Was ist von einem Richter zu halten der so etwas schreibt:

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windalf
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Re: Was ist von einem Richter zu halten der so etwas schreib

Beitrag von windalf » 17.12.15, 18:39

cmd.dea hat geschrieben:
windalf hat geschrieben:Gerade im Strafrecht gilt es doch Tat und Schuld angemessen Fehlverhalten zu sanktionieren...
Ihr Sanktionsbedürfnis hat wie ausreichend erkennbar mit tatsächlich rechtlichem Fehlverhalten nicht zu tun.
Ich formuliere die Frage andersherum. Muss es sich also jemand gefallen lassen auch auf ggf. mehrmaligen Hinweis mit falschem Namen von einer Behörder angeschrieben zu werden? Wenn das so sein sollte und man zum Beispiel nicht mit einer Klage dagegen vorgehen kann, dann ist das tatsächlich so..
Prügelknaben zu suchen und jedem was anhängen zu wollen, der mir gerade recht kommt, sollten wir das hier beenden.
Ich darf anmerken, dass ich im Gegensatz zum Threadersteller versucht habe das Ganze mal zu versachlichen und statt pauschal irgendjemanden zu beschuldigen erstmal gefragt habe wer überhaupt schuld sein könnte bzw. das verantwortet. WIr können das aber tatsächlich beeenden weil wir ja festgestellt haben, dass ein Richter so etwas nicht schreibt. Damit dürfte es schwierig werden eine Antwort auf die Frage zu finden was man von einem Richter halten soll, der so etwas schreibt. :christmas
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

cmd.dea
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Re: Was ist von einem Richter zu halten der so etwas schreib

Beitrag von cmd.dea » 17.12.15, 19:10

windalf hat geschrieben:Muss es sich also jemand gefallen lassen auch auf ggf. mehrmaligen Hinweis mit falschem Namen von einer Behörder angeschrieben zu werden?
Nein, aber das ist ganz anderes Thema. Ein etwaiger Berichtigungsanspruch würde sich gegen den Rechtsträger richten. Das ist je nach Bundesland entweder das Land selbst oder die Behörde als solches.

windalf
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Re: Was ist von einem Richter zu halten der so etwas schreib

Beitrag von windalf » 17.12.15, 19:16

Nein, aber das ist ganz anderes Thema.
Wenn man sich das nicht gefallen lassen muss und man dagegen vorgehen kann, dann muss es auch jemanden geben dem bei fortdauernder Zuwiderhandlung Konsequenzen drohen? Sollte dem so sein, dass ist das eben kein anderes Thema sondern dann gibt es eben gerade doch jemanden, der das verantwortet.
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

cmd.dea
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Re: Was ist von einem Richter zu halten der so etwas schreib

Beitrag von cmd.dea » 17.12.15, 19:31

Schönen Abend noch.

rabenthaus
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Re: Was ist von einem Richter zu halten der so etwas schreib

Beitrag von rabenthaus » 17.12.15, 19:36

Hallo windalf

so leid es mir tut, aber da kann man nichts rechtlich machen. Am besten auf der Geschäftsstelle anrufen, Humor beweisen und freundlich um Beachtung für die Zukunft bitten.

Im Zweifel ist es effektiver den Namen zu ändern als sich mit dem Gericht zu behängen. Es ist leichter einen Pudding an die Wand zu nageln, als ein Amtsgericht dazu zu bewegen irgendetwas in der Akte zu ändern. Ich habe zum Teil 2 Jahre gebraucht bis sich die Amtsgerichte an meine neue Adresse gewöhnt haben.
Zuletzt geändert von rabenthaus am 17.12.15, 21:19, insgesamt 1-mal geändert.
Wir sind dafür, dass wir dagegen sind.

fodere
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Re: Was ist von einem Richter zu halten der so etwas schreib

Beitrag von fodere » 17.12.15, 20:18

@cmd.dea:
Man möge mir meine obige Fragestellung verzeihen, aber das hat nichts mit Anschwärzen der Justiz zu tun.
Aber wenn an mich ein Schreiben kommt mit der Textunterschrift "Richter xy", so nehme ich in meiner Naivität an, es komme vom Richter - egal wer es physisch zu Papier gebracht hat.
Wenn in unserer Firma ein Schreiben unter meinem Namen hinausgeht, so bin ich dafür verantwortlich.
Aber aus einigen Beiträgen lässt sich wohl schließen:
Wie schön für Richter, wenn sie schreiben dürfen, was sie wollen, egal ob richtig oder falsch.
Schade nur, dass man hier angemotzt wird, wenn man eine deratige Frage stellt!

