Hausdurchsuchung aufgrund von Vermutungen

Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren

Moderator: FDR-Team

Klukident
Interessierter
Beiträge: 19
Registriert: 12.07.14, 22:35

Re: Hausdurchsuchung aufgrund von Vermutungen

Beitrag von Klukident »

Kennen Sie ein einziges Jahrhundert wo es anders war?

Und warum soll es angeblich nicht heute auch so sein?

Erzähl mal!

Hafish
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 3798
Registriert: 26.04.06, 17:34

Re: Hausdurchsuchung aufgrund von Vermutungen

Beitrag von Hafish »

Sie meinen nicht ernsthaft, dass ich die bekloppte Verschwörungstheorie mit Ihnen auf Grundlage von noch bekloppteren "Argumenten" diskutiere, oder? :shock:
Kritik kann subjektiv als verletzend empfunden werden und ist daher generell zu unterlassen. - jaeckel
;)

Klukident
Interessierter
Beiträge: 19
Registriert: 12.07.14, 22:35

Re: Hausdurchsuchung aufgrund von Vermutungen

Beitrag von Klukident »

Doch das glaube ich eben nicht, wie ich schon erklärte.

Welche Verschwörungstheorie, denn ich habe keine geäussert.
Zeugenaussagen zu 50% unzuverlässig, Ehrenleute wie Richter sind nicht deshalb glaubhaft, weil diese angesehen sind. Ganz im Gegenteil.
Ich kann Beweise nennen aber das darf ich hier sicher nicht.

Aber jetzt sollte doch endlich dem Fagesteller ein Licht aufgehen, selbst wenn er im Recht ist, nämlich, dass er auf genau das alles stossen wird!!!
Und dass ich hier auch schon erlärt habe wer die Wirklichkeit definiert!! Das muss doch mal in irgendeinen Kopf gehen!
Zuletzt geändert von Klukident am 14.07.14, 11:56, insgesamt 1-mal geändert.

all-in
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 1173
Registriert: 27.06.14, 10:57

Re: Hausdurchsuchung aufgrund von Vermutungen

Beitrag von all-in »

Wenn zudem die Polizei einen Hinweis auf jemanden bekommt der mit einem Metalldetektor unterwegs war wäre es ja geradezu eine Pflichtverletzung in diese Richtung nicht zu ermitteln.
Der TE war aber niemals mit einem Metalldetektor unterwegs.
Diesen Sachverhalt können sie den ermittelnden Beamten und dem Richter also nicht anlasten!
Das ist ja nun wirklich banal: Gehört es nicht im Rahmen einer Ermittlung erstmal zu untersuchen, ob überhaupt eine Straftat vorliegt? Nur weil irgendeine andere staatliche Stelle meldet es hätte eine Raubgrabung stattgefunden rückt man doch nicht in die Häuser der umliegenden Anwohner ein. Die Polizei muss sich schon die Mühe machen und den angebl. Tatort in Augenschein nehmen und kritsch hinterfragen, das tut sie anderswo wegen einem Parkrempler mit labormäßigem Aufwand. Wenn Unklarheit herrscht ob überhaupt eine Straftat vorlag ist doch als allererstes dies aufzuklären, und nicht vorbeugend beim nächstbesten zu durchsuchen. Das gebietet unser GG und der Verstand.
Wenn zudem die Polizei einen Hinweis auf jemanden bekommt der mit einem Metalldetektor unterwegs war wäre es ja geradezu eine Pflichtverletzung in diese Richtung nicht zu ermitteln.
Mit selbiger Unaufmerksamkeit haben sich wohl diesjenigen an die Sache gemacht, die hier verantwortlich sind.
Da die Wahrheit in diesem Thread ja offenbar eine Glaubensfrage ist, darf M sich gerne weiter vom System verfolgt fühlen.
Die Glaubenskämpfe mal beseite gestellt: man kann die Dinge hier nur sinnvoll diskutieren wenn man die Schilderung des TE nimmt und nicht hinzugedachte Elemente. Wenn ich mich nicht täusche gab es keine Zeugenaussage in Richtung Metalldetektor im Zusammenhang mit dem hiesigen Fall, dies hatte sich bereits erledigt und als ganz offensichtlich falsch erwiesen. Aber wahrscheinlich haftet es einem ein Leben lang an wenn jemand etwas falsches über einen behauptet hat und beim persönlich vertrauten Kriminalbeamten auf helle Ohren gestoßen ist, ganz rechtsstaatlich oder wie?
Wenn wir den Zeugenbeweis über Bord werfen, weil er bekanntermaßen unsicher ist, dann blüht in diesem Land das Verbrechen, wie es seit Sodom und Gomorra nicht mehr geschehen ist.
Wahrscheinlich hat der TE auch die archäologischen Überreste von Sodom und Gomorra geplündert, denn diese kann man auch nicht finden. BEvor jetzt alles noch aus religiöser Sicht umgedeutet wird: Kriminalität blüht auch oder vor allem dort wo starke Einkommensunterschiede und Ungerechtigkeit herrscht, eine ungerechte Verfolgung durch staatliche Stellen eingeschlossen.

