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Welche Steuerklasse bei Nachzahlung?

Verfasst: 05.07.19, 14:42
von spydermonkey
Angenommen, der Arbeitnehmer AN kündigt seine Stelle beim Arbeitgeber AG1 und tritt nahtlos eine neue Stelle bei Arbeitgeber AG2 an.
Steuerklasse ist und bleibt die 1.

AG1 hat sich schriftlich verpflichtet, dem AN beim Ausscheiden
a) die restlichen Urlaubstage, die aus innerbetrieblichen Gründen nicht gewährt werden konnten
b) über 300 Überstunden zzgl. der laut Arbeitsvertrag anfallenden Zuschläge
auszuzahlen.

Dazu kommen noch Zuschläge aus dem letzten Arbeitsmonat, die regulär mit dem übernächsten Gehalt ausbezahlt würden.

Nachdem AG1 die unter a) und b) zugesagten Zahlungen NICHT vor dem/zum Zeitpunkt des Ausscheidens - d.h. so lange der AN noch dort unter Vertrag stand - gezahlt hat, stellt sich nun die Frage:
wie wird dieser Betrag (der in einer Höhe von etwa drei Bruttomonatsgehältern liegt) versteuert?

Re: Welche Steuerklasse bei Nachzahlung?

Verfasst: 05.07.19, 15:07
von SusanneBerlin
mit Steuerklasse 6.

Re: Welche Steuerklasse bei Nachzahlung?

Verfasst: 05.07.19, 20:08
von Oktavia
Die Fälle hier treffen nicht zu, allerdings kann man einige Aspekte der Steuergegebenheiten ganz gut erkennen.

https://www.dgbrechtsschutz.de/recht/ar ... s/anzeige/

Re: Welche Steuerklasse bei Nachzahlung?

Verfasst: 06.07.19, 09:47
von spydermonkey
Vielen Dank für die Infos.

Da leider noch ein paar andere Dinge im Argen liegen, werde ich das Ganze dann wohl doch lieber mal einem Fachmann übergeben...

Re: Welche Steuerklasse bei Nachzahlung?

Verfasst: 06.07.19, 10:04
von FM
Kann man machen, muss man dann halt bezahlen.

Im verlinkten Artikel ist allerdings nicht vom Schaden durch die Steuerklasse die Rede (der ist nur kurzfristig und wird ausgeglichen), sondern durch die Progression. Kann also nur relevant werden und auch dann nicht immer, wenn die Nachzahlung erst im nächsten Jahr erfolgt.

Re: Welche Steuerklasse bei Nachzahlung?

Verfasst: 06.07.19, 10:15
von SusanneBerlin
spydermonkey hat geschrieben:
06.07.19, 09:47
Vielen Dank für die Infos.

Da leider noch ein paar andere Dinge im Argen liegen, werde ich das Ganze dann wohl doch lieber mal einem Fachmann übergeben...
Was soll da jetzt noch im Argen liegen, wenn man die Nachzahlungen abschließend schriftlich vereinbart hat? Wenn der Arbeitgeber nicht zahlt, kann man den resultierenden Betrag ausrechnen und unproblematisch beim Arbeitsgericht einklagen. Der Rechtspfleger am Arbeitsgericht hilft bei der Formulierung des Klageantrags, nur die Höhe der begehrten Zahlung muss man selber wissen. Dafür braucht man nicht unbedingt einen Anwalt (den man in jedem Fall selbst bezahlt)...

Re: Welche Steuerklasse bei Nachzahlung?

Verfasst: 06.07.19, 10:58
von spydermonkey
SusanneBerlin hat geschrieben:
06.07.19, 10:15
spydermonkey hat geschrieben:
06.07.19, 09:47
Vielen Dank für die Infos.

Da leider noch ein paar andere Dinge im Argen liegen, werde ich das Ganze dann wohl doch lieber mal einem Fachmann übergeben...
Was soll da jetzt noch im Argen liegen, wenn man die Nachzahlungen abschließend schriftlich vereinbart hat? Wenn der Arbeitgeber nicht zahlt, kann man den resultierenden Betrag ausrechnen und unproblematisch beim Arbeitsgericht einklagen. Der Rechtspfleger am Arbeitsgericht hilft bei der Formulierung des Klageantrags, nur die Höhe der begehrten Zahlung muss man selber wissen. Dafür braucht man nicht unbedingt einen Anwalt (den man in jedem Fall selbst bezahlt)...
Mehrfach angemahnte KORREKTE Gehaltsabrechnungen für die Monate März bis Mai beispielsweise, die Übermittlung der notwendigen Daten an die Krankenkasse (ebenfalls mehrfach angemahnt), damit diese endlich mal das Krankengeld für März berechnen und auszahlen kann, die fehlenden Stundenabrechnungen für die Monate Januar bis März und Juni... denn so lange zumindest die Letzte davon nicht vorliegt, KANN ich die Höhe der Zahlung gar nicht genau ausrechnen.