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recht.de • Thema anzeigen - Haus Abschreibung nach echtem oder fiktivem Baujahr?
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BeitragVerfasst: 16.08.18, 15:25 
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"Afa für Altbauten
Auch für vermietete Altbauten gilt die lineare AfA: Käufer von Häusern, die ab 1925 errichtet wurden, können 50 Jahre lang jeweils zwei Prozent der Anschaffungskosten von der Steuer absetzen. Ausnahme: Für ältere Häuser, die vor 1925 errichtet wurden, gilt ein Satz von 2,5 Prozent für einen 40-jährigen Abschreibungseitraum. Abgeschrieben werden kann in beiden Fällen nur das Gebäude. Der anteilige Kaufpreis fürs Grundstück wird abgezogen. Er wird in der Regel anhand der Bodenrichtwert-Tabelle der jeweiligen Gemeinde ermittelt."
Jetzt die Frage: Ein Haus das 1911 gebaut und bezogen wurde aber das "fiktive Baujahr" unter Berücksichtigung von Modernisierungen 1964 hat würde mit 2,5% oder 2% abgeschrieben?
Also Abschreibung nach echtem oder fiktivem Baujahr?
(Die Berechnung zur Aufteilung eines Grundstückkaufpreises habe ich geschafft...)


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BeitragVerfasst: 16.08.18, 15:45 
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Rolf.Oetinger hat geschrieben:
Also Abschreibung nach echtem oder fiktivem Baujahr?
(Die Berechnung zur Aufteilung eines Grundstückkaufpreises habe ich geschafft...)
Meines Wissens gilt das Erstbaujahr (Baujahr bleibt Baujahr). Da solche alte Buden in der Regel renoviert werden, könnte man auf den Abschreibungssatz von 2,5 % verzichten. Unabhängig davon frage ich mich, was der Blödsinn mit den unterschiedlichen Abschreibungssätzen soll. Bei einem Kauf wird schließlich auch immer vom aktuellen Kaufpreis abgeschrieben.


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BeitragVerfasst: 16.08.18, 15:58 
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Zitat:
1911 gebaut und bezogen
Und um den betagten Mensch geht es? :shock:

Oder um wen geht es? Wer hat wann das Haus gekauft? Der damalige Anschaffungswert ist doch schon lange abgeschrieben.


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BeitragVerfasst: 16.08.18, 17:53 
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Mit fiktivem Baujahr und 2,5%.

Grüße Hertha1892


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BeitragVerfasst: 16.08.18, 22:39 
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Hertha1892 hat geschrieben:
Mit fiktivem Baujahr und 2,5%.

Grüße Hertha1892
Wobei Du mit dem fiktiven Baujahr hier sicherlich das Jahr des Erwerbs meinst.


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BeitragVerfasst: 17.08.18, 09:28 
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Rolf.Oetinger hat geschrieben:
Jetzt die Frage: Ein Haus das 1911 gebaut und bezogen wurde aber das "fiktive Baujahr" unter Berücksichtigung von Modernisierungen 1964 hat würde mit 2,5% oder 2% abgeschrieben?
Also Abschreibung nach echtem oder fiktivem Baujahr?
(Die Berechnung zur Aufteilung eines Grundstückkaufpreises habe ich geschafft...)
Grundsätzlich besteht auch bei Immos steuerrechtlich die Möglichkeit durch Baumaßnahmen zu einem "neuen" Wirtschaftsgut zu kommen, dürfte hier aber kaum vorliegen!

Ich gehe davon aus, dass der Begriff des "fiktiven" Baujahres aus der Arbeitshilfe zur vereinfachten Kaufpreisaufteilung des BMF kommt! Dieses Baujahr wird ausschließlich im Rahmen der Wertermittlung durch die ImmowertV für den Ansatz der THK und der Alterswertminderung verwendet und hat steuerlich sonst keine Relevanz!

