Verkauf auf Provisionsbasis - Wer zahlt die Steuern auf den Verkauf?

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oohje
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Verkauf auf Provisionsbasis - Wer zahlt die Steuern auf den Verkauf?

Beitrag von oohje »

Hallo zusammen,

scheinbar habe ich ein kompliziertes Szenario, da drei Mitarbeiter des örtlichen FA nicht weiterhelfen konnten.

Folgendes Szenario:

Person A hat ein Gewerbe und mietet sich ein Ladengeschäft für den Verkauf von Produkten. Pers.A hat aber kein eigenes Sortiment, sondern ist darauf angewiesen, dass andere Personen (aus Privat & Gewerbe = Pers.B) Ihre Produkte im Laden von Pers.A ausstellen und dort der Verkauf von Pers.A übernommen wird. Vom Verkaufspreis erhält Pers.A eine prozentuale Provision. Der Betrag (Verkaufspreis abzgl. Provision) steht für den Eigentümer der Ware (Pers.B) als Guthaben zur Verfügung.

Pers.A hat m.E. zwei Einnahmequellen:
- Miete für die Fläche
- Provision vom Verkaufserlös

Die Beträge aus dem Verkauf ist lediglich für die Pers.B entgegengenommen und werden ja an diese ausgezahlt.

Pers.A hat ein zentrales Kassensystem und kann von dort aus erkennen, für welche Pers.B der Verkauf vorgenommen und kassiert wurde.

Ist Pers.A verpflichtet die MwSt. vom Verkaufserlös zu zahlen oder ist das eine Aufgabe von Pers.B ?

Ich hoffe, dass ihr mir weiterhelfen könnt. Mein FA kann es nicht und da stelle ich mir natürlich die Frage, wie die das prüfen werden, wenn die es selbst nicht wissen. ;-)
Froggel
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Re: Verkauf auf Provisionsbasis - Wer zahlt die Steuern auf den Verkauf?

Beitrag von Froggel »

Wo Person A Mieteinnahmen hat, wenn er selbst die Räumlichkeiten mietet, erschließt sich mir nicht. Dementsprechend gehört die Miete zu den Ausgaben des A und er kann, da er Gewerbe hat, die Vorsteuer der Mietausgaben gegenüber dem FA geltend machen.
Da der Kommissionär (A) zu keinem Zeitpunkt Eigentümer der Ware des B wird, weder in zivilrechtlicher noch wirtschaftlicher Hinsicht, hat er mit der MwSt, die dem Kunden in Rechnung gestellt wird, nur bedingt etwas zu tun. Er nimmt lediglich das Geld des Kunden an sich, um es abzüglich der Provision an den Kommittenten (B)= Eigentümer der Ware weiterzuleiten.
Bilanztechnisch ist das etwas komplizierter, aber das wird hier sehr gut erklärt.
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oohje
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Re: Verkauf auf Provisionsbasis - Wer zahlt die Steuern auf den Verkauf?

Beitrag von oohje »

Guten Morgen und vielen Dank für die Rückmeldung.

Zitat:
Wo Person A Mieteinnahmen hat, wenn er selbst die Räumlichkeiten mietet, erschließt sich mir nicht.

Das liegt daran, dass Person A die Räumlichkeiten mietet und Person B innerhalb der Räumlichkeiten Flächen anmieten kann. Bekannt ist das Modell unter dem Begriff "Mietregal".

Die Verlinkung habe ich mir auch angesehen, wo die Bilanzierung erklärt wird. Dazu habe ich allerdings noch eine Frage, da in dem Beispiel davon ausgegangen wird, dass der Kommittente (B) eine Rechnung an den Kommissionär (A) erstellt.

Kann denn A auch eine Rechnung an B ausstellen, indem ja nur eine Gutschrift ausgewiesen werden kann? (aufgrund des Verkaufs)
Wenn ja, ist der Aufbau wie folgt korrekt?:

Verkauf der Ware "Brutto"
- Provision "Brutto"
= Gutschrift Auszahlung
Froggel
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Re: Verkauf auf Provisionsbasis - Wer zahlt die Steuern auf den Verkauf?

