Umsatzregel

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Highpatriotsu
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Umsatzregel

Beitrag von Highpatriotsu »

Hallo liebe Nutzer!
Ich habe eine Frage zum deutschen Hotel-und Gewerberecht.

Gibt es, bei einer gerade neu gegruendeten Pension, bestimmte Regelungen und/oder Gesetze ueber die Hoehe des Umsatzes? Das Steueramt macht uns Probleme weil unser Umsatz nicht hoch genug ist und beschuldigt uns der "Liebhaberei". (Wir haetten angeblich kein Interesse daran Umsatz zu machen, was natuerlich nicht stimmt!)
Logischerweise ist es als neu eroeffnete Pension schwieriger, weil man noch keinen festen Kundenstamm hat. Ich habe gehoert es gibt eine Regel fuer neue Gewerbe; und zwar dass die Umsaetze in den ersten Jahren nicht so hoch sein muessen wie bei aelteren Unternehmen.

Kann mir irgend jemand in der Richtung weiterhelfen?

Vielen lieben Dank,
bis bald

Phönix3
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Beitrag von Phönix3 »

Hallo,
eine "Höhe des Umsatzes" kann das Finanzamt nicht als Grundlage nehmen.
Selbst wenn es keine neue Gaststätte wäre und man hätte die vom Vorgänger übernommen, wären die Umsatzzahlen, die derjenige schrieb nicht zwingend vergleichbar. (Der Vorgänger hatte vielleicht seine ganze Familie beschäftigt, mehr Sitzplätze, ein anderes Angebot usw.)

Das Finanzamt orientiert sich an der Absicht, Gewinne zu erzielen und an der Nachhaltigkeit und kann es an den Zahlen sehen, die SIE bringen.

Wenn Sie die Gasstätte erst ein Jahr zum Beispiel haben und unverhältnismässig viel Verluste haben (durch horrente Aufwendungen) dann wird ein Finanzamt evtl. schon misstrauisch, ob Sie das nicht als Abschreibeobjekt nehmen, vor allem, wenn die Gaststätte im "Nebengewerbe" betrieben und nur an bestimmten Tagen wird.. Aber wenn Sie dem FA gegenüber erklären können (Gespräch) dass die neue Einrichtung soviel gekostet hat, WEIL......und was da alles zu sanieren war usw. kann das geklärt werden.
Im Schnitt geben Finanzämter einem Selbständigen schon 1-3 Jahre Zeit, bis er Gewinne schreibt.
Also immer mit den Leuten dort auch sprechen, um evtl. entstehende Missverständnisse schon gar nicht aufkommen zu lassen.
Sollte der Vorwurf der "Liebhaberei" dennoch fortbestehen bleiben und die Gewinne auch nach angemessenem Neugründungszeitraum ausbleiben, hat das Finanzamt das Recht, Ihnen sämltiche Abschreibemöglichikeiten zu untersagen. Abmelden müssen Sie deshalb aber nicht, denn Sie müssen ja angemeldet bleiben, wenn Sie eine Gaststätte betreiben.
Gruß
Phö-nixe

[size=67]Zitat @ Dipl.-Sozialarbeiter: F[b]D[/b]R heißt [i]"Forum [u]deutsches[/u] Recht"[/i] und F[b]G[/b]R = [i]"Forum g[u]efühltes[/u] Recht"[/i]...:lol:[/size]

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