Mal wieder der Dienstwagen und die 1% Regelung

Moderator: FDR-Team

ralle123
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Mal wieder der Dienstwagen und die 1% Regelung

Beitrag von ralle123 »

Hallo,

ich habe mich jetzt lange und intensiv in das Thema Dienstwagen eingelesen und stehe vor einigen Fragen, die sich mir nicht erklären:
Es geht um den Einzelkommanditisten einer gmbh & co kg, der ein Fahrzeug auch Privat nutzen möchte.

Ich vereinfache jetzt mal mit simpel gewählten fiktiven Zahlenwerten:

Es soll ein PKW mit einem Alter von 10 Jahren und einem Bruttolistenpreis von 59500 Euro angeschafft werden.
Die Abschreibung erfolgt linear über 2 Jahre, das Fahrzeug soll nach 1% Regelung überlassen werden.

Zunächst interessiert mich die Betrachtung des geldwerten Vorteils.
Wenn ich das richtig sehe, ist der geldwerte Vorteil ein Bestandteil des Gehalts und auch entsprechend zu verbuchen (SKR03 Konto 4120, danach unterteilen in Konto 8611 Verrechnete sonstige Sachbezüge aus Kfz-Gestellung 500 Euro + Konto 1776 Ust 95 Euro)
Das heißt im Jahresabschluss kann diese "Gehaltszahlung" als Verlust geltend gemacht werden und schmälert den Gewinn der KG?
Da muss doch irgendwo ein Gedankenfehler sein?

Der zweite Punkt, den ich nicht verstehe ist die Kostendeckelung.
Angenommen das Fahrzeug ist nach 2 Jahren abgeschrieben und die tatsächlichen Fahrzeugkosten im Jahr erreichen die 12x1% nicht mehr.
Wieso wird nach erreichen der Kostendeckelungsgrenze von einer privaten Nutzung von 100% ausgegangen?
So wie ich das verstanden habe, dürfen Aufwendungen für das Fahrzeug dann nicht mehr als Betriebsausgaben abgesetzt werden.

Wieso geht das Finanzamt davon aus, dass nur noch eine Privatnutzung vorliegt? Ich kann doch auch eine alte Gurke überwiegend betrieblich nutzen und keine Lust haben Fahrtenbuch zu führen.
Ich darf aber die Ausgaben für das Fahrzeug nicht mehr steuerlich geltend machen?
Hat das Finanzamt einen guten Draht zu unseren Automobilherstellern?

Ist man verpflichtet buchhalterisch zu ermitteln, ob Kostendeckelung vorliegt und wenn nein, prüft das Finanzamt das von sich aus?

Ich hoffe die Fragen in diesem fiktiven Fall sind verständlich formuliert und bin auf eure Antworten gespannt.

Beste Grüße

ralle

whvceltic
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Re: Mal wieder der Dienstwagen und die 1% Regelung

Beitrag von whvceltic »

ich versuche es mal ansatzweise, unterteilt in mehrere Antworten, der Übersichtlichkeit wegen:

"Zunächst interessiert mich die Betrachtung des geldwerten Vorteils.
Wenn ich das richtig sehe, ist der geldwerte Vorteil ein Bestandteil des Gehalts und auch entsprechend zu verbuchen (SKR03 Konto 4120, danach unterteilen in Konto 8611 Verrechnete sonstige Sachbezüge aus Kfz-Gestellung 500 Euro + Konto 1776 Ust 95 Euro)
Das heißt im Jahresabschluss kann diese "Gehaltszahlung" als Verlust geltend gemacht werden und schmälert den Gewinn der KG?
Da muss doch irgendwo ein Gedankenfehler sein?"

----> der Arbeitnehmer erhält 595 EUR "Gehalt". ob dies in "Geld" oder in einem wie auch immer bewerten Sachbezug liegt ist egal...
Gehalt mindert immer den Gewinn....
Im hier vorliegenden Beispiel

595 EUR "Gehaltsaufwand" = Betriebsausgabe
500 EUR Sachbezüge aus PKW Gestellung: Betriebseinnahme
95 EUR Umsatzsteueraufwand durch Leistung an den Arbeitnehmer: abzuführen

whvceltic
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Re: Mal wieder der Dienstwagen und die 1% Regelung

Beitrag von whvceltic »

"Der zweite Punkt, den ich nicht verstehe ist die Kostendeckelung.
Angenommen das Fahrzeug ist nach 2 Jahren abgeschrieben und die tatsächlichen Fahrzeugkosten im Jahr erreichen die 12x1% nicht mehr.
Wieso wird nach erreichen der Kostendeckelungsgrenze von einer privaten Nutzung von 100% ausgegangen?
So wie ich das verstanden habe, dürfen Aufwendungen für das Fahrzeug dann nicht mehr als Betriebsausgaben abgesetzt werden."


es wird nicht von einer privaten Nutzung von 100 % ausgegangen, Sie verwechseln da Arbeitnehmerstellung/ Einzelfirma etc

Die KG kann weiter sämtliche laufenden Kosten des PKW abziehen.

