Gewerbsmäßiger Betrug in 11 Fällen

Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren

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Infosuchender
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Re: Gewerbsmäßiger Betrug in 11 Fällen

Beitrag von Infosuchender » 17.08.14, 15:15

A hat ja den "Staat" mit Geld von B bezahlt was ihm nicht gehört bzw dem Erlös vom Verkauf der Sachen die er auf Kosten von B gekauft hatte, dem "Staat" ist das ja inzwischen bekannt, darf der "Staat" in dem Fall denn das Geld behalten ?
Ich bin kein Anwalt, Tipps die ich evtl gebe spiegeln nur meine persönliche Auffassung wieder.

calm85
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Re: Gewerbsmäßiger Betrug in 11 Fällen

Beitrag von calm85 » 17.08.14, 18:26

Newcommer1q hat geschrieben:Zu diesem Fall kann ich wenig beitragen...Wahrscheinlich ist von einer Strafe die zu B ausgesetzt wird auszugehen.
Möglicherweise 6 Monate auf 3 Jahre.
Strafzahlungen begleichen zu wollen mit anderen Straftaten ist nicht besonders sinnvoll, da man eigentlich immer mit den Behörden
in Schriftlichen Kontakt treten kann und diese dann auf Mögliche Ratenzahlung setzen kann, diese können auch klein sein z.B 23 Euro im Monat.

Wenn das in diesem Falle nicht ging und ihm mit Ersatzfreiheitsstrafe gedroht wurde, und er einfach Angst hatte und das von Ihm geforderte Geld nicht auftreiben konnte.
Könnte ich mir vorstellen aber auch nur vorstellen das dies die 2 Strafsache etwas abmildern könnte.

Aber auch in diesem Fall wäre ein Bankkredit oder 3 Freunde fragen oder ein unseriöser Kredit vielleicht besser gewesen.

Aber die guten Ratschläge von nicht betroffenen sind immer so eine Sache :D von außen betrachtet mit einem sicheren Einkommen ist man schnell Moralisch.

Es ist weiterhin erstaunlich wie schnell man eingesperrt wird kann schon für wenige Hundert Euro in komplizierten Betrugsfällen passieren,
andere kommen für mehrere Hunderttausend nicht hinter Gitter :?
A hat keine schreiben bekommen das eine Ratenzahlung abgelehnt wurde, da bis dato noch nicht einmal ein Strafbefehl erstellt wurde. A hat im Internet nur beide beispiele gefunden, sprich von der Annahme einer Ratenzahlung bis zur Ablehnung. Da A sich bisher in solchen Sachen nicht auskannte da er noch nie mit dem Gesetz angeeckt ist, bekam A halt Panik und kam auf die SAUDUMME Idee mit dem Gewerbsmäßigen Betrug.
Infosuchender hat geschrieben:A hat ja den "Staat" mit Geld von B bezahlt was ihm nicht gehört bzw dem Erlös vom Verkauf der Sachen die er auf Kosten von B gekauft hatte, dem "Staat" ist das ja inzwischen bekannt, darf der "Staat" in dem Fall denn das Geld behalten ?
A hat noch nichts bezahlt da noch keine Rechnung kam. Anfang August meinte das Gericht zu A das es bis zu 2 Monate dauern kann bis die Rechnung kommt. (Am 1.8 war halt erst die 14 Tägige Frist des Strafbefehls um)

J.A.
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Re: Gewerbsmäßiger Betrug in 11 Fällen

Beitrag von J.A. » 17.08.14, 23:13

Newcommer1q hat geschrieben: Möglicherweise 6 Monate auf 3 Jahre.
Nein, bei 11 Fällen von gewerbsmäßigem Betrug ist -ohne Strafrahmenverschiebung- solch ein Urteil nicht möglich, da es schon rechtstheoretisch oberhalb von 6 Monaten liegen muß.
Infosuchender hat geschrieben:
A hat ja den "Staat" mit Geld von B bezahlt was ihm nicht gehört bzw dem Erlös vom Verkauf der Sachen die er auf Kosten von B gekauft hatte, dem "Staat" ist das ja inzwischen bekannt, darf der "Staat" in dem Fall denn das Geld behalten ?
Ich vermute das Geld hat er längst ausgegeben, bzw. selbst wenn er bereits bezahlt hätte, würde kaum nachzuvollziehen sein, ob er mit genau dem Geld, dass er aus den Straftaten hatte, die Strafe bezahlt hatte und nicht vielleicht mit dem "Mietgeld" und das "Straftatengeld" für die Miete genommen hat, oder für den Einkauf, oder, oder, oder ... :devil:
Aus "Stilblüten der Justiz":
"Die Reifeverzögerung des heranwachsenden Angeklagten ist dermaßen ausgeprägt, dass er in seiner Entwicklung einem Jugendrichter gleichzustellen ist"

calm85
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Re: Gewerbsmäßiger Betrug in 11 Fällen

Beitrag von calm85 » 18.11.14, 09:04

So, Urteil ist seit gestern rechtskräftig. Den Gewerbsmäßigen Punkt konnte man aus der Welt schaffen 8) Es gab eine Gesamtstrafenbildung aus der ersten Sache + diesen Fällen in Form von 90 Tagessätzen a 10€. Also nomma glück gehabt und eine Lehre für die Zukunft gewesen :devil:

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