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recht.de • Thema anzeigen - Werbungskosten für Telefon + Berufskleidung
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BeitragVerfasst: 19.09.18, 21:22 
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Hallo,
das Ehepaar E hat Ihren Steuerbescheid bekommen. Bei der Durchsicht wurde Arbeitskleidung (nur für den Ehemann pauschal 100€) und Telekommunikationskosten (Pauschal 120€ Internet und 240€ Telefon jeweils gesondert jeweils für beide Ehepartner) nicht anerkannt. In den vergangenen Jahren wurden diese "Pauschalen" so auch geltend gemacht und wurden bisher anstandslos akzeptiert. In den Erläuterungen ist nicht aufgeführt, warum dieser Auffassung nicht mehr gefolgt wird. Da steht dann nur, dass Telefonkosten in der Ehe nur mit 120€ berücksichtigt werden.

Kann E irgendwas machen, damit es wieder anerkannt wird? Auf was kann E die Argumentation stützen?


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BeitragVerfasst: 19.09.18, 21:59 
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Ehepaar E kann die tatsächlichen Kosten nachweisen, was ja sicherlich möglich ist, denn sonst wären die pauschalen Kosten ja kaum geltend gemacht worden!

taxpert

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BeitragVerfasst: 20.09.18, 08:10 
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Ich kann als Ehepaar einfach so Telefonkosten absetzen? Wieso?

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Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.
Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe


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BeitragVerfasst: 20.09.18, 08:46 
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biersäufer hat geschrieben:
Hallo,
das Ehepaar E hat Ihren Steuerbescheid bekommen. Bei der Durchsicht wurde Arbeitskleidung (nur für den Ehemann pauschal 100€) und Telekommunikationskosten (Pauschal 120€ Internet und 240€ Telefon jeweils gesondert jeweils für beide Ehepartner) nicht anerkannt. In den vergangenen Jahren wurden diese "Pauschalen" so auch geltend gemacht und wurden bisher anstandslos akzeptiert. In den Erläuterungen ist nicht aufgeführt, warum dieser Auffassung nicht mehr gefolgt wird. Da steht dann nur, dass Telefonkosten in der Ehe nur mit 120€ berücksichtigt werden.

Kann E irgendwas machen, damit es wieder anerkannt wird? Auf was kann E die Argumentation stützen?


naja 360 EUR beruflich für Telefon und Internet?

ist ein ganz schön hoher Betrag......für die ständige Erreichbarkeit, falls vom Arbeitgeber gefordert, tut es ein altes Handy mit Prepaid Karte...

Sollte man auch beruflich oft telefonieren(anrufen) müssen, tut es der geringst mögliche Vertrag, da kommt man auch nicht mal auf die Kosten...

alles darüber hinausgehende ist Privatvergnügen....zwingt einen ja niemand dazu, beruflich 30 EUR pro Monat pro Person für Telefon und Internet auszugeben....es sei denn es werden vom Arbeitgeber gewisse Anforderungen an den Computer/ Handy gestellt... aber auch dann müsste man ggfs. im Wege der sachgerechten Schätzung aufteilen wenn man auf diesem Telefon/Laptop auch die Lokalsport Nachrichten und das Wetter sowie abends eine Film sieht...

Vielleicht stellt man mal den Sachverhalt da, was die beiden beruflich machen...


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BeitragVerfasst: 20.09.18, 09:13 
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bavarian tax collector hat geschrieben:
Ehepaar E kann die tatsächlichen Kosten nachweisen, was ja sicherlich möglich ist, denn sonst wären die pauschalen Kosten ja kaum geltend gemacht worden!

taxpert


Die Rechnungen für Internet- und Telefonverträge kann man sicherlich vorlegen, aber das ist ja noch nicht alles. Man muss auch belegen, dass die Kosten beruflich veranlasst waren!

Bei mir z.B. sind die einzigen beruflich veranlassten Telefonate, wenn ich mich telefonisch krank melden muss. Das kostet mich keine 120 € im Jahr.

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Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 20.09.18, 12:14 
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Eine Anerkennung von 120,- € jährlich ohne Nachweis als Werbungskosten ist nach Meinung schon recht großzügig.


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BeitragVerfasst: 20.09.18, 14:41 
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whvceltic hat geschrieben:
für die ständige Erreichbarkeit, falls vom Arbeitgeber gefordert, tut es ein altes Handy mit Prepaid Karte...
Sollte man auch beruflich oft telefonieren(anrufen) müssen, tut es der geringst mögliche Vertrag...


OT: Abgesehen von den steuerlichen Aspekten, müsste hier ohnehin der AG die Kosten tragen. Wenn er will, dass ich ständig erreichbar bin, stellt er mir das Material dafür. Da habe ich dann auch nix abzusetzen.


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BeitragVerfasst: 20.09.18, 14:50 
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zimtrecht hat geschrieben:
whvceltic hat geschrieben:
für die ständige Erreichbarkeit, falls vom Arbeitgeber gefordert, tut es ein altes Handy mit Prepaid Karte...
Sollte man auch beruflich oft telefonieren(anrufen) müssen, tut es der geringst mögliche Vertrag...


OT: Abgesehen von den steuerlichen Aspekten, müsste hier ohnehin der AG die Kosten tragen. Wenn er will, dass ich ständig erreichbar bin, stellt er mir das Material dafür. Da habe ich dann auch nix abzusetzen.


das kommt auf die Konstellation im Einzelfall an ...und nebenbei auch auf das Gehaltsgefüge.....

geht ja auch weniger eigentlich um die Erreichbarkeit ( die kostet maximal ein Uralt Handy plus Prepaid Karte) sondern manchmal auch um bestimmte Berufsgruppen, von denen einfach erwartet wird, das Sie auch in Ihrer Freizeit mal dienstlich von Ihrem Handy telefonieren....ohne das der Arbeitgeber das erstattet.....

Genauso wie es Arbeitgeber gibt, die Reisekosten erstatten, und manche tun das nicht

oder nur mit 0,20 EUR statt 0,30 EUR etc...


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BeitragVerfasst: 20.09.18, 14:54 
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Wo hat der TE euch mitgeteilt, dass die Kosten aus einem Angestelltenverhältnis entstanden sind?

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BeitragVerfasst: 20.09.18, 15:05 
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wo sonst wenn Werbungskosten gefragt sind?

bei selbständiger Arbeit/Gewerbebetrieb würde er von "Betriebsausgaben gestrichen" reden oder von Gewinnermittlung...

Im Übrigen gilt auch da, wie bei eventueller Vermietung, wo es auch noch denkbar wäre, das der Betrag zu hoch ist nur um zu telefonieren und erreichbar zu sein


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BeitragVerfasst: 20.09.18, 16:17 
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Bei mir wurde viele Jahre lang eine Pauschale für Arbeitsmittel von 100€ immer anerkannt. 2016 wurde sie dann plötzlich gestrichen. 2017 wieder anerkannt....Hab mir sagen lassen, dass das eine Kann-Bestimmung ist. Der eine Bearbeiter akzeptiert das, der andere nicht.


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BeitragVerfasst: 20.09.18, 16:28 
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Wenn ich so manche Steuerprogramme anschaue, dann trägst du diese Kosten in der Maske der Werbungskosten mit ein und teilst sie prozentual auf. Daher kann natürlich das Wort Werbungskosten ein Hinweis für ein Angestelltenverhältnis sein. Muss aber nicht. :wink:

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BeitragVerfasst: 20.09.18, 19:03 
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Für was sollte Werbungskosten sonst hier greifen wenn nicht in der Anlage N?

Vermietung ganz vielleicht noch aber mehr auch nicht


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