Lohnsteuerklasse 6.....grundsätzlich 50 % Abzug??

Moderator: FDR-Team

Antworten
cobalt
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 501
Registriert: 03.06.05, 11:40
Wohnort: bei München

Lohnsteuerklasse 6.....grundsätzlich 50 % Abzug??

Beitrag von cobalt »

Hallo verehrtes Team,
Ich habe hier eine Beispielfall mit ein paar Fragen.

Herr A ist Beamter im Ruhestand mit Mindestpension.
Nun könnte er für drei Monate einen Job bei einer Firma erhalten. Drei Monate lang wäre er als Arbeitnehmer bei einer 40 Std. Woche und 12 Euro beschäftigt.
Nun habe ich gehört das bei LSK6 generell 50% abgezogen werden.
Stimmt das?

160 Std/Monat * 12 € = 1920 Bruttolohn
Somit bleiben gerade mal knappe 1000 Euro übrig.

Vielen Dank!!!

Tastenspitz
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 20499
Registriert: 05.07.07, 08:27
Wohnort: Daheim

Re: Lohnsteuerklasse 6.....grundsätzlich 50 % Abzug??

Beitrag von Tastenspitz »

Bei 1920 Brutto und Klasse 6 werden etwa 470 € Steuer, Kirchensteuer und Soli fällig.
Das sind keine 50%.
Auch wenn man die Versicherungsbeiträge dazu nimmt, kommt man auf weitere 385 €. Zusammen also 855 €.
In Summe auch keine 50%.
Den Lohnsteuerausgleich erwähne ich nur am Rande. Der sollte sich bei einer solchen kurzen Tätigkeit ebenfalls in einer Rückzahlung widerspiegeln.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

FM
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 17956
Registriert: 05.12.04, 16:06

Re: Lohnsteuerklasse 6.....grundsätzlich 50 % Abzug??

Beitrag von FM »

Die Lohnsteuer wird, anders als die SV-Beiträge, nicht nach bestimmten Prozentsätzen berechnet.

Die Formel ist kompliziert, aber es gibt im Internet zahlreiche Seiten mit entsprechenden Berechnungsprogrammen.

cobalt
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 501
Registriert: 03.06.05, 11:40
Wohnort: bei München

Re: Lohnsteuerklasse 6.....grundsätzlich 50 % Abzug??

Beitrag von cobalt »

Danke schön einmal für die Tips und Meinungen.

@Tastenspitz: "Lohnsteuerausgleich", Was ist das?
Meinen Sie damit sowas wie Absetzen der Fahrtkosten usw?
Falls ja, dacht bei LSK6 kann man nix absetzen.

Ansonsten : Muss ich in die Rentenversicherung einbezahlen obwohl ich Pensionäre bin.
Ausserdem bin ich privat krankenversichert und aus der Kir he ausgetreten.

Tastenspitz
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 20499
Registriert: 05.07.07, 08:27
Wohnort: Daheim

Re: Lohnsteuerklasse 6.....grundsätzlich 50 % Abzug??

Beitrag von Tastenspitz »

cobalt hat geschrieben:
06.02.20, 14:21
"Lohnsteuerausgleich", Was ist das?
Die monatlich berechneten Abgaben werden auf die Jahressumme hochgerechnet. Dadurch ergibt sich für Menschen, die punktuell in einem Jahr mehr verdienen in aller Regel ein Erstattungsanspruch.
Rechner dazu finden sich auch im Internet.
Ansonsten - hier mal lesen:
https://www.versicherungswissen.org/min ... nijob.html
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

ktown
FDR-Moderator
Beiträge: 23080
Registriert: 31.01.05, 08:14
Wohnort: Auf diesem Planeten

Re: Lohnsteuerklasse 6.....grundsätzlich 50 % Abzug??

Beitrag von ktown »

Man sollte mal die bekannte Suchmaschine mit den Worten "Ruhestandsbeamten und Nebenjob" füttern.
Da bekommt man eine Menge Infos.
Fängt damit an, dass man auch im Ruhestand Nebenjobs wohl anmelden muss. :wink:
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

hambre
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 6441
Registriert: 02.02.09, 13:21

Re: Lohnsteuerklasse 6.....grundsätzlich 50 % Abzug??

Beitrag von hambre »

Tastenpilz hat geschrieben:Den Lohnsteuerausgleich erwähne ich nur am Rande. Der sollte sich bei einer solchen kurzen Tätigkeit ebenfalls in einer Rückzahlung widerspiegeln.
Gemeint ist die Einkommensteuererklärung, die in so einem Fall verpflichtend ist.

Die Einkommensteuererklärung führt in so einem Fall auch regelmäßig nicht zu einer Erstattung, sondern zu einer Nachzahlung. Ob es tatsächlich zu einer Nachzahlung kommt und wie hoch diese ausfällt hängt ganz wesentlich von der Höhe der bezogenen Pension ab.
Tastenpilz hat geschrieben:Die monatlich berechneten Abgaben werden auf die Jahressumme hochgerechnet. Dadurch ergibt sich für Menschen, die punktuell in einem Jahr mehr verdienen in aller Regel ein Erstattungsanspruch.
Diese Aussage trifft für den hier diskutierten Fall nicht zu.

Antworten