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immaterielles Wirtschaftsgut: Aktivierung oder sofortige BA

Verfasst: 15.10.18, 13:58
von Backgammon
Guten Tag.

Wie wäre folgender fiktiver Fall zu begründen:

Eine Firma tätigt Aufwendungen für das Wirtschaftsgut Software in eigenen ANLAGEvermögen:

80% Kosten für eigene Programmierer, restliche 20% für Fremdprogrammierer.

Die 80% stellen m.E. sofort abzugsfähige Betriebsausgaben dar = Lohnaufwand.

Aber die übrigen 20% ?
Hier fällt mir § 5 Absatz 2 EStG ein: Für immaterielle Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens ist ein Aktivposten nur anzusetzen, wenn sie entgeltlich erworben wurden.

Wären diese 20% dann zu aktivieren und auf die Nutzungsdauer der Software abzuschreiben, obwohl es sich um ein und dieselbe Software handelt ?

Re: immaterielles Wirtschaftsgut: Aktivierung oder sofortige

Verfasst: 16.10.18, 11:09
von Tom998
Eine Firma tätigt Aufwendungen für das Wirtschaftsgut Software in eigenen ANLAGEvermögen:
Wir reden hier von der Schaffung eines immateriellen WG oder von der individuellen Anpassung eines entgeltlich erworbenen WG? Je nach dem sind die Antworten grundverschieden.

Re: immaterielles Wirtschaftsgut: Aktivierung oder sofortige

Verfasst: 16.10.18, 11:14
von Backgammon
Von der Schaffung unter Zuhilfenahme fremder Programmierer und dem entgeltlich Erwerb derer Leistungen.

Re: immaterielles Wirtschaftsgut: Aktivierung oder sofortige

Verfasst: 16.10.18, 12:55
von Tom998
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens können in der Handelsbilanz aktiviert werden (§ 248 Abs. 2), in der Steuerbilanz bleibt es beim Aktivierungsverbot. Eigen- und Fremdprogrammierer sind hierbei nicht zu unterscheiden. Das WG wurde von den Fremdprogrammieren schließlich nicht entgeltlich erworben.

Re: immaterielles Wirtschaftsgut: Aktivierung oder sofortige

Verfasst: 16.10.18, 13:14
von Backgammon
Besten Dank an Tom998.