Pumucklll
Topicstarter
FDR-Mitglied
Beiträge: 84
Registriert: 17.01.13, 16:50

Re: Hausdurchsuchung aufgrund von Vermutungen

Beitrag von Pumucklll »

@DeaGereet
Ich fasse ihren Beitrag mal zusammen:
1.) 09.05. - Anzeige von Experten des Denkmalamtes wegen Raubgrabung
2.) 12.05. - Begutachtung des Tatortes durch die Polizei, zunächst keine Täterhinweise vor Ort entdeckt
Richtig, aber nicht nur "zunächst", sondern überhaupt nicht, weder früher noch später.
3.) 12.05. - ein anderer Polizei schreibt eine Anzeige gegen M, wegen der Email o. g. Raubgrabung
Inhalt, die Anzeige des Denkmalamtes mit allem drum und dran
Der Chefpolizist, der auch die tatsächliche Raubgrabung begutachtet hat, stellt die Strafanzeige
4.) 30.05. - Polizeibeamte schauen sich den oben oder einen anderen Geschichtsträchtigen Ort mit einem Zeugen an
Nur der Chefpolizist alleine war mit dem Zeugen bei diesem einen geschichtsträchtigen Ort mit der vermeintlichen Raubgrabung, der vom a.G. Schloß, wo die tatsächliche Raubgrabung stattfand, Luftlinie geschätzt 10km entfernt ist.
02.06. - Beamte verschriftlichen nicht nur einen Vermerk für die erste Anzeige, dass ein Zeuge M mit Metalldetektor am Ort vom 30.05. gesehen hat und auch Raubgrabungen gesehen hat, sondern erstellen eine weitere Strafanzeige.
Das ist so nicht richtig. Bezüglich der ersten Strafanzeige wegen der tatsächlichen Raubgrabung am a.G. Schloß gibt es nichts in der Ermittlungsakte, das auf M. hinweist. Der Chefpolizist vermutet, daß M. dort möglicherweise gewesen sein könnte. Der Wortlaut ist in meinen ersten Post wortgetreu wiedergegeben.
Erst bei der zweiten, vermeintlichen Raubgrabung 3 Wochen später kommt der Zeuge ins Spiel, der M. angeblich mit einem Metalldetektor an einem 10km entfernten Ort vom a.G. Schloß gesehen hat.
02.07. - Durchsuchung
7.) 07.07. - Archäologe des Landesdenkmalamt verneint sofort, dass am Ort vom 30.05. keine Grabungen waren
Weil er sofort am PC nachgeschaut hat, daß dort in jüngerer Zeit keine Raubgrabung gemeldet wurde .
08.07. - Schaut sich das Landesdenkmalamt den Ort an und entdeckt keine Raubgrabung
Richtig