Der PKW wird, wie einem fremden Dritten, dem Arbeitnehmer zur Verfügung gestellt. Dieser kann den PKW auch für private Zwecke nutzen. Da kein Fahrtenbuch geführt wird, wird der Privatanteil halt mit 1% ermittelt. Ob er 10km privat fährt oder aber 1.000 km, die KG trägt die Kosten, er versteuert "das Anrecht zur Privatnutzung"

( Sie zahlen an eine Autovermietung auch x EURO, ob der Wagen dort abgeschrieben wurde oder nicht)

Zur Frage der Kostendeckelung vgl hier Punkt 4:

https://www.smartsteuer.de/online/lexik ... 3034000043

auch interessant für einen Gesamtüberblick

ralle123
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Re: Mal wieder der Dienstwagen und die 1% Regelung

Beitrag von ralle123 »

Zu 1: Ach ok der steuerfreie Teil ist als Einnahme zu verbuchen.
Jetzt die geht die Rechnung auf.

Zu 2: Ihrer Ansicht nach stehen die Aussage in folgendem Artikel entgegen:

https://www.haufe.de/finance/steuern-fi ... 48270.html

Ich zitiere:
Nach der 1 %-Regelung müsste A einen Privatanteil von 12 % von 50.000 EUR = 6.000 EUR versteuern. Er macht jedoch die Kostendeckelung geltend und versteuert als privaten Nutzungsanteil „nur“ ein Betrag von 4.000 EUR. Denn die tatsächlichen Kosten bilden die Obergrenze für den Privatanteil.

Konsequenz: Kein Betriebsausgabenabzug

Das hat zur Konsequenz, dass kein einziger EUR der Autokosten als Betriebsausgaben abziehbar ist – und das, obwohl der Pkw zu mehr als 50 % betrieblich genutzt wird.
Was stimmt denn nun? Der Artikel ist aus 2016, hat sich zwischenzeitlich eine Änderung ergeben?
Oder ergibt sich aufgrund der Sonderstellung KG/Kommanditist ein anderes Ergebnis?
Zuletzt geändert von ralle123 am 20.09.18, 15:12, insgesamt 1-mal geändert.

whvceltic
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Re: Mal wieder der Dienstwagen und die 1% Regelung

Beitrag von whvceltic »

"Wieso geht das Finanzamt davon aus, dass nur noch eine Privatnutzung vorliegt? Ich kann doch auch eine alte Gurke überwiegend betrieblich nutzen und keine Lust haben Fahrtenbuch zu führen.
Ich darf aber die Ausgaben für das Fahrzeug nicht mehr steuerlich geltend machen?
Hat das Finanzamt einen guten Draht zu unseren Automobilherstellern?

Ist man verpflichtet buchhalterisch zu ermitteln, ob Kostendeckelung vorliegt und wenn nein, prüft das Finanzamt das von sich aus?"



Der obere Teil ist, wie schon dargelegt, Unsinn, wenn der Arbeitnehmer ( oder auch selbständige) eine Besserstellung möchte, kann er Fahrtenbuch führen…Ansonsten muss er mit 1% leben

Wie gesagt, die 1% gelten ja auch in Monaten wo er extrem viel privat fährt…. Oder eine riesige Reparatur verursacht….

Zur Kostendeckelung: das muss man selber ermitteln…wie zB auch Sachentnahmen in Gaststätten usw….

whvceltic
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Re: Mal wieder der Dienstwagen und die 1% Regelung

Beitrag von whvceltic »

ralle123 hat geschrieben: Was stimmt denn nun? Der Artikel ist aus 2016, hat sich zwischenzeitlich eine Änderung ergeben?
Oder ergibt sich aufgrund der Sonderstellung KG/Kommanditist eine anderes Ergebnis?
zur Kostendeckelung habe ich etwas weiter oben geschrieben

ihr Artikel bezieht sich im Übrigen auf Unternehmer

ralle123
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Re: Mal wieder der Dienstwagen und die 1% Regelung

Beitrag von ralle123 »

Den Artikel habe ich gelesen, dennoch beginne ich langsam zu verstehen, wie die Aussage gemeint ist.

Angenommen die Kosten für den PKW belaufen sich für die KG jährlich auf:

800 Euro umsatzsteuerfreie Ausgaben
1000 Euro umsatzsteuerpflichtige Ausgaben

Es tritt Kostendeckelung ein.

