leistungskreditbetrug

Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren

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janine s.
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leistungskreditbetrug

Beitrag von janine s. » 03.06.14, 22:51

Hallo,
Ich habe einige Fragen bezüglich des oben angegeben Themas.
Ich bin vor 2 Monaten vorbestraft (einzige vorstrafe) wegen Internet betrug und mit 30 TagesSätzen a 15€ verurteilt worden.
Nun habe ich heute einen Brief bekommen mit einer vorladung vom LkA zur Aussage wegen eines laufenden Verfahren bzgl Leistungskreditbetruges. Die Tat steht Nicht genau beschrieben ich gehe davon aus das es um einen Telefon Vertrag geht dh um eine Summe von Ca 1000€. Meine Fragen wären nun inwieweit die vorstrafe einbezogen wird da die Tatzeit des aktuellen Verfahren vor dem 1. Verfahren und vor der Tatzeit von dem 1. Vergehen liegt.
Und mit welchem Strafmaß ich in etwa (das dass nicht genau zu sagen ist weiß ich) rechnen muss.
Ich bedanke mich schon mal

Zafilutsche
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Re: leistungskreditbetrug

Beitrag von Zafilutsche » 04.06.14, 11:55

Also ganz ehrlich. Wäre ich mit einer solchen oder ähnlichen Problemlage konfrontiert, ich würde nicht im Internet nach irgendetwas suchen oder fragen, sondern würde mit dem Brief sofort meinen Anwalt meines Vertrauens aufsuchen der sehr wahrscheinlich eine Akteneinsicht anstrebt und dann dazu Empfehlungen zur Handlung aussprechen wird.

ExDevil67
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Re: leistungskreditbetrug

Beitrag von ExDevil67 » 04.06.14, 12:46

janine s. hat geschrieben: Ich bin vor 2 Monaten vorbestraft (einzige vorstrafe) wegen Internet betrug und mit 30 TagesSätzen a 15€ verurteilt worden.
Nun habe ich heute einen Brief bekommen mit einer vorladung vom LkA zur Aussage wegen eines laufenden Verfahren bzgl Leistungskreditbetruges. ... Meine Fragen wären nun inwieweit die vorstrafe einbezogen wird da die Tatzeit des aktuellen Verfahren vor dem 1. Verfahren und vor der Tatzeit von dem 1. Vergehen liegt.
Also das genaue Strafmaß wird hier keiner zuverlässig vorhersagen können. Ich wage lediglich die Prognose das eine einschlägige Vorstrafe, unabhängig wann welche Tat begangen wurde, sich eher verschärfend auswirken wird.
Ansonsten kann ich mich nur Zafilutsche anschließen, ab zum Anwalt.

Milo
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Re: leistungskreditbetrug

Beitrag von Milo » 04.06.14, 18:02

ExDevil67 hat geschrieben: Ich wage lediglich die Prognose das eine einschlägige Vorstrafe, unabhängig wann welche Tat begangen wurde, sich eher verschärfend auswirken wird.
Die Vorstrafe wird bei der Strafzumessung nicht als "Vorstrafe" berücksichtigt, da zum Zeitpunkt der Tat diese Vorstrafe eben noch nicht bestand. Vielmehr wird - soweit die Geldstrafe bis zur nächsten Verurteilung nicht bezahlt ist - eine Gesamtstrafe gebildet, d.h. die Geldstrafe wird in das Urteil hinsichtlich des Leistungskreditbetrugs einbezogen, allerdings mit einem erheblichen Abschlag (üblicherweise ca. 50 %). Es gibt also einen Mengenrabatt.
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

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J.A.
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Re: leistungskreditbetrug

Beitrag von J.A. » 04.06.14, 23:24

Ich frage mich gerade, warum das Landeskriminalamt sich mit einem "popeligen" Telefonvertragsbetrug beschäftigt?!
Aus "Stilblüten der Justiz":
"Die Reifeverzögerung des heranwachsenden Angeklagten ist dermaßen ausgeprägt, dass er in seiner Entwicklung einem Jugendrichter gleichzustellen ist"

ExDevil67
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Re: leistungskreditbetrug

Beitrag von ExDevil67 » 05.06.14, 07:40

J.A. hat geschrieben:Ich frage mich gerade, warum das Landeskriminalamt sich mit einem "popeligen" Telefonvertragsbetrug beschäftigt?!
Das dürfte auf die Organisationsform der jeweiligen Polizei ankommen.
Grade in den Stadtstaaten würde mich es nicht wundern wenn solche Fälle gebündelt im LKA bearbeitet werden oder zumindest die Beamten organisatorisch dem LKA zugeordnet sind.

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