Semesterbeitrag als Verlustvortrag

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winterspaziergang
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Re: Semesterbeitrag als Verlustvortrag

Beitrag von winterspaziergang » 10.04.19, 06:43

Lars-Daniel hat geschrieben:Danke für eure Rückantworten. Ihr werdet lachen, wie viele meiner Kommilitonen noch u25 hier im Master sind. Die haben direkt zum 18. Geburtstag ein Auto bekommen, die Eltern zahlen Miete, Krankenkasse und überweisen das Kindergeld an der Kinder. Einige können sogar trotzdem noch mit BAföG etwas aufstocken, was die Eltern aber nicht wollen und dann den Betrag selbst aufbringen. Dank des Semestertickets hier in NRW ist jedoch deutlich zu beobachten, dass sehr viele Studierenden inzwischen lieber pendeln und zuhause wohnen bleiben (dazu gab es kürzlich eine nicht repräsentative Untersuchung einiger Verkehrsunternehmen).
Mag je nach Studiengang stimmen, ändert nichts daran, dass Klagen über "die Reichen" für den eigenen Fall unsachlich und nicht weiterführend sind, da
SusanneBerlin hat geschrieben:Dieses Geld muss auch irgendwo herkommen, ergo zahlt der Elternteil, der seinem Kind das Studium finanziert, für die 1000€ die er seinem Kind monatlich überweist, meistens einen weitaus höheren Einkommensteuersatz als das Kind durch den Verlustvortrag an Steuern einsparen kann. Der Staat verdient also an "den Reichen" weitaus mehr als er den "armen" Studenten, die ihr Studium selbst finanzieren an Steuern abnimmt.
Wenn man regelmäßig monatlich mehr Steuern zahlt, als der hier klagende Student im Jahr verdient und vom Rest seines Einkommens seinen Kindern das Studium finanziert, gibt es für niemand einen Grund sich über Ungerechtigkeit zu beschweren.
Lars-Daniel hat geschrieben:Sorry, aber irgendwie scheine ich auf dem Schlauch zu stehen. Ich gucke mir mal meine ESt. von 2016 an:
...
[*]zu versteuerndes Einkommen: 3.185 Euro[/list]
Ergibt: 0 Euro Einkommensteuer, 0 Euro Solidaritätszuschlag

Wie soll denn ein Student jemals da mit einem 450 Euro Job eine negative Summe hinbekommen? 450 * 12 = 5.400 Euro. Normale Studenten außerhalb der Familienkasse zahlen 924 Euro im Jahr für die studentische Krankenkasse. Selbst dann ist man noch bei fast 4.500 Euro.
:?: Ist der Verlustvortrag nicht dazu gedacht, etwaige Negativeinkommen in Folgejahren- bzw. wenn man EKS zahlt- steuerlich geltend zu machen? Voraussetzung für jede Rückerstattung ist doch, dass man erstmal Steuern zahlt :?:

Hierzu folgendes aus dem Netz (wenn man VV und Student eingibt):
Durch einen Verlustvortrag können dem Finanzamt alle Studienkosten (= Verluste) per Steuererklärung mitgeteilt werden. Das Finanzamt merkt sich die angegebenen Ausgaben und sobald das erste Mal Steuern gezahlt werden, werden die vorgetragenen Verluste steuerlich verrechnet. Das heißt bei Arbeitnehmern, dass die Studienkosten in Form einer Steuerrückzahlung erstattet werden. Bei Selbstständigen verringert sich entsprechend die Höhe der zu zahlenden Steuer.

Können alle Studenten einen Verlustvortrag machen?
Alle Studenten, die ein Zweitstudium (Master oder Bachelor mit vorangegangener Berufsausbildung) absolvieren, können ihre ausbildungs- und berufsbedingten Ausgaben als Werbungskosten steuerlich geltend machen. Bei Studenten im Erststudium erkennt das Finanzamt aktuell die Studienkosten lediglich als Sonderausgaben an, ein Verlustvortrag ist damit nicht möglich

Verlustvortrag:
Wenn Studenten weniger Einnahmen als Ausgaben verzeichnen, entsteht ein steuerlicher Verlust. Dieser Verlust wird vom Finanzamt automatisch als eine Art Steuerbonus vermerkt, der eingelöst wird, sobald Steuern gezahlt werden.

Kein Verlustvortrag: Wenn Studenten mehr Einnahmen als Ausgaben verzeichnen und auf ihre Einnahmen Steuern zahlen, können die in der Steuererklärung angegebenen Studienkosten gleich voll steuerlich verrechnet werden und ein Verlustvortrag ist nicht notwendig. Es erfolgt eine sofortige Steuererstattung.

