Verlustvortrag bei nur geringer Steuerschuld

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normanescio
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Verlustvortrag bei nur geringer Steuerschuld

Beitrag von normanescio » 06.05.14, 19:36

Ein Arbeitnehmer hat nur geringe Einkünfte über dem Existenzminimum und hat ca. 100 € Lohnsteuer in dem Jahr gezahlt. Er hatte aber Werbungskosten von zweitausend €.
Ein großer Teil der Werbungskosten ging also ins Leere. Kann man das als Verlustvortrag geltend machen?

Carrington
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Re: Verlustvortrag bei nur geringer Steuerschuld

Beitrag von Carrington » 06.05.14, 22:41

Was soll das heißen? Bei Einnahmen von 8.000 € oder mehr kommt man doch mit 2.000 € WK gar nicht in den Bereich. § 10d EStG greift bei negativen Einkünften. Dass man maximal nur 100 € Steuererstattung bekommt, hat damit nichts zu tun.

Mahnman
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Re: Verlustvortrag bei nur geringer Steuerschuld

Beitrag von Mahnman » 07.05.14, 04:31

Wie bereits geschrieben müssen die Einkünfte unter 0 nicht unter dem Grundfreibetrag sein, um einen Verlustvortrag geltend machen zu können.
Ceterum censeo Carthaginem esse delendam.

Ronald
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Re: Verlustvortrag bei nur geringer Steuerschuld

Beitrag von Ronald » 13.05.14, 09:58

normanescio hat geschrieben:Ein Arbeitnehmer hat nur geringe Einkünfte über dem Existenzminimum und hat ca. 100 € Lohnsteuer in dem Jahr gezahlt. Er hatte aber Werbungskosten von zweitausend €.
Ein großer Teil der Werbungskosten ging also ins Leere. Kann man das als Verlustvortrag geltend machen?
Nur wenn sich negative Einkünfte ergeben (bzw. richtiger: ein negativer Gesamtbetrag der Einkünfte ergibt), dann werden diese als Verlustvortrag berücksichtigt.

Mit freundlichen Grüßen

Ronald
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

"Wer Steuergesetze nicht kennt, muß für den zahlen, der sie gut kennt." (Louis Verneuil, 1893 - 1952)

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