zu viel berechnet?

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AndreasHL
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zu viel berechnet?

Beitrag von AndreasHL »

Hallo,

Schwiegermutter erstellt nach dem Tod des Mannes kein Vermögensverzeichnis.

Ein Anwältin wird beauftragt und fordert sie unter Fristsetzung auf, das Vermögensverzeichnis zu erstellen. Für diese Tätigkeit stellt sie im Oktober 2020 bei einem angenommenen Streitwert von 6000 Euro = 464 Euro in Rechnung.

Da das Vermögensverzeichnis bis heute nicht erstellt wurde, reicht sie Klage ein und übersendet Ende Dezember 2020 gleichzeitig eine zweite Rechnung, wieder ausgehend von einem Gegenstandwert von 6000 €:

I. Außergerichtliche Tätigkeit
Geschäftsgebühr §§ 13, 14 RVG, Nr. 2300 VV RVG 1,3 = 460,20 €
Pauschale Post usw. 20,-- €
Netto 480,20 €
Mehrwertsteuer 76,83 €
Summe 557,03 €

2. gerichtliches Verfahren
Gegenstandswert 6000 €
Verfahrensgebühr § 13 RVG, Nr. 3100 VV RVG 460,20 €
Anrechnung gem. Vorbem. 3 IV VV RVG aus
6000 € 0,65 -230,10 €
Pauschale Post 20-- €
Zwischensumme netto 250,10 €
Mehrwertsteuer 47,52 €
Endbetrag 2 297,62 €

Rechnungssumme Endbetrag I * II 854,65 €

Hätte hier nicht die bereits geleistete Zahlung in Höhe von 646 Euro in Abzug gebracht werden müssen? Die Rechnung für diese Schreiben ist leider nicht mehr abrufbar, aber nach Mitteilung eines der Erbberechtigten war diese Rechnung für "diverse Schreiben".

Es handelt sich immer um ein und dieselbe Erbschaftsangelegenheit,

Viele Grüße

Andreas
Nordlicht14
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Re: zu viel berechnet?

Beitrag von Nordlicht14 »

Aber selbstverständlich sind die gezahlten Vorschüsse ZWINGEND anzurechnen.
mwjm
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Re: zu viel berechnet?

Beitrag von mwjm »

AndreasHL hat geschrieben: 28.12.20, 22:24 Für diese Tätigkeit stellt sie im Oktober 2020 bei einem angenommenen Streitwert von 6000 Euro = 464 Euro in Rechnung.
AndreasHL hat geschrieben: 28.12.20, 22:24 Hätte hier nicht die bereits geleistete Zahlung in Höhe von 646 Euro in Abzug gebracht werden müssen?
Welche den nun?
Falsche Urteile sind schlimm. Schlimmer sind Anwälte, die das nicht erkennen.
Nordlicht14
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Re: zu viel berechnet?

Beitrag von Nordlicht14 »

Das, was tatsächlich auch eingezahlt wurde. Ob nun 464 oder 646 oder 2000 - genau das ist natürlich anzurechnen.
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