Der geldwerte Vorteil beträgt in dem Fall 800 + 1000 + 190 Euro Umsatzsteuer = 1890 Euro

Obwohl das Fahrzeug betrieblich genutzt wird, entsteht dem Kommanditisten kein Vorteil gegenüber einer Versteuerung des Mehrgewinns und einem anschließenden privaten Betriebs des Fahrzeugs.
Im Gegenteil im letzten Fall kann er ggü. dem Betrieb für betriebliche Fahrten sogar noch eine km Pauschale geltend machen, die dann wirklich Auswirkungen auf den Gewinn der Firma (und damit auf seinen eigenen) hat.

Einfach gesagt: Der Kommanditist trägt in oben genanntem Szenario sämtliche Fahrzeugkosten einfach direkt aus eigener Tasche, obwohl eine zu über 50% betriebliche Nutzung vorliegt.

whvceltic
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Re: Mal wieder der Dienstwagen und die 1% Regelung

Beitrag von whvceltic »

Und wenn im Folgejahr aufgrund einer grossen Reparatur die Kfz Kosten der KG steigen dann hat er trotzdem nur den 1%Wert zu versteuern der evtl niedriger ist..

Und final trägt er ja nur die Einkommensteuer auf den fiktiven Privatanteil...je nach persönlichem Steuersatz...

Er muss ja nicht die 1.890 EUR bezahlen...

ralle123
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Re: Mal wieder der Dienstwagen und die 1% Regelung

Beitrag von ralle123 »

Und wenn im Folgejahr aufgrund einer grossen Reparatur die Kfz Kosten der KG steigen dann hat er trotzdem nur den 1%Wert zu versteuern der evtl niedriger ist..
Das ist natürlich korrekt
Und final trägt er ja nur die Einkommensteuer auf den fiktiven Privatanteil...je nach persönlichem Steuersatz...
Da kommen wir jetzt auf den Sonderfall KG/Kommanditist mit 100% Gewinnbeteiligung zurück.
Sämtliche Ausgaben für den PKW, sind ja im Grunde private Ausgaben des Kommanditisten, da sie direkt seinen Gewinn schmälern.

Wenn ich den von ihnen verlinkten Artikel gelesen habe, bietet die 1% Regelung sogar einen erheblichen Nachteil.
Da der Geldwerte Vorteil als fiktive Einkünfte den Kosten für das Fahrzeug gegenüber gestellt werden und nur die Differenz als Verlust steuerlich geltend gemacht werden kann (habe ich das richtig verstanden?), stellt man sich insgesamt sogar schlechter.
Er muss ja nicht die 1.890 EUR bezahlen...
Siehe oben, oder habe ich jetzt einen Denkfehler?

whvceltic
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Re: Mal wieder der Dienstwagen und die 1% Regelung

Beitrag von whvceltic »

Wenn sein Gehalt angemesen ist:

Entweder bekommt er zb 2000 Gehalt + Pkw im Wert von 1.800 EUR = 3.800 EUR

Hätte er den PKW nicht zur Verfügung würde er ja 1.800 EUR mehr Gehalt bekommen...


Und was ist mit der eventuellen Vorsteuer aus dem PKW Kauf? Die "seine KG" nicht tragen muss, er aber bei Kauf als Privatwagen sehr wohl?

Und die KG kostet die grosse Reparatur nur 10.000 EUR..ihn privat 11.900 EUR..wer trägt höhere Kosten bei der Versicherung wenn er einen Unfall baut?

Die Kfz Kosten wenn er seinen Sohn täglich zum Fussball Training in den 50km entfernten Bundesliga Ort bringt..


Ist natürlich immer ein Rechenbeispiel...aber sie suchen gerade nur die Beispiele wo es zu seinem Nachteil ist...final kann man das erst hinterher ausrechnen

Und die Fahrtenbuch Methode bleibt ja wenn es einem partout nicht passt

ralle123
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Re: Mal wieder der Dienstwagen und die 1% Regelung

Beitrag von ralle123 »