Der Bundesfinanzhof hat bereits 2015 entschieden, dass die steuerliche Ungleichbehandlung von Erststudenten und Zweitstudenten verfassungswidrig ist. Jetzt muss das Bundesverfassungsgericht als letzte Instanz urteilen, ob zukünftig auch Menschen in Erstausbildung Verlustvorträge machen können. Die Chancen stehen sehr gut, da bereits die beiden Vorinstanzen zugunsten von Erststudenten entschieden haben. Bis ein endgültiges Urteil gefällt ist, erkennen Finanzämter bei Bachelor-Studenten zwar nicht sofort Verlustvorträge an, kennzeichnen die Steuerbescheide aber als vorläufig. Sobald das BVerfG sein Urteil im Sinne der Erststudenten gefällt hat, werden die Steuerbescheide entsprechend geändert und die Verlustvorträge von Bachelor-Studenten akzeptiert.

SusanneBerlin
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Re: Semesterbeitrag als Verlustvortrag

Beitrag von SusanneBerlin » 10.04.19, 07:20

:?: Ist der Verlustvortrag nicht dazu gedacht, etwaige Negativeinkommen in Folgejahren- bzw. wenn man EKS zahlt- steuerlich geltend zu machen? Voraussetzung für jede Rückerstattung ist doch, dass man erstmal Steuern zahlt :?:
Ja ganz genau. Der Verlustvortrag kommt zum Tragen, wenn man das erste mal mit dem zu versteuernden Einkommen im Plus ist.

Die meisten Studenten studieren ja deswegen, um nach dem Studium mehr zu verdienen als den steuerlichen Grundfreibetrag. Hat man während des Studiums einen Verlustvortrag "erwirtschaftet", dann zahlt man im ersten Job bzw. auch bei der Selbständigkeit im ersten Jahr nach dem Studium weniger Steuern, als man ohne den Verlustvortrag an Steuern gezahlt hätte, und bekommt eine Rückerstattung nachdem man die Steuererklärung eingereicht hat.

Lars-Daniel hat davon gehört, dass man durch diesen Verlustvortrag nach dem Studium eine Steuererstattung erhalten kann. Die Information, die ihm gefehlt hat, war dass das nur funktioniert, wenn man während des Studiums kein steuerlich relevantes Einkommen hat, und das findet er ungerecht. Weil damit nur Bafög-Empfänger und Eltern-gesponsorte ohne eigenes steuerpflichtiges Einkommen in den Genuss dieses Verlustvortrags kommen, nicht aber Studierende die sich während des Studiums ihr Einkommen selbst erarbeiten.

Diese Elterngesponsorten sind also, wenn man es so sehen will, doppelt begünstigt: Zuerst brauchen sie während des Masterstudiums nicht arbeiten, und dann bekommen sie nach dem Studium auch noch eine Steuererstattung.

Tja aber so ist nun mal das Steuerrecht. Dass Lars-Daniel einer Fehlinformation aufgesessen ist indem er dachte, Studiumkosten führen immer zu einer Steuererstattung und jetzt enttäuscht ist, dafür können wir nichts.
Grüße, Susanne

winterspaziergang
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Re: Semesterbeitrag als Verlustvortrag

Beitrag von winterspaziergang » 10.04.19, 09:11

SusanneBerlin hat geschrieben: ....
Diese Elterngesponsorten sind also, wenn man es so sehen will, doppelt begünstigt: Zuerst brauchen sie während des Masterstudiums nicht arbeiten, und dann bekommen sie nach dem Studium auch noch eine Steuererstattung.

Tja aber so ist nun mal das Steuerrecht. Dass Lars-Daniel einer Fehlinformation aufgesessen ist indem er dachte, Studiumkosten führen immer zu einer Steuererstattung und jetzt enttäuscht ist, dafür können wir nichts.
Danke für die Erklärungen.
Aber damit Lars nicht das nächste Missverständnis hat, muss ergänzend betont werden, dass alle Ex-Studenten, die in den Genuss der Steuererstattung kommen, natürlich auch erstmal Einkommensteuer in ihrem neuen Job zahlen.

