Krankheitskosten als außergewöhnliche Belastungsform

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helmes63
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Krankheitskosten als außergewöhnliche Belastungsform

Beitrag von helmes63 »

Sehr geehrte Forenexperten und Forenfreunde,

... es ist für mich schwer durchschaubar welche Grundprinzipien hinter der
Obergrenzenregelung für außergewöhnliche Belastungen gemäß § 33 EStG angesetzt werden.

a) Bei den Krankheitskosten spielt doch objektiv gesehen das Verhältnis zw. Einkünften und
Belastungen die maßgebliche Rolle. Frage wie groß müsste denn in Prozent die Relation
zw. Belastung und Einkommen sein.

b) sind dabei auch Einkünfte aus Kapitalvermögen und Mieteinnahmen heranzuziehen ?
was die Belastungsgrenz-Ermittlung betrifft ?!

ktown
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Re: Krankheitskosten als außergewöhnliche Belastungsform

Beitrag von ktown »

Haben sie den § 33 EStG auch gelesen?
Hier mal was zum lesen.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

helmes63
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Re: Krankheitskosten als außergewöhnliche Belastungsform

Beitrag von helmes63 »

a) Danke für den Hyperlink ...

Ich war bisher davon ausgegangen, dass gesundheitliche Krankheitsaufwendungen
separat ausgewiesen werden müssen.

b) Eine Frage ist überdies ob man nicht kontinuierliche Kosten für Präparate als Chroniker
auch für mehrere Jahre "bündeln" kann. Der Zwang sich strickt an die Steuerperiode
zu halten dürfte in der Abgabenordnung jedoch festgeschrieben sein. Allerdings kann
ich dies nach Durchsicht nicht eindeutig bestätigen.

bavarian tax collector
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Re: Krankheitskosten als außergewöhnliche Belastungsform

Beitrag von bavarian tax collector »

Soweit Du mit „Bündeln“ meinst, die Zahlungen unterschiedlicher Jahre in einem Jahr geltend zu machen, so geht das nicht. Den Grund wirst Du jedoch nicht in der AO, sondern im EStG finden! Im §11 EStG ist das sog. Zu-/Abflussprinzip geregelt.

Selbst wenn man sich in einem Jahr einen 10-Jahresvorrat an den blauen Pillen anschafft, wäre zu prüfen, ob das nicht unter §42 AO zu subsumieren wäre!

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