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Urkundenfälschung, gibt es Beihilfe?

Verfasst: 27.11.15, 09:12
von Myriam
Angenommen ein Pflegedienst will bereits vor Monatsende abrechnen, fordert Kunden auf blanko Leistungsnachweise für die Krankenkasse zu quittieren und trägt Leistungen ein, die voraussichtlich noch erbracht werden. Der Kunde bekommt nach Monatsende Kopien zur Kontrolle.

Liegt eine Straftat vor wenn die Leistungen später tatsächlich bzw. nicht wie erwartet erbracht werden?

Macht sich der Kunde ggf. auch strafbar?

bye Myri

Re: Urkundenfälschung, gibt es Beihilfe?

Verfasst: 27.11.15, 09:23
von Ronny1958
Beihilfe zur Urkundenfälschung würde ich hier nicht vermuten, weil bereits fraglich ist, ob die Vorgehensweise die Urkundenfälschungskriterien überhaupt erfüllt.

Aber..

Betrug und Beihilfe dazu zu Lasten der Kranken-/ Pflegekasse könnte unter bestimmten Umständen vorliegen.

Etwa wenn Leistungen abgerechnet werden, welche gar nicht erbracht worden sind.

Re: Urkundenfälschung, gibt es Beihilfe?

Verfasst: 27.11.15, 14:26
von Myriam
Betrug wird der Kunde, der Kopien von den "Fälschungen" erhält, zu verhindern wissen, mir geht es nur zum eine mögliche Urkundenfälschung.

Re: Urkundenfälschung, gibt es Beihilfe?

Verfasst: 27.11.15, 15:05
von Name4711
Myriam hat geschrieben:Betrug wird der Kunde, der Kopien von den "Fälschungen" erhält, zu verhindern wissen, mir geht es nur zum eine mögliche Urkundenfälschung.
Wie will der "Kunde" denn den Betrug verhindern?

Täuschung ist gelaufen..
Vermögensverfügung ist vorhanden...

Schaden ist ggf. auch eingetreten - wenn auch zunächst mal nur ein geringer - wurde ja mindestens zu früh abgerehnet...
??

Re: Urkundenfälschung, gibt es Beihilfe?

Verfasst: 27.11.15, 15:13
von Deputy
Bei den Leistungen wird ja ein Datum vermerkt sein, wann die erbracht wurden. Die Urkundenfälschung würde ich damit bejahen. Auf so eine Abrechnung würde ich mich nicht einlassen, egal was der Pflegedienst will.