SusanneBerlin
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Re: Semesterbeitrag als Verlustvortrag

Beitrag von SusanneBerlin » 10.04.19, 09:47

Wenn man aus dem Vorjahr einen Verlustvortrag hat, ist es sogar wünschenswert dass das sich aus dem darauf folgenden Jahreseinkommen eine Einkommenssteuerzahlung ergibt, weil der Verlustvortrag ansonsten "verpufft", genau wie Lars-Daniels Studienausgaben sich auch jetzt nicht steuerlich auswirken weil er unter dem Grundfreibetrag ist und trotzdem mehr Einkommen hat als er absetzen kann.
Der ungenutzte Verlustvortrag bleibt nur erhalten, wenn man in den Folgejahren gar kein steuerlich relevantes Einkommen hat.

Arbeitnehmer haben die Möglichkeit beim Finanzamt zu beantragen, dass der Verlustvortrag als Steuerermäßigung für das folgende oder laufende Kalenderjahr bei den Steuermerkmalen eingetragen wird mit der Folge, dass der Verlustvortrag bereits bei der monatlichen Einbehaltung der Lohnsteuer berücksichtigt wird. Das ist ab einem festgestellten Verlustvortrag von 600€ oder mehr möglich.

https://www.steuertipps.de/lexikon/f/fr ... teuerkarte

https://www.steuer-gonze.de/web/index.p ... 7-08-10-38
Grüße, Susanne

bavarian tax collector
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Re: Semesterbeitrag als Verlustvortrag

Beitrag von bavarian tax collector » 10.04.19, 12:45

SusanneBerlin hat geschrieben:Wenn man aus dem Vorjahr einen Verlustvortrag hat, ist es sogar wünschenswert dass das sich aus dem darauf folgenden Jahreseinkommen eine Einkommenssteuerzahlung ergibt, weil der Verlustvortrag ansonsten "verpufft", genau wie Lars-Daniels Studienausgaben sich auch jetzt nicht steuerlich auswirken weil er unter dem Grundfreibetrag ist und trotzdem mehr Einkommen hat als er absetzen kann.
Das ist etwas was die entsprechenden Bücher/Zeitschriften/Ratgeber schon immer verschwiegen haben!

Etwa 80% dee Studenten fangen ihren ersten Job im nach dem Studium Herbst an. Als Folge davon würde ein Großteil die abgeführte LSt sowieso wieder raus bekommen, auch ohne Verlustvortrag. Die steuerliche Auswirkung ist daher in den allermeisten Fällen 0 € oder ein äußerst geringer Betrag und der restliche Verlustvortrag geht im Grundfreibetrag unter.

Natürlich sind die Publikationen keine Samariter für die Studenten, sondern wollen Verkaufszahlen bzw. "Clicks" generieren! Die erzielt man natürlich eher mit positiven Berichten, als mit neagtiven! Da lässt man soetwas natürlich gerne unter den Tisch fallen!

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And you're working for no one but me" (The Beatles, Taxman, Revolver)

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hambre
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Re: Semesterbeitrag als Verlustvortrag

Beitrag von hambre » 10.04.19, 14:03

Wie soll denn ein Student jemals da mit einem 450 Euro Job eine negative Summe hinbekommen? 450 * 12 = 5.400 Euro.
Wenn es sich um einen Minijob handelt, dann vereinbart man einfach mit dem AG die pauschale Versteuerung. Bei pauschaler Versteuerung taucht der Minijob nämlich in der Steuererklärung nicht auf.

Lars-Daniel
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Re: Semesterbeitrag als Verlustvortrag

Beitrag von Lars-Daniel » 10.04.19, 14:28

hambre hat geschrieben:Wenn es sich um einen Minijob handelt, dann vereinbart man einfach mit dem AG die pauschale Versteuerung. Bei pauschaler Versteuerung taucht der Minijob nämlich in der Steuererklärung nicht auf.
Aber dann muss man auch keine Steuern dafür zahlen, somit kann die Rechnung auch nicht negativ werden.
Zuletzt geändert von Lars-Daniel am 10.04.19, 14:33, insgesamt 2-mal geändert.

Evariste
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Re: Semesterbeitrag als Verlustvortrag

Beitrag von Evariste » 10.04.19, 14:30

Ein Hinweis am Rande...
Lars-Daniel hat geschrieben: Unsere Uni weist die Beiträge für das Studentenwerk, den AStA und das Semesterticket getrennt aus. Da sich die Semestergrenzen nicht mit den Jahresgrenzen decken, habe ich die Gebühren taggenau aufs Jahr (2017 hatte 365 Tage) umgerechnet:
  • 90 Tage im Wintersemester 2016/2017 (bis 31.03.2017),
  • 183 Tage im Sommersemester 2017 (01.04.2017–30.09.2017),
  • 92 Tage im Wintersemester 2017/2018 (ab 01.01.2017).
Das geht so nicht. Im Steuerrecht gilt das Zufluss bzw. Abflussprinzip, d.h. Einnahmen und Ausgaben sind grundsätzlich in dem Jahr geltend zu machen, in dem sie anfallen (Ausnahme: Anschaffung von Gütern, die über mehrere Jahre zur Erzielung von Einkommen genutzt werden.) In diesem Fall also in 2017 die Beiträge für das Sommersemester 2017 und das nachfolgende Wintersemester.