Ihre Auffassung, daß das Auffinden mehrerer Grabungsspuren innerhalb mehrerer Wochen miteinander zu tun haben könnte, ist sachlich durchhaus zutreffend. Der Punkt ist aber, daß zuerst eine tatsächliche Raubgrabung am a.G. Schloß stattgefunden hat, die M. mit Strafanzeige angelastet wird, obwohl er dort niemals war und auch bisher polizeilich nie bezüglich Raubgrabungen oder sonstiger Delikte in Erscheinung getreten ist. Dies war der Polizei bekannt, weil sie aktenkundig im BZR nachgeschaut hat. Logisch wäre es, wenn die Polizei aufgrund der ersten Strafanzeige auch sofort reagiert, also gleich die Hausdurchsuchung beantragt hätte. Warum wartet sie drei Wochen, bis ein Zeuge den M. angeblich mit Metalldetektor an einem anderen Ort sieht? Angenommen, der Zeuge hätte M. nicht gesehen, was wäre aus der ersten Anzeige dann geworden? Eine zweite Anzeige hätte es ja dann nicht gegeben.

Gesetzt den Fall, M. hätte keine weiße Weste gehabt und wäre laut BZR ein polizeibekannter Raubgräber. Hätte in diesem Falle die Polizei auch noch drei Wochen mit einer Hausdurchsuchung gewartet, bis vielleicht ein Zeuge eine ähnliche Straftat meldet und erst dann reagiert? Das erscheint mir nicht schlüssig.

Klukident
Interessierter
Beiträge: 19
Registriert: 12.07.14, 22:35

Re: Hausdurchsuchung aufgrund von Vermutungen

Beitrag von Klukident »

@all-in

Es ist egal. Es ergehen jedes Jahr über zehntausend zu unrecht erfolgte Hausdurchsuchungen!

Ob diese Hausdurchsuchung gerechtfertigt war oder hinterher sein wird ist hier von daher vollständig egal.

Erst wenn er wegen SEINER Hausdurchsuchung wirklich etwas machen will, dann erzähle ihm was richtig fundiertes! (Das heisst jetzt nicht, dass es nicht so ist. Aber Du vestehst was ich aussagen will?).

Er muss sagen er will sich von über zehtausend Menschen abheben mit den rechtlichen Konsequenzen und dem Geld und der Zeit, die er aufwenden will!

DeaGereet
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 234
Registriert: 06.01.12, 21:23

Re: Hausdurchsuchung aufgrund von Vermutungen

Beitrag von DeaGereet »

Klukident hat geschrieben: Aber der Wert der Klage, der würde mich interessieren?
2 Mark 50
Die Frage: von was für einer Klage sprechen sie hier?

Klukident, was machen sie denn so beruflich (oder privat) wenn sie so viele extreme Fälle seit 30 Jahren in der Justiz erlebt haben?
Die Glaubenskämpfe mal beseite gestellt: man kann die Dinge hier nur sinnvoll diskutieren wenn man die Schilderung des TE nimmt und nicht hinzugedachte Elemente. Wenn ich mich nicht täusche gab es keine Zeugenaussage in Richtung Metalldetektor im Zusammenhang mit dem hiesigen Fall,

soweit so richtig, allerdings durch den anderen Fall in sachlicher, örtlicher und zeitlicher Nähe
dies hatte sich bereits erledigt und als ganz offensichtlich falsch erwiesen
.
eben nicht. Das Landesdenkmalamt hat erst nach(!) der DS festgestellt, dass die Erdverwühlungen nicht von Grabungen stammten, was der Polizist wohl falsch gedeutet hatte.

@ Pumuckll,
genau jetzt stellt sich wichtige Fragen: Wann wurde der Antrag auf Hausdurchsuchung gestellt?