cmd.dea
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Re: Was ist von einem Richter zu halten der so etwas schreib

Beitrag von cmd.dea » 17.12.15, 20:26

fodere hat geschrieben:wenn an mich ein Schreiben kommt mit der Textunterschrift "Richter xy", so nehme ich in meiner Naivität an, es komme vom Richter - egal wer es physisch zu Papier gebracht hat.
Dann wissen Sie es jetzt besser, was Sie aber trotz dieser Erkenntnis nicht davon abgehalten hat, zu schreiben:
Wie schön für Richter, wenn sie schreiben dürfen, was sie wollen, egal ob richtig oder falsch.
Schade nur, dass man hier angemotzt wird, wenn man eine deratige Frage stellt!
Unsinn! Man wird nur angemotzt, wenn man so einen Blödsinn schreibt, wie sie eben. Ich habe Ihnen erklärt, dass und warum Richter mit dem, was aus ihren Verfügungen wird (in denen Sie die Anschreiben nicht selbst verfassen), nichts zu tun haben. Und jetzt erzählen Sie was davon, dass Richter "schreiben können, was sie wollen."

Ich habe in mehreren Beitragen umfassend erklärt, warum der Richter das überhaupt nicht geschrieben hat und er das Schreiben auch dann nicht mehr zu Gesicht bekommt. Also nochmal:

Der Richter kann nicht schreiben, was er will, aber das, worum es hier geht, schreibt er nicht und kontrolliert er auch nicht.

Aber da Sie ja erkennbar so oder so doch den Richter anschwärzen wollen, wie sich aus genau diesem Satz von Ihnen ergibt, ist auch hier jede weitere Erklärung sinnlos.

fodere
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Re: Was ist von einem Richter zu halten der so etwas schreib

Beitrag von fodere » 18.12.15, 15:17

cmd.dea hat geschrieben: Unsinn! Man wird nur angemotzt, wenn man so einen Blödsinn schreibt,
Und schon wieder!
Offensichtlich gilt für Sie das Sprichwort über die Krähe, die ....
Basta

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Re: Was ist von einem Richter zu halten der so etwas schreib

Beitrag von cmd.dea » 18.12.15, 15:44

fodere hat geschrieben:Offensichtlich gilt für Sie das Sprichwort über die Krähe, die ....
Das war zu erwarten. Wenn man sachlich nichts zu sagen hat, muss man halt Sprüche klopfen.

Ich habe die Abläufe bei gerichtlichen Schreiben und die Dienstwege dabei ausführlich erklärt, damit hätten Sie sich einfach mal auseinander setzen können. Selbst Windalf, der unbedingt einen Sündenbock sucht, hats verstanden.

Aber für Sie war das offensichtlich zu kompliziert oder passt halt nicht zu ihrem Wunsch, den Richter mal schön dumm anzumachen.

Da bleiben dann halt nur Stammtischparolen.

Wenn Sie mir was mitteilen wollen, dann gehen Sie erst einmal konkret auf das ein, was ich zu dem Thema erklärt habe.
Zuletzt geändert von cmd.dea am 18.12.15, 15:50, insgesamt 1-mal geändert.

windalf
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Re: Was ist von einem Richter zu halten der so etwas schreib

Beitrag von windalf » 18.12.15, 15:50

Selbst Windalf, der unbedingt einen Sündenbock sucht, hats verstanden.
Was soll das denn nun heißen? Ich habe von Anfang an gefragt. "Wer ist verantwortlich?" und bin nicht davon ausgegangen es muss der Richter sein...

