Kleinunternehmergrenze überschritten, und nun?

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rtde
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Kleinunternehmergrenze überschritten, und nun?

Beitrag von rtde »

Da en neues Jahr angefangen hat, hier nun meine aktuellste Frage.

Da ich 3 Jahre als Kleinternehmer (un)tätig war und im Jahr 2012 die Umsatzgrenze von 17.500 EUR überschritten habe, wollte ich nun fragen, was ich jetzt im neuen Jahr genau ändern muss?

Frohes neues Jahr an euch alle.

Ryuk
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Re: Kleinunternehmergrenze überschritten, und nun?

Beitrag von Ryuk »

Gleichfalls frohes neues Jahr. Und die Gedanken sind gleich wieder beim Finanzamt, sehr vorbildlich :lachen: .

Sofern Sie 17.500 € aber nicht 50.000 € überschritten haben und im laufenden Jahr (2013) 17.500 € nicht weider überschreiten, ist nichts zu tun.

Ansosten gilt :
1. Beim Finanzamt melden, ggf. Antrag auf "ISt-Versteuerung" stellen
2. Umsatzsteuer auf Rechnungen ausweisen
3. Monatliche Voranmeldungen abgeben und Umsatzsteuer abführen

tolledeu
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Re: Kleinunternehmergrenze überschritten, und nun?

Beitrag von tolledeu »

Ryuk hat geschrieben:Gleichfalls frohes neues Jahr. Und die Gedanken sind gleich wieder beim Finanzamt, sehr vorbildlich :lachen: .

Sofern Sie 17.500 € aber nicht 50.000 € überschritten haben und im laufenden Jahr (2013) 17.500 € nicht weider überschreiten, ist nichts zu tun.

Ansosten gilt :
1. Beim Finanzamt melden, ggf. Antrag auf "ISt-Versteuerung" stellen
2. Umsatzsteuer auf Rechnungen ausweisen
3. Monatliche Voranmeldungen abgeben und Umsatzsteuer abführen
Die erste Aussage ist falsch und auch Nr. 3

Ab 2013 muss Du deine Rechnungen mit USt schreiben.
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Ryuk
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Re: Kleinunternehmergrenze überschritten, und nun?

Beitrag von Ryuk »

Aha was an der ersten Aussage ist falsch ?

Nr. 3 wäre möglich, das nur vierteljährlich angemeldet werden muss aber unwahrscheinlich also was ist daran falsch ????

Mahnman
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Re: Kleinunternehmergrenze überschritten, und nun?

Beitrag von Mahnman »

Ryuk hat geschrieben:Aha was an der ersten Aussage ist falsch ?

Nr. 3 wäre möglich, das nur vierteljährlich angemeldet werden muss aber unwahrscheinlich also was ist daran falsch ????
Das Finanzamt muss m.E. nicht unbedingt informiert werden. Wenn die Umsatzsteuervoranmeldungen eingehen, sehen die das sowieso. Allerdings schadet die Info nichts.

Nach § 18 Abs.2 UStG ist Voranmeldungszeitraum das Kalendervierteljahr. Nur wenn die Steuer im Vorjahr 7.500 Euro übersteigt, ist die Anmeldung monatlich abzugeben.

Gesundes neues Jahr allerseits!
Ceterum censeo Carthaginem esse delendam.

tolledeu
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Re: Kleinunternehmergrenze überschritten, und nun?

Beitrag von tolledeu »

Ryuk hat geschrieben:Aha was an der ersten Aussage ist falsch ?

Nr. 3 wäre möglich, das nur vierteljährlich angemeldet werden muss aber unwahrscheinlich also was ist daran falsch ????
Das monatlich eingereicht werden muss, ist m.E. falsch, er ist Quartaler. § 18 Abs. 2 S.4 UStG
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Ryuk
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Re: Kleinunternehmergrenze überschritten, und nun?

Beitrag von Ryuk »

Das monatlich eingereicht werden muss, ist m.E. falsch, er ist Quartaler. § 18 Abs. 2 S.4 UStG
Kann sein muss aber nicht, soll ich jetzt auch schreiben : FALSCH ?