Zudem muss irgendwie der M ja in der ersten Anzeige auftauchen, auch schriftlich. Sonst kann man ja gar keinen Durchsuchungsbeschluss erwirken.
Diese Vermutung vom "Chefpolizisten" das M am ersten Tatort war, wann wurde diese in der ersten Akte niedergeschrieben?
Logisch wäre es, wenn die Polizei aufgrund der ersten Strafanzeige auch sofort reagiert, also gleich die Hausdurchsuchung beantragt hätte. Warum wartet sie drei Wochen, bis ein Zeuge den M. angeblich mit Metalldetektor an einem anderen Ort sieht? Angenommen, der Zeuge hätte M. nicht gesehen, was wäre aus der ersten Anzeige dann geworden? Eine zweite Anzeige hätte es ja dann nicht gegeben.
Das ist doch genau der springende Punkt: Sie haben nicht gewartet, sondern haben durch den 2. Fall überhaupt erst vom M erfahren. Wenn es den 2. Fall nicht gegeben hätte, dann hätte es auch keine Durchsuchung gegeben, da die Polizei ja sonst nie auf M gekommen wäre. Von daher gehe ich auch davon aus, dass Ms Name erst nach dem 2. Fall in der Akte des ersten Falles auftritt. Mal einfach genau auf die Daten schauen.
Gesetzt den Fall, M. hätte keine weiße Weste gehabt und wäre laut BZR ein polizeibekannter Raubgräber. Hätte in diesem Falle die Polizei auch noch drei Wochen mit einer Hausdurchsuchung gewartet, bis vielleicht ein Zeuge eine ähnliche Straftat meldet und erst dann reagiert? Das erscheint mir nicht schlüssig.
Ja sicher, denn sie haben ja nicht auf irgendwas gewartet sondern erfuhren ja erst durch den 2. Fall von M.

Klukident
Interessierter
Beiträge: 19
Registriert: 12.07.14, 22:35

Re: Hausdurchsuchung aufgrund von Vermutungen

Beitrag von Klukident »

Klukident, was machen sie denn so beruflich (oder privat) wenn sie so viele extreme Fälle seit 30 Jahren in der Justiz erlebt haben?
Vielleicht in der Justiz arbeiten?

“Ich habe unzählige Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte erleben müssen, die man schlicht “kriminell” nennen kann. …Wenn ich an meinen Beruf zurückdenke (ich bin im Ruhestand), dann überkommt mich ein tiefer Ekel vor “meinesgleichen” “.
Frank Fasel ehemaliger Richter am LG Stuttgart, Süddeutsche Zeitung, 9. April 2008

Erwin Tochtermann (1930) hat ein Vierteljahrhundert gesessen – seit 1960 für die Süddeutsche Zeitung in bayerischen Gerichtssälen. Seinem Manuskript gab der Autor den Arbeitstitel:
Die Verbrechen der bayerischen Strafjustiz. Unter diese Verbrechen zählt er die Fälle, in denen „Gerechtigkeit nur geübt“ wurde.
Und der Gerichtsreporter weiß: Wer üben muß, der kann nicht.
Diesen „Nichtkönnern“ der bayerischen Strafjustiz ist das vorliegende Buch gewidmet.
Den Lesern, vielleicht auch den Juristen unter ihnen, zeigt Tochtermann, wie haltlos der „Mythos der personifizierten Gerechtigkeit“ ist.
Dem Irrtum wird in Bayern hoher Respekt gezollt. Er gilt fast als Nachweis der Menschlichkeit. Ich irre, also bin ich. Wo Irrtum ist, ist Leben.

Justiz selbst ist ein extremer Fall.

Hast Du noch Leben?

