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recht.de • Thema anzeigen - Übernommene Beiträge zur Krankenversicherung
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BeitragVerfasst: 08.03.18, 15:04 
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Vater A macht die von seinen Kindern B und C geleisteten Beiträge zur Krankenversicherung in seiner Steuererklärung geltend. Nun haben die Kinder im Laufe des Jahres steuerfreie Zuschüsse zur Kranken-und Pflegeversicherung erhalten.(Bafög) Werden diese Zuschüsse in den Steuererklärungen der Kinder aufgeführt, oder muss der Vater sich diese Zuschüsse in seiner Erklärung gegenrechnen lassen?

Wie ist die Rechtslage?


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BeitragVerfasst: 13.03.18, 21:56 
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seefussballer hat geschrieben:
Vater A macht die von seinen Kindern B und C geleisteten Beiträge zur Krankenversicherung in seiner Steuererklärung geltend.
Als Sonderausgaben für kindergeldberechtigte Kinder oder als Unterstützungsleistung im Rahmen von außergewöhnlichen Belastungen? Ich gehe nachfolgend vom letzteren aus.
seefussballer hat geschrieben:
Nun haben die Kinder im Laufe des Jahres steuerfreie Zuschüsse zur Kranken-und Pflegeversicherung erhalten.(Bafög) Werden diese Zuschüsse in den Steuererklärungen der Kinder aufgeführt, oder muss der Vater sich diese Zuschüsse in seiner Erklärung gegenrechnen lassen?
Der Unterhaltshöchstbetrag für nicht kindergeldberechtigte Kinder wird um die vom Unterstützer getragenen Beiträge zur Basis-Kranken- und Pflegepflichtversicherung erhöht. Der gesamte (erhöhte) Unterhaltshöchstbetrag wird anschließend um die Einkünfte und Bezüge der unterstützten Person gekürzt. Da die BAföG-Zuschüsse (auch für die Basisabsicherung) zu den Bezügen gehören, erfolgt auf diesem Wege die Gegenrechnung beim Unterstützer.


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BeitragVerfasst: 14.03.18, 14:02 
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Die Beiträge werden als Sonderausgaben für eigenständig versicherte kindergeldberechtigte Kinder angegeben!

Wie ist die Rechtslage?


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BeitragVerfasst: 16.03.18, 00:30 
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seefussballer hat geschrieben:
Die Beiträge werden als Sonderausgaben für eigenständig versicherte kindergeldberechtigte Kinder angegeben!

Wie ist die Rechtslage?
Du bist aber unerbittlich.

Im BMF-Schreiben vom 19.8.2013, BStBl. 2013 I S. 1087 Rz. 68 steht dazu folgendes.
Zitat:
Die Beiträge zur Basisabsicherung können grundsätzlich vom Versicherungsnehmer - i n den Fällen des § 10 Absatz 1 Nummer 3 Satz 2 EStG abweichend aber auch vom Unterhaltsverpflichteten - geltend gemacht werden, wenn dieser die eigenen Beiträge eines Kindes, für das ein Anspruch auf einen Kinderfreibetrag oder auf Kindergeld besteht, wirtschaftlich getragen hat. Hierbei kommt es nicht darauf an, ob die Beiträge in Form von Bar- oder Sachunterhaltsleistungen getragen wurden. Die Beiträge können zwischen den Eltern und dem Kind aufgeteilt, im Ergebnis aber nur einmal - entweder bei den Eltern oder beim Kind - als Vorsorgeaufwendungen berücksichtigt werden (Grundsatz der Einmalberücksichtigung). Die Einkünfte und Bezüge des Kindes haben keinen Einfluss auf die Höhe der bei den Eltern zu berücksichtigenden Vorsorgeaufwendungen.

Leider wird da nicht explizit auf BAföG-Zuschüsse zur K- und PV eingegangen. Aber BAföG-Zuschüsse zählen m. W. im allgemeinen auch zu den Bezügen.


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BeitragVerfasst: 16.03.18, 13:50 
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Dann wird der Vater A die Bafögzuschüsse bei den Steuererklärungen der Kinder eintragen, und die geleisteten Krankenkassenbeiträge bei sich geltend machen.
Er ist gespannt, was passieren wird.


