Umwandlung einer Gewerbeimmobilie in eine Privatimmobilie

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pidy05
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Umwandlung einer Gewerbeimmobilie in eine Privatimmobilie

Beitrag von pidy05 » 30.12.18, 10:04

Der Besitzer eines Hauses mit 10 gewerblich genutzten Ferienwohnungen möchte aus Altersgründen die gewerbliche Nutzung seiner Immobilie aufgeben und die Wohnungen danach an Dauermieter vermieten. Welche steuerlichen Auflagen ( Nachteile ) sind für ihn damit verbunden, die Gewerbeimmobilie ins Privatvermögen zu überführen? Muss er unter anderem die Vorsteuer der letzten 10 Geschäftsjahre ans Finanzamt zurück zahlen?

ktown
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Re: Umwandlung einer Gewerbeimmobilie in eine Privatimmobili

Beitrag von ktown » 30.12.18, 11:41

pidy05 hat geschrieben:Der Besitzer eines Hauses mit 10 gewerblich genutzten Ferienwohnungen möchte aus Altersgründen die gewerbliche Nutzung seiner Immobilie aufgeben und die Wohnungen danach an Dauermieter vermieten. Welche steuerlichen Auflagen ( Nachteile ) sind für ihn damit verbunden, die Gewerbeimmobilie ins Privatvermögen zu überführen? Muss er unter anderem die Vorsteuer der letzten 10 Geschäftsjahre ans Finanzamt zurück zahlen?
Tip:
Der vermutlich für Steuerangelegnheiten betraute Steuerberater (oder macht der Besitzer seine jährliche Steuerdinge alle selbst) wird hier sicherlich am besten Auskunft geben können. :wink:
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SusanneBerlin
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Re: Umwandlung einer Gewerbeimmobilie in eine Privatimmobili

Beitrag von SusanneBerlin » 30.12.18, 12:06

Der Tipp ist toll. :mrgreen:

Wenn man den Tipp konsequent für das ganze Forum anwendet, könnte man dann also in jedem Unterforum eine Standardantwort festpinnen:
"Fragen Sie einen Anwalt für [Name des Unterforums einfügen]", im Unterforum Steuerrecht noch zusätzlich "oder Ihren Steuerberater"

und das Forum anschließend für neue Beiträge sperren. Fertig.
Grüße, Susanne

ktown
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Re: Umwandlung einer Gewerbeimmobilie in eine Privatimmobili

Beitrag von ktown » 30.12.18, 12:22

SusanneBerlin hat geschrieben:Der Tipp ist toll. :mrgreen:

Wenn man den Tipp konsequent für das ganze Forum anwendet, könnte man dann also in jedem Unterforum eine Standardantwort festpinnen:
"Fragen Sie einen Anwalt für [Name des Unterforums einfügen]", im Unterforum Steuerrecht noch zusätzlich "oder Ihren Steuerberater"

und das Forum anschließend für neue Beiträge sperren. Fertig.
Grundsätzlich richtig kombiniert. :wink:

Gerade bei gewerblichen Themen setze ich die Forenregeln besonders eng an, weil meines Erachtens hier die Gefahren aus den Antworten besonders kostenintensiv sein können und es mir auch ein Graus ist, wenn Gewerbetreibende meinen über dieses Forum Kosten einsparen zu können anstatt die dafür erforderlichen Fachkräfte zurate zu ziehen.
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Hanomag
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Re: Umwandlung einer Gewerbeimmobilie in eine Privatimmobili

Beitrag von Hanomag » 30.12.18, 12:36

ktown hat geschrieben:Gerade bei gewerblichen Themen setze ich die Forenregeln besonders eng an, weil meines Erachtens hier die Gefahren aus den Antworten besonders kostenintensiv sein können und es mir auch ein Graus ist, wenn Gewerbetreibende meinen über dieses Forum Kosten einsparen zu können anstatt die dafür erforderlichen Fachkräfte zurate zu ziehen.
Ich bin überzeugt, das der Themenstarter einen Steuerberater hat und diesen auch in Anspruch nimmt. Dennoch ist es gut, wenn man sich vorher informiert. So kann man gezielter nachfragen und der Steuerberater merkt gleich, dass er sich ins Zeug legen muss. Ich bedauere immer diejenigen, die ausschließlich ihrem Steuerberater vertrauen. Wider besseren Wissens kann der ihnen auch mal seine kostspieligen Fehler verschleiern.

ktown
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Re: Umwandlung einer Gewerbeimmobilie in eine Privatimmobili

Beitrag von ktown » 30.12.18, 12:52

Hanomag hat geschrieben:Wider besseren Wissens kann der ihnen auch mal seine kostspieligen Fehler verschleiern.
Da scheint das Misstrauen aber extrem hoch zu sein. :wink:
Ich vergleiche es mal mit meiner Position. Es gibt nichts schlimmeres, als Bauherrn, die aufgrund vieler Meinungen von Außenstehenden mit einem vorgefertigten Meinungsbild zu mir kommen um mir als Architekten eine Planungsauftrag zu geben. Die wenigsten filtern und bleiben gegenüber dem Fachmann offen für Vorschläge.

