunter
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Re: Anwalt arbeitet nicht und sorgt für Probleme

Beitrag von deerhunter » 12.08.15, 15:32

Es ist ja wirklich interessant...es kommen etliche Antworten, aber niemand nimmt tatsächlich mal gehörig Stellung gegen den Anwalt! Gibt es hier solchen massiven Korpsgeist? Ich bin bestimmt gegen jede Art von Anwaltbashing und habe selbst bisher immer nur mit "guten" Vetretern dieser Zunft" zu tun gehabt!
Wäre mir das ganze passiert, würde ich ausrasten.....Der Anwalt hat einen Auftrag angenommen und nichts getan, hat weder für den Mandanten gearbeitet wie vertraglich vereinbart, noch auf gerichtliche Schreiben reagiert...ja diese Schreiben sogar dem Mandanten unterschlagen! Der Mandat hat dadurch Probleme und wirtschaftliche Nachteile. Solch einem Anwalt gehört die Lizenz entzogen!

Ich bin Arzt und überlege gerade, was passiert wenn ich so arbeiten würde. Approbation weg und Gefängnis vermutlich :devil:
Gruß

Adam

webelch
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Re: Anwalt arbeitet nicht und sorgt für Probleme

Beitrag von webelch » 12.08.15, 15:39

Was an den Antworten ist so unverständlich?

Rechtsanwaltskammer schon kontaktiert?

Neuen Anwalt mit einem Schadenersatzverfahren beauftragt?

Oder warten Sie: Ja, Anwälte, wie auch Richter, Staatsanwälte und jegliche Juristen, stecken unter einer Decke und bilden eine Geheimgesellschaft zur Erlangung der Weltherrschaft. Besser?

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Re: Anwalt arbeitet nicht und sorgt für Probleme

Beitrag von Name4711 » 12.08.15, 15:43

webelch hat geschrieben:
Neuen Anwalt mit einem Schadenersatzverfahren beauftragt?
Scheinbar ja schon - und der hat nach ausgiebiger Prüfung erkannt, das er nichts unernehmen möchte...

Den - finde ich - noch viel zynischer, als den Anwalt, der einfach wohl alles verpeilt hatte :devil:

deerhunter
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Re: Anwalt arbeitet nicht und sorgt für Probleme

Beitrag von deerhunter » 12.08.15, 16:20

webelch hat geschrieben:Was an den Antworten ist so unverständlich?

Rechtsanwaltskammer schon kontaktiert?

Neuen Anwalt mit einem Schadenersatzverfahren beauftragt?

Oder warten Sie: Ja, Anwälte, wie auch Richter, Staatsanwälte und jegliche Juristen, stecken unter einer Decke und bilden eine Geheimgesellschaft zur Erlangung der Weltherrschaft. Besser?
Anwaltskammer wird wohl diese Woche noch kontaktiert, einen Anwalt wollte man ja damit beauftragen.....leider hackt bei dem "fiktiven" Mandanten im Umkreis eine Krähe der anderen kein Auge aus! Jetzt noch einen 3. Anwalt aus einer anderen Gegend zu kontaktieren erscheint etwas Zeit und Geld aufwendig!

Ist die Unterschlagung des Urteils strafrechtlich relevant?

PS: Richter, Staatsanwälte und andere Juristen wurden hier niemals angesprochen.....sondern nur ein "fauler und betrügerischer" Anwalt von dem sich ein jeder Jurist distanzieren sollte
Gruß

Adam

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Re: Anwalt arbeitet nicht und sorgt für Probleme

Beitrag von webelch » 12.08.15, 16:22

deerhunter hat geschrieben:.....sondern nur ein "fauler und betrügerischer" Anwalt von dem sich ein jeder Jurist distanzieren sollte
Auch in Gänsefüsschen sollte man solche Behauptungen eher zurückhaltend äussern oder gar verschriftlichen.

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Re: Anwalt arbeitet nicht und sorgt für Probleme

Beitrag von deerhunter » 12.08.15, 16:27

webelch hat geschrieben:
deerhunter hat geschrieben:.....sondern nur ein "fauler und betrügerischer" Anwalt von dem sich ein jeder Jurist distanzieren sollte
Auch in Gänsefüsschen sollte man solche Behauptungen eher zurückhaltend äussern oder gar verschriftlichen.
Da es sich hier um einen mit den Forenregeln übereinstimmenden "rein fiktiven Fall" handlelt, kann man in solch einen Fall so argumentieren, oder :D (Falls nicht, bitte ich einen Moderator dieses zu entfernen)
Oder wie bezeichnen Sie jemanden der einen Auftrag annimmt, dann 9 Monate nichts tut außer den Kunden zu vertrösten und ihn dann am Ende noch voll reinreißt und ein Urteil unterschlägt? In jedem anderen Business nennt man das einen faulen Betrüger...ist das bei Juristen anders?
Gruß

Adam

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Re: Anwalt arbeitet nicht und sorgt für Probleme

Beitrag von webelch » 12.08.15, 16:29

Ich bin raus... Viel Erfolg, also rein fiktiv.

rabenthaus
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Re: Anwalt arbeitet nicht und sorgt für Probleme

Beitrag von rabenthaus » 12.08.15, 19:40

Hallo

ja solche Anwälte gibt es halt auch. Aber es sind nicht bei weitem alle so. Sie sollten Ihre Wut etwas zügeln und daran denken dass Sie selber in einem Berzf arbeiten der große Verantwortung und Stress mit sich bringt.