Tastenspitz
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 20165
Registriert: 05.07.07, 08:27
Wohnort: Daheim

Re: Hausdurchsuchung aufgrund von Vermutungen

Beitrag von Tastenspitz »

Klukident hat geschrieben:Erst wenn er wegen SEINER Hausdurchsuchung wirklich etwas machen will, dann erzähle ihm was richtig fundiertes!
Sie wissen schon, dass konkrete Rechtsberatung hier im Forum nicht gewünscht ist?
Klukident hat geschrieben:Vielleicht in der Justiz arbeiten?
Ne. Des kann ich mir nun gar nicht vorstellen. :wink:
Klukident hat geschrieben:“Ich habe unzählige Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte erleben müssen, die man schlicht “kriminell” nennen kann. …Wenn ich an meinen Beruf zurückdenke (ich bin im Ruhestand), dann überkommt mich ein tiefer Ekel vor “meinesgleichen” “.Frank Fasel ehemaliger Richter am LG Stuttgart, Süddeutsche Zeitung, 9. April 2008
Der schreibt sich Fahsel. Nicht das da noch falsche Assoziationen zum Namen aufkommen.... :devil:
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

Klukident
Interessierter
Beiträge: 19
Registriert: 12.07.14, 22:35

Re: Hausdurchsuchung aufgrund von Vermutungen

Beitrag von Klukident »

Sie wissen schon, dass konkrete Rechtsberatung hier im Forum nicht gewünscht ist?
Du bist ja ein ganz kluger. Zu 90% wird hier nur Rechtsberatung im Einzelfall erteilt und weisst Du überhaupt warum das wirklich keinen Interssiert?

Ich kann Dir sagen warum es der Forenbetreiber selbst nicht weiss, weil ich im Gegensatz zu ihm weiss warum das vollständig egal ist. Aber er weiss das nicht wie alle Forenbetreibenden Juristen.

Was willst Du von mir, noch mehr Nachweise? Zehn, hundert oder tausend?

Ich liefere alles.

„80 % meiner RichterkollegInnen sind selbst Kriminelle aufgrund Ihrer Rechtsprechung“.
AG Direktor Deichner a.D., Wiesbaden

“Ich bin in meiner Berufstätigkeit als Richter mit der Organisierten Kriminalität kollidiert, die es in der Justiz gibt”. Richter Rudolf Heinrich a.D., 2010
Ich kenne aus der Schulzeit, dem Studium und der Berufstätigkeit eine Reihe von Menschen, die Juristen sind und die in verschiedenen Bereichen der Verwaltung und Gerichtsbarkeit in Bayern tätig sind bzw. waren. Von diesen Kollegen erhalte ich über meine aktive Dienstzeit hinaus Informationen über die im Staatsapparat im Freistaat Bayern vorhandene Organisierte Kriminalität.

“…Die Rechtsprechung ist schon seit langem konkursreif. Sie ist teuer, nicht kalkulierbar und zeitraubend. Der Lotteriecharakter der Rechtsprechung, das autoritäre Gehabe, die unverständliche Sprache und die Arroganz vieler Richterlinnen im Umgang mit dem rechtsuchenden Bürger schaffen Mißtrauen und Ablehnung.
W. Neskovic – Richter am BGH

SENDUNG VOM DIENSTAG, 17. MAI 2005, 23.00 UHR, Rolf Bossi (81)
Die deutschen Strafgerichte sind so ungerecht, dass man die Urteile auch auswürfeln könnte,” sagt Rolf Bossi, Deutschlands bekanntester Strafverteidiger.
Justizirrtümer seien demnach “sozialstaatlich sanktionierte Kunstfehler.
Zuletzt geändert von Klukident am 14.07.14, 12:29, insgesamt 1-mal geändert.

