Betrogen vom eigenen Ehemann..

Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren

Moderator: FDR-Team

LaVinn
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Betrogen vom eigenen Ehemann..

Beitrag von LaVinn »

Hallo zusammen,
ich habe zum Thema Scheidung und Betrug eine Frage. Ich bin seit 2,5 Jahren verheiratet und habe am Hochzeitstag Gold im Wert von 15.000€ bekommen (Videonachweis vorhanden!). Mein Ehemann hat diese ohne mein Erlaubnis geklaut und nun weiß ich nicht wo sie sind (evtl. verkauft). Welche Möglichkeiten habe ich? Ich möchte mich scheiden lassen! Wenn er das Gold verkauft hat, habe ich trotzdem irgendwelche Möglichkeiten???

Danke...

Flowjob
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Re: Betrogen vom eigenen Ehemann..

Beitrag von Flowjob »

Wie kannst du beweisen, dass er das Gold hat? Und nein, "es kann nur er gewesen sein" reicht als Beweis nicht aus.

Deputy
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Re: Betrogen vom eigenen Ehemann..

Beitrag von Deputy »

Flowjob hat geschrieben:Und nein, "es kann nur er gewesen sein" reicht als Beweis nicht aus.
Je nach Konstellation reicht das sehr wohl aus - kommt auf den Einzelfall an.

Wenn das Geschenk am Hochzeitstag war - wer ist dann Eigentümer? Beide (Zugewinngemeinschaft)? Oder gibt es da bei Geschenken eine Sonderregel?

SusanneBerlin
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Re: Betrogen vom eigenen Ehemann..

Beitrag von SusanneBerlin »

LaVinn hat geschrieben:Hallo zusammen,
ich habe zum Thema Scheidung und Betrug eine Frage. Ich bin seit 2,5 Jahren verheiratet und habe am Hochzeitstag Gold im Wert von 15.000€ bekommen (Videonachweis vorhanden!).
Hallo,

wie kann man denn auf einem Video erkennen, ob das echtes Gold war oder irgendwelche Attrappen, die da überreicht wurden? Zeugenaussagen und Herkunftnachweis des Golds wären schon eher als Beweis geeignet.
Wo wurde das Gold denn aufbewahrt und was sagt der Ehemann dazu?

Grüße, Susanne
Grüße, Susanne

LaVinn
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Re: Betrogen vom eigenen Ehemann..

Beitrag von LaVinn »

Er hat es zugegeben, dass er das Gold genommen hat. Nur was er damit gemacht hat , weiss ich nicht. Zeugen gibt es genug, schließlich waren über 1000 Leute bei der hochzeit dabei gewesen...

J.A.
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Re: Betrogen vom eigenen Ehemann..

Beitrag von J.A. »

Er hat es zugegeben, dass er das Gold genommen hat.
Fraglich ist nur, ob er das auch gegenüber der Polizei zugeben würde...
Zeugen gibt es genug, schließlich waren über 1000 Leute bei der hochzeit dabei gewesen...
Das ist schön, nur können die zum einen nichts zum Wert des Goldes bezeugen und zum anderen nicht, wieviel davon zum Diebstahlszeitpunkt noch da war. Nur weil es am Hochzeitstag "soundsoviel" war, muß es ja später nicht auch noch "soundsoviel" gewesen sein.

Ein "Videobeweis" bringt überhaupt nichts. Wie schon gesagt wurde, kann da auch gelb angemaltes Altmetall zu sehen sein und selbst wenn man von Gold ausginge, ist anhand des Videos der Wert nicht ermittelbar.

Was den "Diebstahl" angeht, kommt es darauf an -wie auch schon richtig gesagt wurde- wer der rechtliche Eingetümer ist. Das wird auch davon abhängen nach welchem Recht (welchen Landes) die Ehe geschlossen wurde. "Diebstahl" kann nur dann vorliegen, wenn das Gold -rechtlich- im Alleineigentum der Frau stand, oder im gemeinschaftlichen Eigentum. Stand es -rechtlich- im Alleineigentum des Mannes, kann kein Diebstahl vorliegen.
Aus "Stilblüten der Justiz":
"Die Reifeverzögerung des heranwachsenden Angeklagten ist dermaßen ausgeprägt, dass er in seiner Entwicklung einem Jugendrichter gleichzustellen ist"

hws
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Re: Betrogen vom eigenen Ehemann..

