eigenes Risiko

Moderator: FDR-Team

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saya
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eigenes Risiko

Beitrag von saya »

Angenommen mahnt und vollstreckt ein Anwalt ohne vorherige Rücksprache mit dem Mandant den Gegner.

Wer zahlt die Anwaltkosten wenn Gegner nicht zahlt, ist es Anwalt eigenes Risiko ?
ExDevil67
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Re: eigenes Risiko

Beitrag von ExDevil67 »

Anscheinend gibt es ja ein Mandat für den Anwalt. Was genau umfasst das? Das der Anwalt das ohne Auftrag macht, schwer vorstellbar.
SusanneBerlin
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Re: eigenes Risiko

Beitrag von SusanneBerlin »

Mit irgendwas muss der Anwalt ja beauftragt worden sein, sonst hätte er die Daten des Gegners nicht.
Grüße, Susanne
saya
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Re: eigenes Risiko

Beitrag von saya »

Natürlich war ein Anwalt zuvor einmals beauftragt gewesen.
aber Vollstreckung ohne Rücksprache kann ja gewaltig schieft gehen !

zB.:
Anwalt kann nicht wissen,
inwieweit Mandant mit Gegner zwischenzeitlich "geredet", ob Gegner gezahlt haben;
finanzielle Lage des Gegners, womöglich eine Vollstreckung sinnlos ist.
...
Celestro
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Re: eigenes Risiko

Beitrag von Celestro »

wenn der Anwalt "einfach gemacht hat" wird es wohl eigenes Risiko sein. Aber das dürfte schwer zu beweisen sein ....
SusanneBerlin
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Re: eigenes Risiko

Beitrag von SusanneBerlin »

Natürlich war ein Anwalt zuvor einmals beauftragt gewesen.
Wollen oder können Sie nicht beantworten, womit der Anwalt beauftragt worden ist?
Grüße, Susanne
saya
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Re: eigenes Risiko

Beitrag von saya »

Deshalb soll ein Anwalt sicherheitshalber vor jeden Schritt den Mandant kontaktieren.

Deshalb ist das Eintreiben durch Anwalt für beide Parteien wenig sinnvoll. Außer bei endgültig festgestellten Nichtzahlung.
Kobayashi Maru
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Re: eigenes Risiko

Beitrag von Kobayashi Maru »

saya hat geschrieben: 16.10.19, 11:15 Natürlich war ein Anwalt zuvor einmals beauftragt gewesen.
Ich nehme an, er war beauftragt, einen Titel (Urteil, Vollstreckungsbescheid, Vergleich) zu erwirken.
Die Zwangsvollstreckung aus diesem Titel stellt jedenfalls gebührenrechtlich einen neuen Auftrag dar. Dieser muss vom Mandanten erteilt worden sein. Vollstreckt der Anwalt ohne Auftrag, erwächst kein Honoraranspruch.

Was steht in der Vollmacht?
SusanneBerlin hat geschrieben:Im Forum darf jeder seine unqualifizierte Meinung oder Erfahrungswerte schreiben.
FM
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Re: eigenes Risiko

Beitrag von FM »

saya hat geschrieben: 16.10.19, 11:15 zB.:
Anwalt kann nicht wissen,
inwieweit Mandant mit Gegner zwischenzeitlich "geredet", ob Gegner gezahlt haben;
finanzielle Lage des Gegners, womöglich eine Vollstreckung sinnlos ist.
...
Das wird jeder einigermaßen klar denkende Mandant seinem Anwalt natürlich mitteilen.
SusanneBerlin
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Re: eigenes Risiko

Beitrag von SusanneBerlin »

saya hat geschrieben: 16.10.19, 11:15 Natürlich war ein Anwalt zuvor einmals beauftragt gewesen.
aber Vollstreckung ohne Rücksprache kann ja gewaltig schieft gehen !

zB.:
Anwalt kann nicht wissen,
inwieweit Mandant mit Gegner zwischenzeitlich "geredet", ob Gegner gezahlt haben;
finanzielle Lage des Gegners, womöglich eine Vollstreckung sinnlos ist.
...
Wenn der Anwalt ursprünglich mit der Vollstreckung beauftragt war und der Mandant inzwischen wegen neuer Erkenntnisse über die finanzielle Situation des Gegners, keine Vollstreckung mehr möchte, dann sollte der Mandant dies dem Anwalt mitteilen,

da der Anwalt es sonst nicht wissen kann!

Ist doch eine klare Sache, aus den Gründen die Sie genannt haben.
Grüße, Susanne
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