Tastenspitz
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 20165
Registriert: 05.07.07, 08:27
Wohnort: Daheim

Re: Hausdurchsuchung aufgrund von Vermutungen

Beitrag von Tastenspitz »

Klukident hat geschrieben:Du bist ja ein ganz kluger.
Stimmt. Und deswegen werde ich sie auch jetzt auf meine "Ignoreliste" setzen. Wenn ich Verschwörungsblabla und Justitzbashing hören will, kann ich auch Privatfernsehn einschalten.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

Klukident
Interessierter
Beiträge: 19
Registriert: 12.07.14, 22:35

Re: Hausdurchsuchung aufgrund von Vermutungen

Beitrag von Klukident »

Tastenspitz hat geschrieben:
Klukident hat geschrieben:Du bist ja ein ganz kluger.
Stimmt. Und deswegen werde ich sie auch jetzt auf meine "Ignoreliste" setzen. Wenn ich Verschwörungsblabla und Justitzbashing hören will, kann ich auch Privatfernsehn einschalten.
Ja, kannst Du wie eben alle anderen auch und besonders diejenigen in der Justiz, die von ihrer eigenen Rechtsbeugung nichts wissen wollen.

„Was die Justiz betrifft, so sind die Behauptungen von REIWALD auch keineswegs neu, schon WITTELS, Die Welt ohne Zuchthaus, Stuttgart 1928, redete vom Richter, ‘der seinen Sadismus in geordneten Bahnen auslebt’, und STAUB/ALEXANDER, Der Verbrecher und seine Richter, Wien 1929 (Ndr. Unter dem Titel Psychoanalyse und Justiz, Frankfurt 1974 mit einer Einleitung von T. MOSER), unterstrichen die Funktion der Justiz, die delegierten privaten Rachegelüste im Staatsauftrag zu befriedigen.”
Dieter Simon in „Die Unabhängigkeit des Richters”, 1975, Seite 161f

„Justiz hat mit Gerechtigkeit so viel zu tun wie die Landeskirchenverwaltung mit dem lieben GOTT.“ Gerichte bieten rechtskräftige Entscheidungen. Mehr können sie nicht leisten, und mehr sollte von ihnen nicht erwartet werden.“ Richter Herbert Rosendorfer, FAZ, 17. Juni 2010

“Ich wage nach einem langen Berufsleben in der Justiz, wenn ich gefragt werde, den Ausgang eines Prozesses nur noch nachdem im ganzen System angelegten Grundsatz vorauszusagen: Nach der Regel müßte er so entschieden werden; aber nach einer der vielen unbestimmten Ausnahmen und Einschränkungen, die das Recht kennt, kann er auch anders entschieden werden. Das genaue Ergebnis ist schlechthin unberechenbar geworden. Allenfalls kann man mit einiger Sicherheit sagen: Wenn du meinst, du bekommst alles, was dir nach deiner Überzeugungzusteht, irrst du dich. Ein der Entlastung der Gerichte dienlicher Rat könnte bei dieser Lage der Dinge sein: Führe möglichst keinen Prozeß; der außergerichtliche Vergleich oder das Knobeln erledigt den Streit allemal rascher, billiger und im Zweifel ebenso gerecht wie ein Urteil. Das heisst in allem Ernst: Unter den in der Bundesrepublik obwaltenden Verhältnissen von den Gerichten Gerechtigkeit zu fordern, ist illusionär.”
Bundesverfassungsrichter a.D. Prof. Willi Geiger. Karlsruhe. In einem Beitrag in der ‘Deutschen Richterzeitung’, 9/1982, S. 325

„Über die Richter hinaus steht unser ganzes Rechtssystem kurz vor seinem Kollaps. Die Justiz hat ihre Fähigkeit verloren, gerechte und in vertretbarer Zeitspanne getroffene Entscheidungen zu fällen. In vergleichbarer Situation müsste ein Unternehmen Konkurs anmelden.
Mit dem Rechts-Killer-Instrument der ,freien richterlichen Beweiswürdigung’ werden Prozesse von den Richtern so zurechtgeschnitten, dass gewünschte Resultate gerechte Entscheidungen verjagen. – Nur noch formell nehmen die Gerichte ihre Aufgaben wahr. Unser Rechtsstaat ist zum bloßen Rechtsmittelstaat verkommen.
Die Justiz ist auf dem Niveau eines Glückspiels angekommen. Würden Urteile mit dem Knobelbecher ausgewürfelt, es wäre kein Unterschied in Resultat und Niveau zu Entscheidungen der Richter festzustellen. ,Im Namen des Volkes’ lässt sich ebenso gut würfeln wie langes Fachchinesisch in richterlicher Willkür verkünden.”