Und warum es nun so schlimm sein soll zu erurieren wer verantwortlich ist (Sündenbock klingt so als ob auf jemand herhalten muss der dafür nicht verantwortlich ist) und für Fehlverhalten im Fall des Falles zur Rechenschaft gezogen werden muss leuchtet mir bis jetzt nicht ein. Es mag sein, dass es sich um eine absolute Lapalie handelt aber trotzdem ist es doch nicht falsch wissen zu wollen wer für diese Lapalie verantwortlich zeichnet und ggf. zuständig ist dafür zu sorgen, dass das abgestellt wird?
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

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Re: Was ist von einem Richter zu halten der so etwas schreib

Beitrag von cmd.dea » 18.12.15, 15:57

windalf hat geschrieben:Was soll das denn nun heißen? Ich habe von Anfang an gefragt. "Wer ist verantwortlich?" und bin nicht davon ausgegangen es muss der Richter sein...
So habe ich es ja auch gemeint. Sie haben von Anfang an einen Schuldigen gesucht, sich dabei aber nicht auf den Richter fokussiert, wie fodeure.
Und warum es nun so schlimm sein soll zu erurieren wer verantwortlich ist (Sündenbock klingt so als ob auf jemand herhalten muss der dafür nicht verantwortlich ist) und für Fehlverhalten im Fall des Falles zur Rechenschaft gezogen werden muss leuchtet mir bis jetzt nicht ein.
Und mir leuchtet nicht ein, warum man immer für alles jemanden finden muss, dem man Vorwürfe machen kann. Ich jedenfalls verspüre nicht dieses Bedürfnis, egal in welcher "Branche" Fehler auftreten.

Wenn ein Schaden eingreteten ist, muss es jemanden geben, der dafür haftet (was rechtlich nicht zwingend was mit Verantwortlichkeit zu tun hat). Das ist aber etwas anderes, als immer irgendwem Vorwürfe machen und Konsequenzen sehen zu wollen.

Aber das ist glaube einfach von Person zu Person unterschiedlich, so dass man es dabei belassen sollte.

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Re: Was ist von einem Richter zu halten der so etwas schreib

Beitrag von freemont » 18.12.15, 16:06

windalf hat geschrieben:
Selbst Windalf, der unbedingt einen Sündenbock sucht, hats verstanden.
Was soll das denn nun heißen? Ich habe von Anfang an gefragt. "Wer ist verantwortlich?" und bin nicht davon ausgegangen es muss der Richter sein...
...

Ganz einfach der, der unterschrieben hat.

"Mir egal, ich bin nicht zuständig", wenn der Name falsch ist, zeugt von mangelnder Dienstleistungsmentalität.

Man kann ja Dem, der das ausbessern kann/muss einen kurzen Hinweis geben, Kumi, Email, dass er das berichtigen soll. Oder wenn ein Beschwerdeschreiben vorliegt das nicht nur z.d.A. oder wgl. verfügen, sondern

1. Geschäftsstelle (?) bitte Nachnamen in der DB berichtigen
2. z.d.A.

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Re: Was ist von einem Richter zu halten der so etwas schreib

Beitrag von cmd.dea » 18.12.15, 16:21

freemont hat geschrieben: Ganz einfach der, der unterschrieben hat.
Das Schreiben in dieser Form - also mit dem Namen - ist von niemandem unterschrieben. Der Richter unterschreibt die Verfügung, in der stehen aber nicht die Namen, die Geschäftsstelle trägt die Namen ein, unterschreibt aber nicht.

Es ist aber doch längst klar, dass die Geschäftsstelle hier den Fehler gemacht hat. Sie hat die Namen eingesetzt. Wäre das Schrieben inhaltlich falsch, hätte der Richter den Fehler gemacht. Das scheint aber manchen nicht zu reichen.
Zuletzt geändert von cmd.dea am 18.12.15, 16:26, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Was ist von einem Richter zu halten der so etwas schreib

Beitrag von freemont » 18.12.15, 16:25

cmd.dea hat geschrieben:
freemont hat geschrieben: Ganz einfach der, der unterschrieben hat.
Das Schreiben in dieser Form - also mit dem Namen - ist von niemandem unterschrieben.

Aber da prangt doch ein Az. darüber?

Das Referat "gehört" doch Jemandem?

Das ist doch bloß ein Federstrich, macht keine Mühe und hebt das Ansehen.

Wgl.

cmd.dea
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Re: Was ist von einem Richter zu halten der so etwas schreib

Beitrag von cmd.dea » 18.12.15, 16:28

Es gibt in der Justiz Vorschriften, wie Schreiben erstellt, ausgefertigt und herausgeschickt werden.

Wenn die einem nicht gefallen, kann mann sich ja an die Landesregierung wenden, die sie erlässt, bei Bundesbehörden an die Bundesregierung.

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