Haben Sie in Ihrem Berufsleben nie einen Fehler gemacht? Was würden Sie sagen wenn man in einem anderen Forum so über Sie sprechen würde?

Haben Sie auch schon einmal darüber nachgedacht, dass Ihr erster Anwalt vielliecht unter Burnout und Depressionen leiden könnte? Sie sind so schnell dabei einen Menschen in Grund und Boden zu verdammen ohne über die Tatsachen oder die Konsequenzen nachzudenken.

Haben Sie sich schon einmal gefragt ob der zweite Anwalt nicht vielleicht gute Gründe hat sich nicht vorrangig um den Schadensersatz zu kümmern sondern den Schaden zu verhindern? Nicht immer wenn man etwas nicht versteht ist es automatisch falsch. Deshalb git es auch immer einen bestimmten Weg wie man in einem zivilisierten Land Dinge erledigt und miteiander umgeht.
Wir sind dafür, dass wir dagegen sind.

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Re: Anwalt arbeitet nicht und sorgt für Probleme

Beitrag von deerhunter » 12.08.15, 20:03

Hallo

ja solche Anwälte gibt es halt auch. Aber es sind nicht bei weitem alle so
Hallo und danke für die Beteiligung. Natürlich ist dieses ein absoluter Einzelfall. Ich habe in meinem Bekanntenkreis einige sehr gute Juristen und hatte bisher in eigenen Problemen immer nur mit sachkundigen Anwälten zu tun. Wie schon gesagt, bin ich nicht selbst betroffen, sonder ein sehr guter "fiktiver" Freund
Sie sollten Ihre Wut etwas zügeln und daran denken dass Sie selber in einem Berzf arbeiten der große Verantwortung und Stress mit sich bringt.
Ich bin immer etwas ungehalten aber lange nicht wütend, wenn jemand seinen Job nicht mit voller Hingabe ausübt und dabei ihm anvertraute Personen Personen benachteiligt. Hier wurde ja nun nicht nur nicht mit voller Hingabe, sondern überhaupt nichts getan!
Haben Sie in Ihrem Berufsleben nie einen Fehler gemacht? Was würden Sie sagen wenn man in einem anderen Forum so über Sie sprechen würde?
Natürlich habe ich Fehler gemacht im Beruf und Privatlben, habe aber dann immer versucht das wieder irgendwie gerade zu biegen und nicht den Kopf in den Sand gesteckt und dem Mandanten einfach einen Brief geschrieben, dass es nichts neues gibt! Das ist kein Fehler mehr, dass ist wissentlich und wollentlich "Betrug am Kunden"...Wer massive Fehler macht und diese nicht versucht zu reoarieren, muss damit rechnen das man schlecht über ihn spricht! Das ist im Privat- und Geschäftsleben völlig normal

Haben Sie auch schon einmal darüber nachgedacht, dass Ihr erster Anwalt vielliecht unter Burnout und Depressionen leiden könnte? Sie sind so schnell dabei einen Menschen in Grund und Boden zu verdammen ohne über die Tatsachen oder die Konsequenzen nachzudenken.
Wie schon gesagt nicht mein Anwalt! Auch dann hätte er einfach das Mandat jederzeit niederlegen müssen und den Mandanten darüber auflären, dass er ihn aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter vertreten kann. Aber nicht alles laufen lassen zum Nachteil des Klienten! Wenn Sie Ihren Xyz wegen einer kaputten Batterie in die Fachwerlstatt bringen und ihn nach 8 Monaten mit kompletten Motorschaden wieder bekommen, werden Sie vermutlich auch nicht freundlich danke sagen!
Anwälte neigen immer schnell zum klagen, aber wenn es selbst mal ein schwrzen Schaf erwischt, soll man alles entschuldigen.

Haben Sie sich schon einmal gefragt ob der zweite Anwalt nicht vielleicht gute Gründe hat sich nicht vorrangig um den Schadensersatz zu kümmern sondern den Schaden zu verhindern? Nicht immer wenn man etwas nicht versteht ist es automatisch falsch. Deshalb git es auch immer einen bestimmten Weg wie man in einem zivilisierten Land Dinge erledigt und miteiander umgeht.
Der 2. Anwalt wird nun doch Schadenersatz fordern (weil es wohl schon mehrere ähnliche Probleme mit dem A gibt), einen Beschwerde bei der Kammer einleiten und sich um den Rest des Sachverhaltes kümmern, das habe ich gerade erfahren. Trotzdem schönen Dank an alle! Kann geschlossen werden
Gruß

Adam

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Re: Anwalt arbeitet nicht und sorgt für Probleme

Beitrag von Name4711 » 12.08.15, 20:32

rabenthaus hat geschrieben: Haben Sie auch schon einmal darüber nachgedacht, dass Ihr erster Anwalt vielliecht unter Burnout und Depressionen leiden könnte? Sie sind so schnell dabei einen Menschen in Grund und Boden zu verdammen ohne über die Tatsachen oder die Konsequenzen nachzudenken.
August von Platen hat geschrieben: Es liegt an eines Menschen Schmerz, an eines Menschen Wunde nichts,
Es kehrt an das, was Kranke quält, sich ewig der Gesunde nichts!
Und wäre nicht das Leben kurz, das stets der Mensch vom Menschen erbt,
So gäb’s Beklagenswerteres auf diesem weiten Runde nichts!
....
Na, dann hoffe ich mal, dass sie von solch Mitgefühl beseelt sind, wenn der schwer depressive Mandant unter Burnout leident schwer traumatisiert die Rechnung nicht bezahlen kann... :roll:

Wer's nicht erkennt: :ironie:

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