Beitrag von hws »

LaVinn hat geschrieben:Betrogen vom eigenen Ehemann..
Von wem denn sonst? Oder meinen sie den "Betrug" mit dem Gold? Rechtlich vermutlich kein Betrug.
LaVinn hat geschrieben:Er hat es zugegeben, dass er das Gold genommen hat. Nur was er damit gemacht hat , weiss ich nicht. Zeugen gibt es genug, schließlich waren über 1000 Leute bei der hochzeit dabei gewesen...
Was wer bezeugen kann, hatten wir ja schon.
Gold? 1000 Leute auf der Hochzeit? Name:LaVinn? Geht ja hoffentlich nicht um Mafia-Hochzeit oder Bevölkerungsgruppen, die ihre "Angelegenheiten intern regeln"? :roll:

hws

Townspector
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Re: Betrogen vom eigenen Ehemann..

Beitrag von Townspector »

Vermutlich war bei dem Brautgeld ein Dukat dabei, der nun auch weg ist ...^^
Gedenksignatur - Gewidmet dem unbekannten Anwalt
In dankbarer Erinnerung an all jene namenlosen, stets laut angekündigten Rechtsvertreter,
die jedoch heldenhaft nie in meinem Dienstzimmer erschienen sind oder tapfer nichts von sich hören ließen.

LaVinn
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Re: Betrogen vom eigenen Ehemann..

Beitrag von LaVinn »

hws hat geschrieben:
LaVinn hat geschrieben:Betrogen vom eigenen Ehemann..
Von wem denn sonst? Oder meinen sie den "Betrug" mit dem Gold? Rechtlich vermutlich kein Betrug.
LaVinn hat geschrieben:Er hat es zugegeben, dass er das Gold genommen hat. Nur was er damit gemacht hat , weiss ich nicht. Zeugen gibt es genug, schließlich waren über 1000 Leute bei der hochzeit dabei gewesen...
Was wer bezeugen kann, hatten wir ja schon.
Gold? 1000 Leute auf der Hochzeit? Name:LaVinn? Geht ja hoffentlich nicht um Mafia-Hochzeit oder Bevölkerungsgruppen, die ihre "Angelegenheiten intern regeln"? :roll:

hws
Sehr lustig! Das ist normal bei türkischen Hochzeiten...

LaVinn
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Re: Betrogen vom eigenen Ehemann..

Beitrag von LaVinn »

Townspector hat geschrieben:Vermutlich war bei dem Brautgeld ein Dukat dabei, der nun auch weg ist ...^^
Scheint dich zu amüsieren... Ich bin hier um nach Hilfe zu suchen und nicht gemobbt zu werden...

LaVinn
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Re: Betrogen vom eigenen Ehemann..

Beitrag von LaVinn »

Deputy hat geschrieben:
Flowjob hat geschrieben:Und nein, "es kann nur er gewesen sein" reicht als Beweis nicht aus.
Je nach Konstellation reicht das sehr wohl aus - kommt auf den Einzelfall an.

Wenn das Geschenk am Hochzeitstag war - wer ist dann Eigentümer? Beide (Zugewinngemeinschaft)? Oder gibt es da bei Geschenken eine Sonderregel?
Nein bei türkischen Hochzeiten ist das üblich, dass das Brautpaar Gold und Geld bekommt... Das Geld bekommt der Mann, damit er sie Sachen abbezahlen kann (Brautkleid, Saal...) und das Gold ist eine Absicherung für die Frau... Meine Eltern haben GOld im Wert von 9.500€ gekauft, das weiß ich noch

SusanneBerlin
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Re: Betrogen vom eigenen Ehemann..

Beitrag von SusanneBerlin »

Interessant.
Und wo bewahren die Ehefrauen das Gold dann auf?
Lässt frau das dann im gemeinsamen Schlafzimmer herumliegen, tut man es ins Nachtkästchen, oder wie sind da die Bräuche?
Haben Sie eigentlich in Deutschland nach deutschem Recht geheiratet?
Welchen Güterstand haben Sie und Ihr Ehemann?

