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Unterhalt steuerlich gesehen

Verfasst: 13.07.09, 09:49
von pisa
Liebes Forum

Angenommen ein Unterhaltsanspruch beträgt im Jahr rund 20.000,-- €

Der Unterhaltsleistende kann aber nach § 10 EStG nur 13.805,-- € als Sonderausgabe abziehen. (Anlage "U" wurde unterschrieben)

Muss der Unterhaltsempfänger dann den darüber liegenden Betrag in seiner Steuererklärung voll versteuern?

Gruß pisa

Unterhalt steuerlich gesehen

Verfasst: 13.07.09, 09:52
von pisa
Liebes Forum

Angenommen ein Unterhaltsanspruch beträgt im Jahr rund 20.000,-- €

Der Unterhaltsleistende kann aber nach § 10 EStG nur 13.805,-- € als Sonderausgabe abziehen. (Anlage "U" wurde unterschrieben)

Muss der Unterhaltsempfänger dann den darüber liegenden Betrag in seiner Steuererklärung voll versteuern?

Gruß pisa

Verfasst: 13.07.09, 11:20
von *Mariechen*
Nein, vgl. § 22 Nr. 1a EStG:

"Einkünfte aus Unterhaltsleistungen, soweit sie nach § 10 Abs. 1 Nr. 1 vom Geber abgezogen werden können."

Unterhalt steuerlich gesehen

Verfasst: 13.07.09, 15:15
von pisa
Also ich begreife den angeführten Paragraf einfach nicht.

Ist das so richtig, dass auf jeden Fall vom Empfänger (Empfängerin) der Unterhalt nicht versteuert werden muss? Auch wenn er so hoch wäre?

Das kann doch nicht sein, oder????

Wahrscheinlich kann ich bei der Hitze heute nicht richtig denken.

Hilfe pisa

Re: Unterhalt steuerlich gesehen

Verfasst: 13.07.09, 16:25
von whvceltic
pisa hat geschrieben:Also ich begreife den angeführten Paragraf einfach nicht.

Ist das so richtig, dass auf jeden Fall vom Empfänger (Empfängerin) der Unterhalt nicht versteuert werden muss? Auch wenn er so hoch wäre?

Das kann doch nicht sein, oder????

Wahrscheinlich kann ich bei der Hitze heute nicht richtig denken.

Hilfe pisa
doch so ist dass! die 13.805 EUR sind schon eine Ausnahme, normalerweise fällt Unterhalt unter gar keine Einkunftsart !deshalb ist der übersteigende Betrag nicht zu versteuern und von der anderen Person nicht abziehbar

deshalb heißt es ja auch SONDERAUSGABE da Unterhalt nur bedingt mit EINKÜNFTEN etwas zu tun hat und systematisch somit nicht abziehbar wäre und auf der anderen Seite auch keine EInkunftsart

(etwas weit hergeholt aber vergleiche Versicherungen (was haben die eigentlich mit EINKÜNFTEN im eigentlichen Sinne zu tun?) Nix, und deshalb auch SONDERAUSGABEN

Verfasst: 13.07.09, 16:26
von Raiden
Grundsätzlich wäre der Unterhalt beim Empfänger zunächst steuerfrei. Diese Behandlung bedeutet beim Unterhaltsgeber zunächst den Abzug als außergewöhnliche Belsatungen nach § 33a Abs.1 EStG in begrenzter Höhe ( 7.680 €). Sofern der Empfänger eigenes Einkommen hat, welches den Betrag von € 624 im KJ übersteigt, vermindert sich der abzugsfähige Betrag beim U-Geber.

Sofern der Unterhaltsempfänger dem sog. Realsplitting zustimmt, sind die Unterhaltsleistungen beim Empfänger, wie Mariechen zutreffend erläutert hat, als Einkünfte i.S.d. § 22 Nr. 1a EStG, in der Höhe zu versteuern, in der sie der Unterhaltsgeber als Sonderausgaben abziehen kann, also max. € 13.805.

Verfasst: 13.07.09, 16:37
von whvceltic
anzumerken wäre noch dass der Abzug nach §33a nur möglich ist wenn der Empfänger kein oder nur ein geringes Vermögen hat (Faustformel:10.000 EUR), währen dies beim Raelsplitting keine Rolle spielt

Verfasst: 13.07.09, 16:51
von pisa
bei Gott, jetzt hab ichs
Danke forum

Grußpisa