Beitrag von Froggel »

oohje hat geschrieben: 03.04.21, 04:09 Kann denn A auch eine Rechnung an B ausstellen, indem ja nur eine Gutschrift ausgewiesen werden kann? (aufgrund des Verkaufs)
Wenn ja, ist der Aufbau wie folgt korrekt?:

Verkauf der Ware "Brutto"
- Provision "Brutto"
= Gutschrift Auszahlung
Da müssten Sie sich an einen Steuerberater wenden. Der wird Ihnen da mit Sicherheit eine bessere Auskunft geben können, da ich selbst mit Umsatzsteuern bisher gar keine Erfahrung gemacht habe und ich lediglich aus Interesse an Ihrer Frage nach einer Lösung gesucht habe. Meine persönliche Auffassung dazu wäre, dass in der Provision noch einmal extra die MwSt aufgeschlüsselt werden muss, da diese ja auch an das FA abgeführt wird.
oohje hat geschrieben: 03.04.21, 04:09 Das liegt daran, dass Person A die Räumlichkeiten mietet und Person B innerhalb der Räumlichkeiten Flächen anmieten kann. Bekannt ist das Modell unter dem Begriff "Mietregal".
Verstehe. Ich interpretiere den § 4 UstG Abs. 4a Punkt b so, dass die Regalvermietung nicht umsatzsteuerpflichtig ist und demgemäß nicht ausgewiesen werden muss.
die folgenden Umsätze:

a)...
b) die Leistungen, die mit der Lagerung, der Erhaltung, der Verbesserung der Aufmachung und Handelsgüte oder der Vorbereitung des Vertriebs oder Weiterverkaufs der eingelagerten Gegenstände unmittelbar zusammenhängen. Dies gilt nicht, wenn durch die Leistungen die Gegenstände so aufbereitet werden, dass sie zur Lieferung auf der Einzelhandelsstufe geeignet sind.
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Zafilutsche
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Re: Verkauf auf Provisionsbasis - Wer zahlt die Steuern auf den Verkauf?

Beitrag von Zafilutsche »

oohje hat geschrieben: 03.04.21, 00:26 Person A hat ein Gewerbe
Da wäre schon mal wichtig, wie das Gewerbe beim Gewerbeamt definiert wurde.
z.B Vermarktung von Gewerbeimobilien?
oohje hat geschrieben: 03.04.21, 00:26 und mietet sich ein Ladengeschäft für den Verkauf von Produkten. Pers.A hat aber kein eigenes Sortiment,
Ferner betreibt A offenbar ein Vertrieb. Ähnlich wie ein Strukturvertrieb erhält A von jedem Artikel eine Provision.
Hierzu sollte entweder das 1. Gewerbe um den Vertrieb erweitert werden, oder für diesen Teil ein weiteres Gewerbe angemeldet werden. Vermutlich tun sich die verschiedenen Sachbearbeiter deshalb so schwer. Jedenfalls wird B ordentliche Rechnungen/Lieferscheine gegenüber A ausstellen müssen, um die Provisionszahlungen gegenüber A ausweisen zu können. A gibt diese Einnahmen bei seiner Steuererklärung für den Gewerbebereich Vertrieb mit an. Umsatzabhängig (falls die Kleingewerberegelung noch angesetzt werden darf), stellt der A den Käufern die Rechnung Brutto aus. Übersteigt der Umsatz die Grenzen der Kleinunternehmerregelung, dann muss die MwSt auf der Rechnung ausgewiesen werden.
Ich denke ein Steuerberater hilft da.
Auch dem B, weil er genauso in der Steuerpflicht ist (Er kann auf seinen Rechnungen/Provisionsabrechnungen z.B. den Hinweis an "A geben, das dieser selbst verantwortlich ist diese Provisionszahlungen/Einnahmen dem Finanzamt in der Stererklärung mit angeben zu müssen.
Bei manchen Staaten gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat. [Freiheit f. Assange]
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Re: Verkauf auf Provisionsbasis - Wer zahlt die Steuern auf den Verkauf?

Beitrag von oohje »

Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Rückmeldungen. :thanksalot

Allein der § 4 UstG (wie angegeben) zu lesen ist ja schon ne halbe Wissenschaft für sich, wenn man sich nicht soooo gut auskennt. :daumenrunter

Ich sehe schon, dass hier ein Gang zum Steuerberater von Nöten ist. ;-)

Euch schöne Ostern.
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Re: Verkauf auf Provisionsbasis - Wer zahlt die Steuern auf den Verkauf?

