Anwaltsgebühren

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gigi1961
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Anwaltsgebühren

Beitrag von gigi1961 » 22.03.17, 19:20

Wir hatten einen Anwalt A wegen Streitigkeiten mit dem Finanzamt beauftragt. Hätten wir das mal lieber selbst in die Hand genommen hätten wir uns jede Menge Ärger und Geld erspart. Dieser Anwalt A vereinbarte ein Honorar von 450€ pro Stunde mit uns . Eigentlich sollte die Angelegenheit in 3 oder 4 Stunden erledigt sein, aber dann ging der Terz erst richtig los. Unser Anwalt unterstellte uns plötzlich Betrügereien und wir waren ständig in der Beweispflicht unsere Unschuld zu beweisen. Plötzlich musste dann noch ein befreundeter Anwalt von ihm mit ins Boot geholt werden und wieder diskutierten nun zwei Anwälte über 5 Stunden unsinnige Dinge. Normalerweise würde ich sagen, selbst Schuld erst nachdenken, dann aufstehen und gehen - aber wir waren so geplättet und wurden zugetextet, dass keine Zeit für klare Gedanken in dem Moment blieben. Erst hinterher wurde uns die Inszenierung und die Farce dieses Termins bewusst. Abzocke vom Feinsten um das Honorar in die Höhe zu treiben. Wir kündigten daraufhin das Mandat mit unserem Anwalt A und regelten die strittige Angelegenheit in einer Stunde selbst. Mit der Beauftragung des Anwaltes A wollten wir uns Nerven sparen, das krasse Gegenteil war der Fall. Wir waren um 9500,00€ ärmer und durften die Angelegenheit mit dem Finanzamt nun selbst regeln. Mein Vertrauen in Anwälte ist nachhaltig gestört. Soweit so gut - wir hätten viel früher das Mandat entziehen sollen. Was mich aber richtig ärgert: nun kommt dieser von unserem Anwalt A engagierter zusätzliche Anwalt B (Strafverteidiger) ins Spiel, der auch noch 2500,00 € für seine dubiose Beratung in Rechnung stellt.
Meine Frage: Hätte er kein Mandat von uns haben müssen und eine Gebührenvereinbarung auf Stundenbasis (er hat seine Stunden und Fahrtkosten in Rechnung gestellt) mit uns treffen müssen? Genügt ein Mandat mit unserem Anwalt A, so dass dieser jeden weiteren Anwalt mit der selben Vergütungsvereinbarung, die wir mit ihm getroffen hatten, hinzuziehen kann?
Nach meinem Rechtsverständnis müsste der hinzugezogene zweite Fachanwalt mit uns doch eine separate Vergütungsvereinbarung treffen? Unterschrieben haben wir bei diesem 2. Anwalt gar nichts. Eine Erstberatung in Höhe von 190€ sehe ich grade noch ein - bei 9500€ Kosten geht das unter - aber 2500€??? Ich will nicht schon wieder zu einem neuen Anwalt rennen.:-) 2 mal abgezockt werden reicht fürs restliche Leben.
Wie ist die Rechtslage? Kennt sich jemand hier aus? Lieben Dank an alle.
Wenn ich es nicht selbst erlebt hätte - würde ich diese Story als tolle Münchhausen Story abtun. :cry:

Name4711
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Re: Anwaltsgebühren

Beitrag von Name4711 » 23.03.17, 20:16

Die Frage entspricht so ja offensichtlich nicht den Forenregeln :mrgreen:

Die gute Nachricht: Anwalt C ,der sich dann um die Honorare kümmern soll, wird vermutlich günstiger zu haben sein - wenn man nicht zu großzügig bei der Honorarvereinbarung ist :lachen: :lachen:

rabenthaus
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Re: Anwaltsgebühren

Beitrag von rabenthaus » 23.03.17, 20:26

Hallo

da sollten Sie sich an die Anwaltskammer wenden. Ich befürchte da ist der Kollege nicht sehr gut mit Ihnen umgegangen.
Wir sind dafür, dass wir dagegen sind.

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