Falsche Behauptung, üble Nachrede - unklare Vorgehensweise

Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren

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Olihase
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Falsche Behauptung, üble Nachrede - unklare Vorgehensweise

Beitrag von Olihase » 15.11.17, 19:38

Liebe Forengemeinde,
anbei eine Geschichte mit der Frage - welche Vorgehensweise wäre angebracht.

Person A ist seit 6 Jahren Lehrer, davon im dritten Jahr Schulleiter einer Berufsschule für soziale Berufe. Ehemalige Schülerin, volljährig, erzählt in ihrer jetzigen Arbeitsstelle, dass es in der Schule massive Probleme mit einer Lehrkraft gab, die durch eine Abfindung nicht mehr an der Schule arbeitet. Die ehemalige Schülerin behauptet in der jetzigen Arbeitsstelle, also öffentlich, dass der Schulleiter "damals" vor Gericht ausgesagt hat und hierbei gelogen hat. Ihm wurde das durch eine andere Person mitgeteilt mit der Frage: "Mir hat ..... erzählt, dass Du vor Gericht gelogen hast. Stimmt das?"

Fakt ist: Der Schulleiter hat niemals an einem Gerichtstermin teilgenommen, mitgewirkt, ausgesagt - und hat daher nie gelogen bzw. etwas falsches sagen/behaupten können.

Sollte der Schulleiter wegen dieser ehrverletzenden Äußerung, also Verleumdung (?), falscher Behauptung (?), übler Nachrede (?) oder ?? Anzeige erstatten?! Oder sollte der Schulleiter über einen Rechtsanwalt einen Brief zusenden mit der Androhung, bei nochmaligem mitbekommen eine Anzeige zu erstatten?! Oder sollte der Schulleiter eine einstwillige Verfügung über den Rechtsanwalt (?) erwirken, da diese Aussage absolut rufschädigend für den Schulleiter selbst (Kontakte zu Oberbürgermeister, Wirtschaft, Politik, Familien, sozialen Einrichtungen, usw.) sowie zudem für das Ansehen der Schule ist?!

Ich freue mich über Rückmeldungen. Vielen Dank.

ktown
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Re: Falsche Behauptung, üble Nachrede - unklare Vorgehenswei

Beitrag von ktown » 15.11.17, 20:02

Der Schulleiter sollte vorrangig einen Anwalt mit der Vertretung der eigenen Interessen beauftragen und nicht versuchen diese Dinge über ein Forum selbst zu beurteilen und entsprechend zu handeln.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

Hr. Freitag
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Re: Falsche Behauptung, üble Nachrede - unklare Vorgehenswei

Beitrag von Hr. Freitag » 15.11.17, 20:20

Wenn ein Schulleiter nicht mal selbst entscheiden mag, ob er jemanden anzeigen soll, dann ist es wirklich dringend an der Zeit, einen Anwalt zu konsultieren.
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SusanneBerlin
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Re: Falsche Behauptung, üble Nachrede - unklare Vorgehenswei

Beitrag von SusanneBerlin » 15.11.17, 21:05

Olihase hat geschrieben:Ich freue mich über Rückmeldungen. Vielen Dank.
Hat der Schulleiter seinen Schülern als Hausaufgabe aufgegeben, rauszufinden was er jetzt am besten tun soll oder wieso glauben Sie, dass ein Schulleiter das nicht selbst entscheiden kann?
Grüße, Susanne

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