Beitrag von Tastenspitz »

Ich verstehe das Problem nicht.
A hat ein Gewerbe und stellt Verkaufsfläche. Dafür schreibt er Rechnungen oder erhält Provisionsabrechnungen vom Umsatz mit Umsatzsteuerausweis. ein Agenturgeschäft also. Er verkauft im Namen und für Rechnung des Dritten.
Auf der anderen Seite zahlt er Miete, Strom, Wasser, Heizung, usw. und hat Eingagngsrechnungen mit Vorsteuer.
Wichtig ist nur, dass er diese Verkäufe von Ware für die er nur Provision erhält, umsatzsteuerlich auch so kennzeichnet "im Namen und für Rechnung". Nahezu jede Tankstelle in Deutschland arbeitet übrigens so, wenn es um den Kraftstoffverkauf geht. Steht hinten auf der Quittung.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.
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Re: Verkauf auf Provisionsbasis - Wer zahlt die Steuern auf den Verkauf?

Beitrag von Zafilutsche »

Tastenspitz hat geschrieben: 04.04.21, 07:51 ...
Auf der anderen Seite zahlt er Miete, Strom, Wasser, Heizung, usw. und hat Eingagngsrechnungen mit Vorsteuer.
Ganz genau. Diese schimpfen sich ja auch "Raumkosten" und können in der Gewinn/Verlustrechnung angesetzt werden. Diese Mieteinahmen/Betriebskosten stehen aber unabhängig von Einnahmen aus Provisionszahlungen die durch einen Weiterverkauf von einzelnen Waren entstehen.

Bei Tankstellen handelt es sich meist um "Lizenzverträge". Ob man das an dieser Stelle vergleichen kann? Das kann auch ein Steuerberater anhand der geschlossenen Verträge beurteilen.
PS. Noch kurz zu dem Link über die angeführten Bedingungen/Voraussetzungen die vorliegen müssen, wenn Waren unversteuert weiterverkauft ggf exportiert werden wollen.
Da steht ganz vereinfacht, das der Unternehmer in der Nachweispflicht ist, wenn dieser Vergünstigungen bei der Warenausfuhr nutzen möchte. Auf den Webseiten vom Zoll und den Seiten von der IHK's finden Sie sehr viele hilfreiche Hinweise.
LG
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Re: Verkauf auf Provisionsbasis - Wer zahlt die Steuern auf den Verkauf?

Beitrag von Drittschuldner »

Ich habe es wie folgt gehandhabt:

1. Regalmiete inkl. Ust.
2. Verkaufte Ware idealerweise Differenzbesteuerung:
- Verkauf Produkt A an Käufer - Warenankauf von Mieter ( NACH dem Verkauf) = Differenz inkl. Ust.

Ohne Differenzbesteuerung ist im gesamten Verkaufspreis die USt vorhanden. Der Ankaufspreis von Privat ist jedoch ohne USt.
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Re: Verkauf auf Provisionsbasis - Wer zahlt die Steuern auf den Verkauf?

Beitrag von oohje »

Drittschuldner hat geschrieben: 05.04.21, 10:21 Ich habe es wie folgt gehandhabt:

1. Regalmiete inkl. Ust.
2. Verkaufte Ware idealerweise Differenzbesteuerung:
- Verkauf Produkt A an Käufer - Warenankauf von Mieter ( NACH dem Verkauf) = Differenz inkl. Ust.

Ohne Differenzbesteuerung ist im gesamten Verkaufspreis die USt vorhanden. Der Ankaufspreis von Privat ist jedoch ohne USt.

Vielen Dank erst einmal. Aber nicht das ich das falsch verstehe oder gedeutet wird. Es wird kein Produkt angekauft.
Zafilutsche
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Re: Verkauf auf Provisionsbasis - Wer zahlt die Steuern auf den Verkauf?

Beitrag von Zafilutsche »

Also anfangs klang es aber noch so
oohje hat geschrieben: 03.04.21, 00:26 ... Ihre Produkte im Laden von Pers.A ausstellen und dort der Verkauf von Pers.A übernommen wird. Vom Verkaufspreis erhält Pers.A eine prozentuale Provision.
Wenn A verkauft ohne die Ware zuvor eingekauft zu haben, könnte m.E. ein Betriebsprüfer die Glocke läuten.
Im Extremfall könnten für dieses Beschäftigungsverhältnis die Abgaben und Umlagen mit Säumniszuschlägen nachgefordert werden. Einen solchen Tanz auf dem Vulkan würde ich persönlich erst gar nicht starten wollen.
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Re: Verkauf auf Provisionsbasis - Wer zahlt die Steuern auf den Verkauf?