Meines Erachtens fängt es hier schon damit an das man sich die Frage stellen muss, ob hier nicht weiter von einem Unternehmer zu sprechen ist.
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winterspaziergang
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Re: Umwandlung einer Gewerbeimmobilie in eine Privatimmobili

Beitrag von winterspaziergang » 30.12.18, 13:03

So kann man gezielter nachfragen und der Steuerberater merkt gleich, dass er sich ins Zeug legen muss.
oder dass er einen nervigen Mandanten hat, der mit Halbwissen glänzt und anschließend meint, die Arbeit wäre nur gut gemacht worden, weil er ja die richtige Vorinfo hatte, je nachdem.

pidy05
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Re: Umwandlung einer Gewerbeimmobilie in eine Privatimmobili

Beitrag von pidy05 » 30.12.18, 13:46

Der Fragesteller HAT selbstverständlich einen Steuerberater und auch dort bereits nachgefragt. Leider nicht alles verstanden, behalten und auch keine Notizen gemacht. Es geht überhaupt nicht um die hier unterstellte "Kostenersparnis" nach dem Prinzip "so spare ich mir den Steuerberater". Der Steuerberater hat leider nicht alles ganz verständlich erklären können. vielleicht setzte er zu viel Steuerfachwissen voraus. Nicht jeder Selbständige blickt durch seine Tätigkeit automatisch durch komplizierte Steuergesetze. Ich erwartete vom Forum möglichst einfach zu verstehende Erklärungen. Die bisherigen Anworten waren nicht sachbezogen und leider gar nicht hilfreich.

ktown
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Re: Umwandlung einer Gewerbeimmobilie in eine Privatimmobili

Beitrag von ktown » 30.12.18, 13:50

und woher soll das Forum wissen, was ihr Steuerberater ihnen erklärt hat?
Keiner kennt die Fakten um zu wissen, was der Steuerberater ihnen empfohlen hat.
Wieso hat man den Steuerberater nicht einfach gesagt: Und nun bitte auch so, dass es ein Normalsterblicher versteht!
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SusanneBerlin
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Re: Umwandlung einer Gewerbeimmobilie in eine Privatimmobili

Beitrag von SusanneBerlin » 30.12.18, 14:07

Der Fragesteller HAT selbstverständlich einen Steuerberater und auch dort bereits nachgefragt. Leider nicht alles verstanden, behalten und auch keine Notizen gemacht. Es geht überhaupt nicht um die hier unterstellte "Kostenersparnis" nach dem Prinzip "so spare ich mir den Steuerberater".
Wenn es nicht um die Kosten geht, wieso bittet man den Steuerberater nicht, einem die steuerlichen Folgen der Gewerbeabmeldung mit konkreten Eurobeträgen und angewandten Paragrafen schriftlich zukommen zu lassen? Das macht der Stb. für ein Honorar sicherlich gerne und man kann es sich in Ruhe durchlesen.
Grüße, Susanne

pidy05
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Re: Umwandlung einer Gewerbeimmobilie in eine Privatimmobili

Beitrag von pidy05 » 30.12.18, 15:25

Danke, Susanne. Das ist eine gute Idee. Ich fühle mich von Ihnen verstanden. So werde ich es machen. Mündlich rauscht einfach alles an einem vorbei. Schriftliches ist verbindlich und auf der Grundlage von konkreten Zahlen ist eine sachlich begründete Entscheidung ( pro oder kontra ) erst möglich. Freundliche Grüße!

SusanneBerlin
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Re: Umwandlung einer Gewerbeimmobilie in eine Privatimmobili

Beitrag von SusanneBerlin » 30.12.18, 15:42

Gerne.
Ich wünsche Ihnen einen Guten Rutsch ins Neue Jahr.
Grüße, Susanne

Hanomag
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Re: Umwandlung einer Gewerbeimmobilie in eine Privatimmobili

Beitrag von Hanomag » 30.12.18, 20:43

ktown hat geschrieben:
Hanomag hat geschrieben:Wider besseren Wissens kann der ihnen auch mal seine kostspieligen Fehler verschleiern.
Da scheint das Misstrauen aber extrem hoch zu sein. :wink:
Diese Misstrauen habe ich nur deshalb erwerben können, weil ich mich im Steuerrecht sehr gut auskenne.
ktown hat geschrieben:[Es gibt nichts schlimmeres, als Bauherrn, die aufgrund vieler Meinungen von Außenstehenden mit einem vorgefertigten Meinungsbild zu mir kommen um mir als Architekten eine Planungsauftrag zu geben. Die wenigsten filtern und bleiben gegenüber dem Fachmann offen für Vorschläge.
Mit dem Planungsauftrag hatte ich noch nie Probleme. Da sind beide Seiten offen und motiviert. Schlimm wird es bei der weiteren Aufgaben der Honorarordnung. Da werden die Herren Bauleiter schon mal faul, glauben sie doch, sich auf ihre ausgewählten Handwerker verlassen zu können.

Und ja, als dreimaliger Bauherr bin ich auch gegenüber Deiner Zunft sehr misstrauisch.

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