Vorabeinzahlung Instandhaltungsrücklage

Moderator: FDR-Team

Antworten
Solderdot
Topicstarter
FDR-Mitglied
Beiträge: 56
Registriert: 12.01.07, 20:23

Vorabeinzahlung Instandhaltungsrücklage

Beitrag von Solderdot »

Guten Tag!
Einzahlungen in die Instandhaltungsrücklage können steuerlich geltend gemacht werden. Können aber auch Vorauszahlungen für kommende Jahre steuerlich geltend gemacht werden?
Beispiel:
Monatlich werden 100€ in die Instandhaltungsrücklage eingezahlt. Für ein Steuerjahr können daher 1.200€ steuerlich geltend gemacht werden.
Im Jahr 2020 erfolgen zusätzlich Vorauszahlungen in die Instandhaltungsrücklage für die Jahre 2021, 2022 und 2023. In Summe werden in 2021 somit 4x1.200€=4.800€ eingezahlt, in den Jahren 2021 bis 2023 werden dann keine derartigen Zahlungen erfolgen.
Können dann für 2020 4.800€ steuerlich geltend gemacht werden?
Gibt es vom Finanzamt Höchstgrenzen, z.B. für den Betrag, der in einem Steuerjahr geltend gemacht werden kann oder für die Anzahl der Jahre, für die im Voraus eingezahlt wird?
Danke für Anregungen, Ideen und Infos.

Zafilutsche
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 6166
Registriert: 24.07.07, 10:47
Wohnort: Rhein/Ruhrgebiet

Re: Vorabeinzahlung Instandhaltungsrücklage

Beitrag von Zafilutsche »

Solderdot hat geschrieben:
13.01.20, 15:35
Einzahlungen in die Instandhaltungsrücklage können steuerlich geltend gemacht werden.
Hab ich was verpasst? Nach meinem Kenntnisstand werden Einzahlungen in die Instandhaltungsrücklage nicht zu abziehbaren Werbungskosten führen.
Das wäre nur eine Vermögensumschichtung.
Dagegen kann die Auflösung der Instandhaltungsrücklage für Reparaturen steuerwirksam angeführt werden. (Z.B. Erneuerung der Heizungsanlage)
Vielleicht liege ich aber auch daneben? Mal schauen was andere hier noch von sich geben. :liegestuhl:

Hanomag
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 2368
Registriert: 18.07.08, 11:43

Re: Vorabeinzahlung Instandhaltungsrücklage

Beitrag von Hanomag »

Zafilutsche hat geschrieben:
13.01.20, 16:23
Nach meinem Kenntnisstand werden Einzahlungen in die Instandhaltungsrücklage nicht zu abziehbaren Werbungskosten führen.
So kenne ich das auch.

Hertha1892
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 594
Registriert: 24.08.15, 10:54

Re: Vorabeinzahlung Instandhaltungsrücklage

Beitrag von Hertha1892 »

So und nur so ist das auch.

Grüße Hertha1892

Solderdot
Topicstarter
FDR-Mitglied
Beiträge: 56
Registriert: 12.01.07, 20:23

Re: Vorabeinzahlung Instandhaltungsrücklage

Beitrag von Solderdot »

Servus!
Vielen Dank für die Antworten. Ich dachte, dort gelte das Abflussprinzip: Sobald ich das Geld überwiesen habe, ist es ja - für mich - weg. Geht ja hier auch um eine ETW in einer Eigentümergemeinschaft, nicht ein eigenes Haus.
Aber da war meine Ansicht wohl verkehrt. Danke für die Aufklärung!

hambre
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 6438
Registriert: 02.02.09, 13:21

Re: Vorabeinzahlung Instandhaltungsrücklage

Beitrag von hambre »

Ich dachte, dort gelte das Abflussprinzip
Es gilt auch das Abflussprinzip, nur funktioniert das anders als Du das denkst.
Sobald ich das Geld überwiesen habe, ist es ja - für mich - weg.
Nein, es befindet sich auf dem Konto der WEG, deren Mitglied Du bist und befindet sich daher immer noch in Deinem Vermögen. Die Einzahlung auf das WEG-Konto gilt daher als Vermögensumschichtung und nicht als Abfluss.

Der Abfluss erfolgt daher erst dann, wenn eine Rechnung vom WEG-Konto bezahlt wird.

Antworten