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BeitragVerfasst: 16.03.18, 23:26 
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seefussballer hat geschrieben:
Dann wird der Vater A die Bafögzuschüsse bei den Steuererklärungen der Kinder eintragen,...
Meines Wissens sind die Zuschüsse (Bezüge) bei den Kindern nicht mehr steuerrelevant. Bis 2011 wurde den volljährigen Kinder, deren Einkünften und Bezügen gewissen Grenzen überschritten haben, das Kindergeld gestrichen.
seefussballer hat geschrieben:
...und die geleisteten Krankenkassenbeiträge bei sich geltend machen.
so würde ich es auch machen, zumal es sicher auch der Rechtslage entspricht.


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BeitragVerfasst: 19.03.18, 13:48 
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Es geht nicht um das Bafög als solches, sondern um den Anteil des steuerfreien Zuschusses zur Kranken- und Pflegeversicherung, welcher nach $ 10 Abs. 4b Satz 4 EStG vom Bafögamt an die zentrale Stelle (§ 81 EStG) gemeldet wurde.

Wie ist die Rechtslage?


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BeitragVerfasst: 19.03.18, 22:57 
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seefussballer hat geschrieben:
Es geht nicht um das Bafög als solches, sondern um den Anteil des steuerfreien Zuschusses zur Kranken- und Pflegeversicherung, welcher nach $ 10 Abs. 4b Satz 4 EStG vom Bafögamt an die zentrale Stelle (§ 81 EStG) gemeldet wurde.
Das habe ich wohl verstanden, dennoch kann ich zur Rechtslage nichts Verbindliches sagen.

Aber wenn man es in Analogie zum Verfahren bei Unterstützungsleistungen (siehe meinen ersten Beitrag) sieht, dann dürften diese Zuschüsse auch nicht unter den Tisch fallen. Im 4b steht auch, dass Zuschüsse Erstattungen gleichzustellen sind. Das dürfte die Rechtslage sein.
seefussballer hat geschrieben:
Wie ist die Rechtslage?
Wo genau geregelt ist, wie diese Zuschüsse beim Übernehmenden berücksichtigt werden, weiß ich leider nicht.


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BeitragVerfasst: 26.07.18, 19:15 
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Hanomag hat geschrieben:
seefussballer hat geschrieben:
Es geht nicht um das Bafög als solches, sondern um den Anteil des steuerfreien Zuschusses zur Kranken- und Pflegeversicherung, welcher nach $ 10 Abs. 4b Satz 4 EStG vom Bafögamt an die zentrale Stelle (§ 81 EStG) gemeldet wurde.
Das habe ich wohl verstanden, dennoch kann ich zur Rechtslage nichts Verbindliches sagen.

Aber wenn man es in Analogie zum Verfahren bei Unterstützungsleistungen (siehe meinen ersten Beitrag) sieht, dann dürften diese Zuschüsse auch nicht unter den Tisch fallen. Im 4b steht auch, dass Zuschüsse Erstattungen gleichzustellen sind. Das dürfte die Rechtslage sein.
seefussballer hat geschrieben:
Wie ist die Rechtslage?
Wo genau geregelt ist, wie diese Zuschüsse beim Übernehmenden berücksichtigt werden, weiß ich leider nicht.


Die Zuschüsse wurden nicht abgezogen. Die Steuererklärung wurde in Gänze akzeptiert, insbesondere wurden die Krankenkassenbeiträge beim Vater annerkannt, OHNE das dieser diese tatsächlich übernommen hat.


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BeitragVerfasst: 28.07.18, 11:08 
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seefussballer hat geschrieben:
Nun bekommt die Mutter einen Anruf vom Finanzamt. Diese Beiträge könnten bei ihr nicht annerkant werden, da die Beiträge bei ihren Söhnen vollautomatisch berücksichtigt wurden, obwohl die Söhne diese in ihrern Erklärungen nicht aufgeführt haben.

seefussballer hat geschrieben:
Die Zuschüsse wurden nicht abgezogen. Die Steuererklärung wurde in Gänze akzeptiert, insbesondere wurden die Krankenkassenbeiträge beim Vater annerkannt, OHNE das dieser diese tatsächlich übernommen hat.
Kam jetzt noch ein Anruf, oder handelt es sich um verschiedene Jahre bzw. verschiedene Steuerpflichtige :?:


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