Lars-Daniel
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Re: Semesterbeitrag als Verlustvortrag

Beitrag von Lars-Daniel » 10.04.19, 14:33

Evariste hat geschrieben:Das geht so nicht. Im Steuerrecht gilt das Zufluss bzw. Abflussprinzip, d.h. Einnahmen und Ausgaben sind grundsätzlich in dem Jahr geltend zu machen, in dem sie anfallen (Ausnahme: Anschaffung von Gütern, die über mehrere Jahre zur Erzielung von Einkommen genutzt werden.) In diesem Fall also in 2017 die Beiträge für das Sommersemester 2017 und das nachfolgende Wintersemester.
Die Krankenkasse macht es aber genauso? Deren Jahr endet anscheinend im November, für Dezember wird ein Monatsbetrag angegeben und dann der Gesamtbetrag bis zum kommenden November.

Lars-Daniel
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Re: Semesterbeitrag als Verlustvortrag

Beitrag von Lars-Daniel » 10.04.19, 14:33

Ich möchte nochmal darauf hinweisen, dass ich mich anscheinend beim Begriff "Verlustvortrag" geirrt habe. Ich will JETZT kein Geld ausgezahlt bekommen, sondern während des Studiums den Semesterbeitrag z u melden, um nach dem Abschluss diesen in einem Arbeitsverhältnis ggf. anders steuerlich geltend machen zu können.

Aber bitte beantwortet mal die Frage, was muss ein Student tun muss, um Steuern zahlen zu müssen und steuerliche Verluste einfahren zu können? Nur zur Sicherheit: ich habe es nicht vor, nur mir wird es nicht klar. Man müsste ja soviel verdienen, dass man außerhalb des Freibetrages ist, aber dann übersteigen weder die Semestergebühren, noch die Steuerlast. Kein Student zahlt 10.000 Euro Steuern auf 9.500 Euro Einnahmen.

Außer natürlich man ist an einer Privatuni, bei der man 10.000 Euro pro Semester zahlt. Aber da wären wir wieder bei den Eliten :-)

SusanneBerlin
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Re: Semesterbeitrag als Verlustvortrag

Beitrag von SusanneBerlin » 10.04.19, 14:39

Lars-Daniel hat geschrieben:Aber bitte beantwortet mal die Frage, was muss ein Student tun muss, um Steuern zahlen zu müssen und steuerliche Verluste einfahren zu können? Nur zur Sicherheit: ich habe es nicht vor, nur mir wird es nicht klar. Man müsste ja soviel verdienen, dass man außerhalb des Freibetrages ist, aber dann übersteigen weder die Semestergebühren, noch die Steuerlast. Kein Student zahlt 10.000 Euro Steuern auf 9.500 Euro Einnahmen.
Wir diskutieren seit über einer Seite darüber, und Sie haben es immer noch nicht verstanden?

Um einen Verlustvortrag zu erreichen, müssen Sie nicht über den Grundfreibetrag kommen.
Sondern wie der Name Verlustvortrag schon sagt, Sie müssen tatsächlich einen Verlust machen. Mit Ihren 3.185 € zu versteuernden Einkommen sind Sie 3.185 € vom Verlust entfernt, Sie hätten 3.500 € weniger (!) verdienen müssen um einen nennensweren Verlustvortrag zu kreieren.
Also mehr ausgeben als einnehmen.

Ganz einfach gesprochen:
Sie müssen mit dem zu versteuernden Einkommen ins Minus kommen. D.h. die Werbungskosten und andere Abzüge sind zusammen höher als das positive Einkommen.
zu versteuerndes Einkommen: 3.185 Euro
in dieser Zeile muss ein Minuszeichen vor dem Betrag stehen, dann hat das Finanzamt einen Verlust festgestellt. Und diesen Verlust kann man als Verlustvortrag ins nächste Steuerjahr mitnehmen. Das gilt für alle Steuerpflichtigen und wurde sicherlich nicht für die Studenten erfunden, sondern für Gesellschaften und Selbständige, die in dem einen Jahr Investitionen tätigen (negatives zu verst. Einkommen) und im Jahr darauf hohe Gewinne einfahren.
Zuletzt geändert von SusanneBerlin am 10.04.19, 14:57, insgesamt 2-mal geändert.
Grüße, Susanne