Willst Du 100 Erfahrungsberichte von Menschen, die da arbeiten oder tausend?
(Ich lasse hier mal ausnahmsweise die Namen drin, weil es auch im Internet leicht nachvollziehbar ist, dass es so ist)

Wie lange bist Du in der Praxis in der Justiz tätig und als was?

" der außergerichtliche Vergleich oder das Knobeln erledigt den Streit allemal rascher, billiger und im Zweifel ebenso gerecht wie ein Urteil. "

Warum muss er dafür Geld in der Justiz ausgeben?

hawethie
FDR-Moderator
Beiträge: 5211
Registriert: 14.09.04, 12:27

Re: Hausdurchsuchung aufgrund von Vermutungen

Beitrag von hawethie »

Soderle - jetzt aber zurück zum toppic.
sonst rege ich im Mod-Team die Schließung an.

Und @klukident: Verschwörungstheorien gehören hier nicht in dafür gibt es andere Bretter.
Fühl dich verwarnt.
Was du nicht willst, das man dir will, das will auch nicht -
was willst denn du.

nordlicht02
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 13877
Registriert: 14.12.06, 18:18

Re: Hausdurchsuchung aufgrund von Vermutungen

Beitrag von nordlicht02 »

Tastenspitz hat geschrieben: Stimmt. Und deswegen werde ich sie auch jetzt auf meine "Ignoreliste" setzen. Wenn ich Verschwörungsblabla und Justitzbashing hören will, kann ich auch Privatfernsehn einschalten.
Gute Idee. :wink:
Ich komme jetzt nicht auf die ganzen Namen - aber irgendwie werde ich bei dem Geschreibsel der (Fast-)Haftcreme das Gefühl nicht los, dass es sich dabei um einen der hier altbekannten Verschwörungsfuzzis handelt.
„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.“ (Hanns Joachim Friedrichs)

Klukident
Interessierter
Beiträge: 19
Registriert: 12.07.14, 22:35

Re: Hausdurchsuchung aufgrund von Vermutungen

Beitrag von Klukident »

hawethie hat geschrieben:Soderle - jetzt aber zurück zum toppic.
sonst rege ich im Mod-Team die Schließung an.

Und @klukident: Verschwörungstheorien gehören hier nicht in dafür gibt es andere Bretter.
Fühl dich verwarnt.
Welche Verschwörungstheorien?
Ich habe keine einzige aber wirklich keine einzige genannt!!!

Zeig sie mir!

Und von Anfang an versuche ich dem Fragesteller beizubringen, dass er es mit euch als Juristen zu tun bekommt und dass er abhauen soll, weil er dort nur "hochwissenschaftlich" ausgenommen wird und für ihn ist das auch nur eine Veschwörungstheorie, weil ihm hier erzählt wird wie er Recht hat oder nicht von angeblichen Juristen. Er glaubt ja auch noch, dass ihm hier Juristen antworten.
Vielleicht ist das auch vollständig egal und kostet ihm nur Zeit und Geld?...
Fühl dich verwarnt.
Wie ich sehe muss ich jetzt hier, wie auch in der Justiz, wegen Deiner Macht und Gewalt Deine Verschwörungstheorien kundgeben, weil Du die Gewalt hast?
Ist das nicht ein wenig plump und besonders für Recht und Gerechtigkeit für die Du angeblich stehtst? Und ist das was Du tatsächlich praktizierst und vorführst für Dich nicht auch selbst eine Verschwörungstheorie? Bist Du eine Verschörungstheorie?

Mir tuen die Menschen so leid, die wirklich keine Ahnung haben und in diese Foren gelockt werden von solchen Menschen.

Antworten