Melden ist nicht zwingend. Aber kann viele Probleme vermeiden. Daher habe ich das angeführt. Das ist aber nicht falsch..... Und die 3 ist auch nicht zwingend falsch.

Mir ging es nur darum dem TE, dann auch zu erläutern, was man denkt, was denn falsch sei.

Ich war einfach nur etwas schreibfaul um da mehr auszuführen...

tolledeu
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Re: Kleinunternehmergrenze überschritten, und nun?

Beitrag von tolledeu »

Kann sein muss aber nicht, soll ich jetzt auch schreiben : FALSCH ?

Melden ist nicht zwingend. Aber kann viele Probleme vermeiden. Daher habe ich das angeführt. Das ist aber nicht falsch..... Und die 3 ist auch nicht zwingend falsch.

Mir ging es nur darum dem TE, dann auch zu erläutern, was man denkt, was denn falsch sei.

Ich war einfach nur etwas schreibfaul um da mehr auszuführen...
Hallo,

Nr.1 habe ich doch nicht moniert?? Finde ich selbst i.O.
Bei Nr.3 ist er m.E. aber Quartaler oder Jahreszahler, aber kein Monatszahler.
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pepto2601
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Re: Kleinunternehmergrenze überschritten, und nun?

Beitrag von pepto2601 »

Ich glaub es gab ein Misservständnis, weil Du meinetest die erste Aussage sei falsch. Und da redet Ihr aneinander vorbei.

Nicht die Nr. 1 ist falsch, sondern die Aussage, dass nichts zu veranlassen wäre, wenn er 2012 nicht über 50.000 war.

Der Threadstarter ist nämlich für 2013 devinitiv KEIN Kleinunternehmer mehr, da er in 2012 die Grenze von 17.500 EUR überschritten hat.
Gruß
pepto

Ryuk
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Re: Kleinunternehmergrenze überschritten, und nun?

Beitrag von Ryuk »

Die erste Aussage ist falsch, muss ich zugeben. Hab mir das Urteil nochmal "rausgekramt" und tatsächlich wer lesen kann ist im Vorteil....

Das neue Jahr fängt ja gut an :roll:

tolledeu
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Re: Kleinunternehmergrenze überschritten, und nun?

Beitrag von tolledeu »

@pepto2601

ja, genau das meinte ich

@ryuk

und für mich Quartalszahler, weil es keine Neugründung i.S. von § 18 Abs. 2 S.4 UStG ist.
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Ryuk
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Re: Kleinunternehmergrenze überschritten, und nun?

Beitrag von Ryuk »

Ja Neugründung ist es nicht. Nur ggf. wegen der Umsatzgrenze Monatszahler.

tolledeu
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Re: Kleinunternehmergrenze überschritten, und nun?

Beitrag von tolledeu »

Ryuk hat geschrieben:Ja Neugründung ist es nicht. Nur ggf. wegen der Umsatzgrenze Monatszahler.
Er hatte im Vorjahr aber keine Steuer von mehr als 7.500,- EUR ?
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Ronald
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Re: Kleinunternehmergrenze überschritten, und nun?

Beitrag von Ronald »

tolledeu hat geschrieben:
Ryuk hat geschrieben:Nur ggf. wegen der Umsatzgrenze Monatszahler.
Er hatte im Vorjahr aber keine Steuer von mehr als 7.500,- EUR ?
Das wissen wir nicht. Möglich ist es...

(Nicht die Umsatzgrenze ist entscheidend, sondern die Höhe der USt im Vorjahr, wie tolledeu schon schrieb.)

Mit freundlichen Grüßen

Ronald
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

"Wer Steuergesetze nicht kennt, muß für den zahlen, der sie gut kennt." (Louis Verneuil, 1893 - 1952)

rtde
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Re: Kleinunternehmergrenze überschritten, und nun?

Beitrag von rtde »

Vielen Dank an euch beiden, hat mir wirklich geholfen.

Der erste Beitrag war sehr hilfreich. Da ich die 50.000 € Grenze nicht überschritten habe, ändert sich für mich also nichts.
Also schreibe ich in der nächsten Steuererklärung einfach den Umsatzbetrag und warte auf Rückantwort.

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