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Re: Semesterbeitrag als Verlustvortrag

Beitrag von Lars-Daniel » 10.04.19, 14:47

SusanneBerlin hat geschrieben:Wir diskutieren seit über einer Seite darüber, und Sie haben es immer noch nicht verstanden?.
Ja, weil es absolut unrealistisch ist. Außer man geht nicht arbeiten oder erhält Gelder über Wege, sie steuerlich nicht erfasst werden oder nicht relevant sind oder man hat so hohe Ausgaben, dass ... sorry, aber das ist doch alles sehr unrealistisch.

SusanneBerlin
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Re: Semesterbeitrag als Verlustvortrag

Beitrag von SusanneBerlin » 10.04.19, 15:02

Lars-Daniel hat geschrieben:
SusanneBerlin hat geschrieben:Wir diskutieren seit über einer Seite darüber, und Sie haben es immer noch nicht verstanden?.
Ja, weil es absolut unrealistisch ist. Außer man geht nicht arbeiten oder erhält Gelder über Wege, sie steuerlich nicht erfasst werden oder nicht relevant sind oder man hat so hohe Ausgaben, dass ... sorry, aber das ist doch alles sehr unrealistisch.
Ja weil Sie gedanklich nicht von den Studenten wegkommen, die sich im Jahr ein paar tausend Euro dazuverdienen und die, wie in Ihrem Fall, von diesem Geld leben müssen.
Außerdem gibt es genug Beispiele für völlig legales, steuerlich nicht erfasstes Einkommen und genau dar7ber diskutieren wir doch die ganze Zeit: Bafög wird nicht steuerlich erfasst und das gestern noch von Ihnen angeprangerte elterliche Sponsoring für "die Gören" ist auf der Seite der "Gören" kein steuerlich erfasstes Einkomnen. Das haben Sie schon wieder vergessen? :roll: Genau das ist das doch das real existierrnde Szenario, das Sie so angeprangert haben! Gestern schimpfen Sie darüber, und heute zweifeln Sie an dass so was real vorkommt.

Wozu schreibe ich hier eigentlich wenn Sie aus dem Geschriebenen nicht erkennen, dass das Ihre Fragen beantwortet.
Lars-Daniel hat geschrieben:sorry, aber das ist doch alles sehr unrealistisch.
Es gibt außer Studenten auch andere steuerpflichtige "Lebensformen", einfach mal über den eigenen Tellerrand gucken, dann wird das Unrealistische möglich!

Denken Sie an eine Aktiengesellschaft, die in dem einen Jahr einen Verlust von 1 Million Euro hat und im nächsten Jahr einen Gewinn von 13 Millionen Euro.

Oder an einen Selbständigen, der 200.000€ Gewinn macht mit seiner GmbH, davon packt er sich 100.000 zur Seite, und im nächsten Jahr macht er 30.000 Verlust, hat aber nach Steuern immer noch 70.000€ zum Leben.
Zuletzt geändert von SusanneBerlin am 10.04.19, 15:18, insgesamt 2-mal geändert.
Grüße, Susanne

ktown
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Re: Semesterbeitrag als Verlustvortrag

Beitrag von ktown » 10.04.19, 15:04

Lars-Daniel hat geschrieben:Ja, weil es absolut unrealistisch ist. Außer man geht nicht arbeiten oder erhält Gelder über Wege, sie steuerlich nicht erfasst werden oder nicht relevant sind oder man hat so hohe Ausgaben, dass ... sorry, aber das ist doch alles sehr unrealistisch.
das ist nicht unrealistisch, sondern nackte Realität und wird regelmäßig so genutzt. Sie müssen steuerrechtlich mehr ausgeben als einnehmen.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

Lars-Daniel
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Re: Semesterbeitrag als Verlustvortrag

Beitrag von Lars-Daniel » 10.04.19, 15:18

SusanneBerlin & ktown

Ich verstehe das ja bei Nicht-Studierenden, aber eine Frage ist ja explizit, wann es Studierende betreffen könnte. Oben wurde ja vin winterspaziergang zitiert:
Wenn Studenten weniger Einnahmen als Ausgaben verzeichnen, entsteht ein steuerlicher Verlust
Man muss also so wenig verdienen, dass man sich verschuldet... das dürfte nur einen Bruchteil der Studierenden betreffen.

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