Ist natürlich immer ein Rechenbeispiel...aber sie suchen gerade nur die Beispiele wo es zu seinem Nachteil ist...final kann man das erst hinterher ausrechnen
Ich sehe eigentlich keinen Vorteil für einen Firmenkauf.
Und was ist mit der eventuellen Vorsteuer aus dem PKW Kauf? Die "seine KG" nicht tragen muss, er aber bei Kauf als Privatwagen sehr wohl?
Den Vorsteuer-Vorteil sehe ich beim Kauf nicht als Argument, die Gebrauchtfahrzeuge mit ausweisbarer Mwst kann man an einer Hand abzählen. Das sind meistens Importfahrzeuge, bei denen Einfuhrumsatzsteuer ausgewiesen wird. Alle anderen werden per Differenzbesteuerung veräußert.
Zudem neutralisiert sich der Nachteil, wenn das Fahrzeug nach Abschreibung mit Gewinn in der Bilanz wieder verkauft oder entnommen wird. Und man hat bei Fremdverkauf noch ein Gewährleistungsproblem.
Und die KG kostet die grosse Reparatur nur 10.000 EUR..ihn privat 11.900 EUR..wer trägt höhere Kosten bei der Versicherung wenn er einen Unfall baut?
Sind sie schon mal einer Werkstatt gewesen und haben auf Firmenkosten ein Auto reparieren lassen? Die Angebote fallen meiner Erfahrung nach deutlich höher aus.
Die Kfz Kosten wenn er seinen Sohn täglich zum Fussball Training in den 50km entfernten Bundesliga Ort bringt..
Die Kosten verhalten sich wie oben vorgerechnet neutral, bis die 1% Marke überschritten wird.
Es ist egal ob vom Spritgeld Vorsteuer abgezogen, und mit Vorsteuer als Geldwerter Vorteil ausgelegt, dafür die Summe weniger an Einkommen bezogen wird oder andersherum.
Und die Fahrtenbuch Methode bleibt ja wenn es einem partout nicht passt
Es geht im Moment darum ob es Sinn macht ein Fahrzeug als Firmeneigentum zu erwerben, oder als Privatperson und dann pauschal abzurechnen.
Wirklich triftige Gründe für die Anschaffungs über die Firma habe ich bisher nicht gefunden.

whvceltic
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Re: Mal wieder der Dienstwagen und die 1% Regelung

Beitrag von whvceltic »

naja, Sie halten sich fest bei Ihrem Gebrauchtwagenkauf mit Ihren o.g. Rahmenbedingungen..

Nehmen wir aus Vereinfachungsgründen an, die Abschreibung eines Neuwagens entspricht dem tatsächlichen Werteverzehr

Jetzt kaufen Sie ein sagen wir mal 60.000 EUR Autos, neu..

Fahren damit auch viel privat

Dann haben Sie als Angestellter ganz schön viel "privaten Spaß" (durch Fahren des "tollen Autos") und private Kosten gegen nur Entrichtung der auf den geldwerten Vorteil entfallenden Steuer

Wie ich schon schrieb: Ist alles ein Rechenbeispiel...

In der Praxis kommt diese "Kostendeckelung" nur zu einem geringen Teil zum Tragen...meist sind die Kosten des PKW deutlich höher....

ralle123
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Re: Mal wieder der Dienstwagen und die 1% Regelung

Beitrag von ralle123 »

Das 1% Modell ist einfach in meinem Fall wohl einfach ungeeignet.
(Älteres Fahrzeug mit hohem Listenpreis)

Derzeit ist eben aufgrund der Umweltzonen-Diskussion keine Anschaffung eines neueren Modells geplant, da ich selbst mit modernen Benzinern (Direkteinspritzer ohne Otto Partikelfilter) ja schon wieder Gefahr laufe innerhalb kürzester Zeit aus den Kerngebieten der Städte ausgeschlossen zu werden.

Eine private Anschaffung und Abrechnung der KM Pauschale (oder Nachweis der tatsächlichen Kosten) macht wohl einfach mehr Sinn.
Auch wenn der Private Nutzungsanteil recht hoch ausfallen wird.

ralle123
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Re: Mal wieder der Dienstwagen und die 1% Regelung

Beitrag von ralle123 »

Ich habe noch einen kleinen Nachtrag:

Die 1% Regelung kommt für den Kommanditisten einer KG nur begrenzt in Frage.
Nach einiger Recherche bin ich darauf aufmerksam geworden, dass bei Personengesellschaften, das Fahrzeug zum notwendigen Betriebsvermögen gehören muss. (betriebliche Nutzung über 50%)
Fahrzeuge des gewillkürten Betriebsvermögens (10%-50% betriebliche Nutzung) dürfen nur nach Fahrtenbuch abgerechnet werden.
Anders sieht das bei Kapitalgesellschaften aus, da gibt es kein Privatvermögen und 10% betriebliche Nutzung würde ausreichen für die 1% Regelung.

Is es korrekt, dass diese Stand so noch aktuell ist? Da gab es wohl 2006 eine Änderung?

Unter diesen Umständen macht die 1% Regelung wohl für Kaum einen Einzelunternehmer oder Geschäftsführer einen Personengesellschaft Sinn.
Die 1% Regelung wird ja erst profitabel, wenn man viel privat fährt.

windalf
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Re: Mal wieder der Dienstwagen und die 1% Regelung

Beitrag von windalf »

Frage: Was ist eigentlich Nutzung? Reine Abstellung auf gefahrene Kilometer oder kommt da auch eine zeitliche Komponente rein? (Beispiel mit 200 über die Autobahn oder mit 30 durch die Stadt)
...fleißig wie zwei Weißbrote
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

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