Hanomag hat geschrieben:
Da solche alte Buden in der Regel renoviert werden, könnte man auf den Abschreibungssatz von 2,5 % verzichten. Unabhängig davon frage ich mich, was der Blödsinn mit den unterschiedlichen Abschreibungssätzen soll. Bei einem Kauf wird schließlich auch immer vom aktuellen Kaufpreis abgeschrieben.
Die Abätze 4 und 5 des §7 EStG wurden erst 1965 eingeführt. Bis dahin waren Gebäude auch im Abs.1 erfasst, so dass bei jeden Neuerwerb die noch verbleibende Nutzungsdauer neu geschätzt werden musste! Mit der pauschalierenden Betrachtungsweise des §7 Abs.4 EStG ist natürlich ein großes Diskussionspotenzial weggefallen. Ich nehme an als Zuckerl für die Erwerber von "Altbauten" wurde die 40-jährige AfA installiert, um zu vermeiden, dass jader Erwerber eines alten Kastens den Weg in den §7 Abs.4 Satz 2 EStG suchte!

Und warum sollte man Regelungen, die dem Steuerpflichtigen zum Vorteil gereichen und den Fiskus nicht wirklich belasten abschaffen? Nur um das Steuergesetz zu verschlanken? Doch bitte nicht in Deutschland!

taxpert

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BeitragVerfasst: 17.08.18, 10:44 
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bavarian tax collector hat geschrieben:
Und warum sollte man Regelungen, die dem Steuerpflichtigen zum Vorteil gereichen und den Fiskus nicht wirklich belasten abschaffen?
Ein sehr gutes Argument. Man könnte allerdings auch eine einheitliche Abschreibungsdauer über 40 Jahre anstreben.


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BeitragVerfasst: 17.08.18, 13:09 
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Wohnort: Bayern
Hanomag hat geschrieben:
Man könnte allerdings auch eine einheitliche Abschreibungsdauer über 40 Jahre anstreben.
Sicherlich könnte man, aber warum solte man die Ausnahme zur Regel erheben anstatt einfach die Ausnahme abzuschaffen?

Im Steuerrecht kann man immer viele Änderungen ins Auge fassen ohne dass die eine unbedingt schlechter als die andere ist. So könnte man auch die Abschreibung an die tatsächliche Nutzungsdauer von Immos anpassen und auf 80 oder 100 Jahre erhöhen. Oder Abschreibung für Immos gar nicht mehr zulassen weil langfristig gesehen bei Immos kein Wertverlust, sondern eher Wertsteigerung eintritt. ALternativ könnte man dann hier einen tatsächlich eingetretenen Verlust bei Verkauf unter dem Einstandswert zum Wk-Abzug zulassen!

taxpert

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BeitragVerfasst: 17.08.18, 15:36 
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bavarian tax collector hat geschrieben:
Hanomag hat geschrieben:
So könnte man auch die Abschreibung an die tatsächliche Nutzungsdauer von Immos anpassen und auf 80 oder 100 Jahre erhöhen. Oder Abschreibung für Immos gar nicht mehr zulassen weil langfristig gesehen bei Immos kein Wertverlust, sondern eher Wertsteigerung eintritt. ALternativ könnte man dann hier einen tatsächlich eingetretenen Verlust bei Verkauf unter dem Einstandswert zum Wk-Abzug zulassen!
Dieser Variante kann ich nicht widersprechen. Deshalb lassen wir es lieber so wie es ist.


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 Betreff des Beitrags: Noch ne Nachfrage
BeitragVerfasst: 17.08.18, 15:58 
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..Danke für eure Antworten - also 2,5% jährlich ab Erwerbsdatum. - Sorry noch ne Nachfrage: Notarieller Kaufvertrag Mitte Oktober (steht nix drin von Übergabetermin von Lasten und Rechten) - Grundbucheintrag Anfang Dezember.
Abschreibebeginn ab November je Monat 1/12 ??


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BeitragVerfasst: 17.08.18, 18:17 
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Abschreibung 2,5% mit fiktivem Baujahr 1964 und AfA-Berechtigung ab Übergang Nutzen und Lasten. IdR erfolgt Kaufpreiszahlung und Übergang Zug-um-Zug, Kaufverträge enthalten oft auch den Hinweis "Übergang Nutzen und Lasten am Monatsersten nach Kaufpreiszahlung".

Wie auch immer, der Termin muss ermittelt werden.

Grüße Hertha1892


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