Anwaltsfehler und jetzt?

Moderator: FDR-Team

MarkusToe
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Re: Anwaltsfehler und jetzt?

Beitrag von MarkusToe » 08.02.19, 20:48

Erste Instanz war LG

Nordlicht14
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Re: Anwaltsfehler und jetzt?

Beitrag von Nordlicht14 » 10.02.19, 01:01

Dann kann es keine Revision sein. Die wäre dann am BGH. Es ist die Berufung erst am OLG. Gilt aber ansonsten dasselbe. Ohne Nachweis im Sitzungsprotokoll, dass die klage Erfolg hat, kann man sich auf mündliches Inaussichtstellen natürlich nicht verlassen/berufen.

MarkusToe
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Re: Anwaltsfehler und jetzt?

Beitrag von MarkusToe » 15.05.19, 10:56

Die Sache liegt jetzt beim OLG
Die Mitschrift der Verhandlung beim LG sagte aus: Fahrzeug wird Zug um Zug zurück gegeben, die Begründung geht ihnen schriftlich zu.

Begründung des Anwalts : da Gütergemeinschaft wäre es egal wer klagt (sinngemäß).
Gegenseite hat Fristverlängerung bis Ende Mai beantragt und bekommen....

Bin mir immer noch nicht sicher ob das wirklich Zielführend ist.
Die RV ist im Boot und unterstützt das Vorhaben.....

Nordlicht14
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Re: Anwaltsfehler und jetzt?

Beitrag von Nordlicht14 » 15.05.19, 23:33

MarkusToe hat geschrieben:Die Sache liegt jetzt beim OLG
Die Mitschrift der Verhandlung beim LG sagte aus: Fahrzeug wird Zug um Zug zurück gegeben, die Begründung geht ihnen schriftlich zu.

Begründung des Anwalts : da Gütergemeinschaft wäre es egal wer klagt (sinngemäß).
Gegenseite hat Fristverlängerung bis Ende Mai beantragt und bekommen....

Bin mir immer noch nicht sicher ob das wirklich Zielführend ist.
Die RV ist im Boot und unterstützt das Vorhaben.....
??? Egal wer klagt?
Und RSV im Boot heisst erst mal rein gar nichts und ist neutral, erstmal nur Deckungszusage.

MarkusToe
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Re: Anwaltsfehler und jetzt?

Beitrag von MarkusToe » 26.05.19, 18:11

Schriftsatz der gegnerischen Partei eingetroffen.
Wie gedacht wird auf die nicht vorhandene Aktivlegitimation abgehoben....
Ist durch dieses Verfahren eine Verjährung des Anwalts Fehlers gehemmt, oder würde das verjähren?

Nordlicht14
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Re: Anwaltsfehler und jetzt?

Beitrag von Nordlicht14 » 27.05.19, 02:03

Paragraphen 195 und 199 BGB.
Verjährung endet am 31.12. um 24:00 desjenigen Jahres nach 3 Jahren ab Beginn der Kenntnis der Pflichtverletzung.

Kommt mithin darauf an, wann rechtlich Kenntnis war der Pflichtverletzung: in 2018 mit verlorenem 1. instanzlichen Urteil wegen des Fehlers, den falschen als Kläger gewählt zu haben? Oder ab Berufungsurteil, was dies bestätigen wird.

MarkusToe
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Re: Anwaltsfehler und jetzt?

Beitrag von MarkusToe » 22.08.19, 08:27

wobei wir hier immer nich nicht weiter sind...immer noch keinen Termin beim OLG...

Die Hauptfrage: wofür muss der RA haften? - ER hat ja schließlich den Fehler gemacht...

Wertverlust Differenz - Urteil A - LG Urteil B (dann neu X jahre später wieder beim LG)
Oder, oder?

Da diese Kanzlei sich auch auf mehrfaches Anschreiben nicht rührt - wie verklage ich einen Anwalt :( ? - gibts da Anwälte die das erfolgreich tun?

Nordlicht14
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Re: Anwaltsfehler und jetzt?

Beitrag von Nordlicht14 » 23.08.19, 00:26

Durch Einreichung einer den Bestimmungen entsprechenden Klageschrift beim zuständigen Gericht, mit beziffertem (= konkreter Euro-Betrag der Forderung) Klageantrag und substantiierter Begründung sowie sämtlichen notwendigen Anlagen zur Beweisführung.

https://dejure.org/gesetze/ZPO/253.html

SusanneBerlin
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Re: Anwaltsfehler und jetzt?

Beitrag von SusanneBerlin » 23.08.19, 07:34

Wertverlust Differenz - Urteil A - LG Urteil B (dann neu X jahre später wieder beim LG)
Oder, oder?
Nein, der Schaden sind die Mehrkosten, die man durch die Berufung hat.
Grüße, Susanne

MarkusToe
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Re: Anwaltsfehler und jetzt?

Beitrag von MarkusToe » 23.08.19, 19:19

Der Verlust ist ja der Mehrbetrag der an den Herstellerzu zahlen ist.
Der wäre ja nicht aufgelaufen wenn der RA den Fehler nicht gemacht hätte.....

Ich habe beim Verklagen eines RA immer das Beispiel mit der Krähe im Hinterkopf

SusanneBerlin
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Re: Anwaltsfehler und jetzt?

Beitrag von SusanneBerlin » 23.08.19, 22:24

Die Verfahrenskosten der verlorenen erstinstanzlichen Klage kommen werden dem Unterliegenden der Berufungsklage aufgebürdet, die erstattet dann also der Gegner.

Ja es gibt Anwälte, die sich scheuen einen Kollegen zu verklagen, da muss man eben weiter suchen.
Grüße, Susanne

Nordlicht14
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Re: Anwaltsfehler und jetzt?

Beitrag von Nordlicht14 » 23.08.19, 23:54

Anwaltssuchdienst der örtlichen Anwaltskammer anrufen, diese nennen drei Anwälte aus der Liste Zivilrecht, ohne Präferenz, nach Zufallsgenerator, diese anfragen ob sie übernahmebereit wären, und zu welchen Honorarkonditionen, und einen davon beauftragen.

Wenn keiner davon dies zu übernehmen bereit sein sollte oder zu für sie nicht angenehmen preislichen Honorarbedingungen: weiter suchen ggf in den bekannten Anwaltssuchdiensten im Netz.
Oder selbst probieren, falls der mutmassliche Schadensbetrag bis 5.000 ist, da dann kein Anwaltszwang in der 1. Instanz bis zur Berufung dazu ist.
Viel Glück und Erfolg und alles Gute.

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