PKW-Reparaturanfälligkeit : Grenzen der Abzugsfähigkeit

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Tastenspitz
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Re: PKW-Reparaturanfälligkeit : Grenzen der Abzugsfähigkeit

Beitrag von Tastenspitz »

helmes63 hat geschrieben:
02.12.19, 12:35
Wenn ich das richtig sehe, kennt der offizielle Einkommen-Steuer-Vordruck nur die Kategorie "außergewöhnliche Belastungen"
- ist das soweit richtig wiedergegeben ?! ...
Nein. Da steht noch mehr....
Siehe hier:
https://www.formulare-bfinv.de/ffw/cont ... AGJ42XZUFK
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

helmes63
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Re: PKW-Reparaturanfälligkeit : Grenzen der Abzugsfähigkeit

Beitrag von helmes63 »

Wenn das so ist wie zuletzt dargestellt, kann man folgendes zusammenfassen
> das sage ich an dieser Stelle ausdrücklich zum besseren Verständnis :

a) durch die Pendlerpauschale sind auch sämtliche normale Verschleißtatbestände mitberücksichtigt.
b) Ein Rentner hat offenbar bei dieser Sachlage richtig Pech : da ist nichts zu machen, selbst wenn er der Pflicht zur Einkommensteuer unterliegt
c) Ein Erwerbsloser sollte bei entsprechenden kostenintensiven Instandsetzungen sich überlegen den PKW abzumelden bis er wieder eine Arbeit hat
oder aber den PKW-Verkauf alternativ in Erwägung ziehen.

Das die Pendlerpauschale sämtliche übliche Belastungen, welche mit einem PKW verbunden sind beinhaltet
kann im Einzelfall durchaus tragische Züge annehmen.

<das sei als Folge-Konsequenz noch besonders erwähnt ....>
Allerdings sprechen die Werkstatt-Fachleute bei dieser Sachlage dann von sog. wirtschaftlichen Totalschaden
was heißen soll das eine Instandsetzung ab 700 - 1000 € sich für den Normalbürger nicht mehr vernünftig darstellen lässt.

Hertha1892
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Re: PKW-Reparaturanfälligkeit : Grenzen der Abzugsfähigkeit

Beitrag von Hertha1892 »

Welcher wirtschaftliche Zusammenhang ist denn bei einem Rentner zwischen PKW und Einkommenserzielung gegeben?

Welche steuerliche Belastung ist bei einem Erwerbslosen gegeben?

Sie haben immer noch eine verklärte Sicht auf das Steuerrecht. Nur weil jemand verpflichtet ist eine Steuererklärung einzureichen, muss ihm nicht jede finanzielle Last steuerlich berücksichtigt werden.

Stellen Sie sich eine Person vor, die in der Öffentlichkeit steht und immer schick frisiert und abwechslungsreich, gediegen bekleidet sein muss. Die kann solchen höheren Aufwand als ihn Lise Schröder am Schreibtisch beim Versicherungsvertreter nebenan hat auch nicht von der Steuer absetzen.

Eine außergewöhnliche Belastung sind zum Beispiel die Beerdigungskosten für die Eltern. Warum? Weil man sich diesen Kosten nicht nur rechtlich nicht entziehen kann als auch nach sittlichen Gründen verpflichtet ist.
Versuchen Sie die rechtlich/sittliche Verpflichtung mal bei einer Autoreparatur zu kreieren. Das wird nichts. Wenn die Unterhaltung des PKW tragische Züge annimmt, dann wird es Zeit sich vom PKW zu lösen. Und nein, es gibt weder ein staatlich garantiertes Grundrecht auf PKW-Mobilität noch auf deren Finanzierung.

Grüße Hertha1892

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