P.S. Diese Fragen dienen nicht der Belustigung, sondern diese Fragen müssen Sie auch anderswo beantworten, wenn Sie sich von öffentlichen Stellen Hilfe erwarten (Strafanzeige bei der Polizei, Zivilgericht)
Die erste Frage wird sein: Wenn etwas weg ist, gestohlen wurde, wo war es denn vorher bevor es gestohlen wurde?
Deshalb frage ich zum 2. Mal: Wo haben Sie das Gold aufbewahrt?

Grüße, Susanne
Grüße, Susanne

LaVinn
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Re: Betrogen vom eigenen Ehemann..

Beitrag von LaVinn »

SusanneBerlin hat geschrieben:Interessant.
Und wo bewahren die Ehefrauen das Gold dann auf?
Lässt frau das dann im gemeinsamen Schlafzimmer herumliegen, tut man es ins Nachtkästchen, oder wie sind da die Bräuche?
Haben Sie eigentlich in Deutschland nach deutschem Recht geheiratet?
Welchen Güterstand haben Sie und Ihr Ehemann?

Grüße, Susanne
Hallo Susanne,
Das Gold befand sich im Schließfach in der Bank, welches wir uns nach der Hochzeit angelegt haben. Wir wollten das Gold niemals anrühren, da es eine Absicherung ist. Wir haben beide Zugang zum Schließfach, da es auf unserer gemeinsamen Konto läuft.
Ja wir haben in Deutschland nach deutschem Recht geheiratet, im Standesamt. Die Feier findet dann in einem Saal statt. Ist doch bei den deutschen nicht anders.

Klein-Fritzchen
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Re: Betrogen vom eigenen Ehemann..

Beitrag von Klein-Fritzchen »

Ehrlich gesagt kann ich nicht verstehen, was es mit den Schilderungen der TE für ein Problem gibt. Da ist doch nichts Unglaubliches dran.
Das riecht hier alles - aber auch wirklich alles - nach Diebstahl bzw. Unterschlagung.
Wenn er das Gold verkauft hat, habe ich trotzdem irgendwelche Möglichkeiten???
Dann bleibt es noch immer ein Diebstahl bzw. Unterschlagung. Da kann man bei jeder x-beliebigen Polizeidienststelle Anzeige erstatten und dann werden die Beweisfragen eben so gut wie möglich ermittelt. Hier kommen wir damit wohl schlecht weiter.
SusanneBerlin hat geschrieben: ...wie kann man denn auf einem Video erkennen, ob das echtes Gold war oder irgendwelche Attrappen, die da überreicht wurden?...
Wozu das von Bedeutung sein soll leuchtet mir nicht ganz ein?
Und wenn es Blech war, darf man es auch nicht stehlen.
"Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen." (Theresa von Avila (1515-1582) Spanische Mystikerin und Heilige)

LaVinn
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Re: Betrogen vom eigenen Ehemann..

Beitrag von LaVinn »

Klein-Fritzchen hat geschrieben:Ehrlich gesagt kann ich nicht verstehen, was es mit den Schilderungen der TE für ein Problem gibt. Da ist doch nichts Unglaubliches dran.
Das riecht hier alles - aber auch wirklich alles - nach Diebstahl bzw. Unterschlagung.
Wenn er das Gold verkauft hat, habe ich trotzdem irgendwelche Möglichkeiten???
Dann bleibt es noch immer ein Diebstahl bzw. Unterschlagung. Da kann man bei jeder x-beliebigen Polizeidienststelle Anzeige erstatten und dann werden die Beweisfragen eben so gut wie möglich ermittelt. Hier kommen wir damit wohl schlecht weiter.
SusanneBerlin hat geschrieben: ...wie kann man denn auf einem Video erkennen, ob das echtes Gold war oder irgendwelche Attrappen, die da überreicht wurden?...
Wozu das von Bedeutung sein soll leuchtet mir nicht ganz ein?
Und wenn es Blech war, darf man es auch nicht stehlen.
Vielen Dank für deine Hilfe :))

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