Beitrag von oohje »

Person A (Inhaber des Geschäftes) hat mE. selbst nur zwei Vorgänge, für die er eine RE schreiben würde:

1.) Vermietung der Verkaufsfläche (z.B. 1 Regal für Preis x) an den eigentlichen Inhaber der Produkte
(Preisangabe in Brutto mit Hinweis auf den darin enthaltenen Steuerbetrag)
2.) Nach Verkauf eine RE (in Form einer Gutschrift) an den eigentlichen Inhaber der Produkte.
(Verkaufserlöse abzgl. Provision = Auszahlungsbetrag)

Mein Gedanke ist nun:
Person A muss auf die Einnahmen der Vermietung und der Provisionszahlung Steuern bezahlen.

Wie ist es aber nun auf den Verkaufserlös? Denn dieser wird ja für alle, die eine Verkaufsfläche mieten, über eine Kasse geführt.
Das Kassensystem kann die Artikel dem einzelnen Mieter zuordnen.

Muss Person A dennoch die Steuer abführen oder kann dies an den eigentlichen Inhaber der Ware abgegeben werden?
Und wenn ja - wie läuft das dann bei einer Privatperson?
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Re: Verkauf auf Provisionsbasis - Wer zahlt die Steuern auf den Verkauf?

Beitrag von Froggel »

oohje hat geschrieben: 05.04.21, 12:13 Muss Person A dennoch die Steuer abführen oder kann dies an den eigentlichen Inhaber der Ware abgegeben werden?
Wenn Person A den Verkauf inkl. der Steuern sich selbst zugute hält, was er ja sicher nicht tut, dann muss er die Steuern zahlen. Wenn die Kasse in der Lage ist, die Verkäufe den Personen B, B1, B2, ... zuzuordnen, gibt es keinen Grund, diese Summen bei der eigenen Steuererklärung am FA einzureichen und somit verbleiben die Steuerzahlungen bei den Personen B*.
oohje hat geschrieben: 05.04.21, 12:13Und wenn ja - wie läuft das dann bei einer Privatperson?
Wenn Privatpersonen sich ein Regal mieten, um etwas in Kommission zu verkaufen, sind sie keine Privatpersonen mehr, sondern Gewerbetreibende. Wenn sie sich auf die Kleinunternehmerregelung berufen, sind sie bezüglich der MwSt, die die Provision ausmacht, nicht mehr vorsteuerabzugsberechtigt, d.h. wenn sie eine Rechnung über die Provision erhalten, in der die MwSt aufgeführt wird, ist das für sie unerheblich, für A dagegen nicht, denn er muss die Umsatzsteuer für die Provision natürlich abführen. Die Kleinunternehmer erhalten das Geld abzüglich der Provision brutto, d.h. auch auf der Überschussrechnung darf lediglich der Bruttowert aufgeführt werden.

Als Beispiel nehme ich jetzt mal die Abrechnung einer Photovoltaikanlange, bei der der Abnehmer (Energiegesellschaft) eine Gutschrift an den Erzeuger als Kleinunternehmer schickt.
Aufgeführt sind in einer Zeile Zeitraum, Menge, der Vergütungssatz (wäre bei Regalmiete irrelevant, da sich die Vergütung aus den Verkäufen ergibt) und die Nettovergütung.
In der nächsten Zeile steht als Zusammenfassung Steuersatz 0%, Netto (Betrag wie darüber) und Umsatzsteuer 0,00€ und am Ende Brutto (gleicher Betrag wie Netto).
Darunter ist als Erklärung angegeben: Leistungserbringer ist Kleinunternehmer im Sinne des § 19 Umsatzsteuergesetz.

Das ist natürlich nur ein Beispiel und müsste entsprechend den beteiligten Personen und Abrechnungen angepasst werden. Obwohl es eigentlich recht leicht aussieht, würde ich an Stelle des A, um keinen Fehler zu machen, trotzdem einen Steuerberater konsultieren, zumal die Kleinunternehmerregelung in diesem Jahr eine Änderung erfährt, wenn ich richtig informiert bin. Ist nicht jeder der Regalmieter Kleinunternehmer, müssen auch die Gutschriften unterschiedlich gehandhabt werden – je nachdem mit und ohne MwSt-Angabe bei der Gutschrift.
Ich bin kein Jurist.
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oohje
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Re: Verkauf auf Provisionsbasis - Wer zahlt die Steuern auf den Verkauf?

Beitrag von oohje »

Vielen Dank für die vielen tollen Antworten. :-)

Ich bin begeistert!!!
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