Verjährungsfrist von Ansprüchen gg.Anwalt

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WHKD2000
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Re: Verjährungsfrist von Ansprüchen gg.Anwalt

Beitrag von WHKD2000 » 09.11.15, 20:39

freemont hat geschrieben:
eidechse hat geschrieben:Da es bisher noch keiner angesprochen hat. Ein Schaden ist nur dann vorhanden, wenn die Forderung auch betreibbar ist. Von daher fragt sich, ob der Beklagte überhaupt Zahlungen auf das Urteil erbracht hat.
Hallo,

wie das hier nun tatsächlich war, ist in mehrfacher Hinsicht unklar.

Gehen wir davon aus, die str. Zinsen sind zwar verjährt, das Geld wäre aber uneinbringlich gewesen. Dann läge der Schaden des Mandanten darin, dass er keinen Titel hat. Es kann ja sein, dass der Bekl. vielleicht erst in Jahrzehnten wieder zu Geld kommt. Mit einem Titel könnte der Kl. darauf zugreifen, ohne Titel ist die Forderung dagegen verloren.

So das OLG Hamm, 17.10.2006 - 28 U 68/06:
1. Bei uneinbringlicher Forderung gegen einen Schuldner, die ein Rechtsanwalt pflichtwidrig hat verjähren lassen, kommt eine Verurteilung des Rechtsanwalts zur Zahlung von Schadensersatz nicht in Betracht.

2. Auf entsprechendem Hiilfsantrag ist jedoch eine Feststellung zulässig und begründet, dass der Rechtsanwalt den Schaden zu ersetzen hat, der dadurch entsteht, dass der Mandant keinen Vollstreckungstitel gegen den früheren Schuldner erlangt hat.
gut,dass Sie auf diesen Aspekt noch eingegangen sind.In der Tat wäre das dann wohl die sprichwörtliche brotlose Kunst :ironie:
Nun,im vorliegenden fiktiven Fall war der Schuldner flüssig,und hat nach Zwangsmassnahmen fix gezahlt. 8)

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